Gesundheit: Auf dem Weg zu einem Massenstreik in den Krankenhäusern der Ile-de-France zu Beginn des Schuljahres 2025?

Von Audrey de Sortiraparis · Aktualisiert am 26. August 2025 um 16:08
Der Beginn des neuen Schuljahres kündigt sich für die Krankenhäuser in der Region Paris als angespannt an. Vier Gewerkschaften der AP-HP rufen ab dem 25. August zur Mobilisierung gegen den 44 Milliarden Euro schweren Sparplan von François Bayrou auf, der unter anderem eine Verdoppelung der medizinischen Selbstbeteiligung vorsieht. Ein massiver Streik könnte die 38 Einrichtungen ab September lahmlegen ...

Auf dem Weg zu einer historischen Blockade in der Île-de-France?

Die sommerliche Ruhe könnte schnell einem Sturm weichen. Die 38 Einrichtungen der Assistance publique - Hôpitaux de Paris (AP-HP), in denen jährlich fast 8 Millionen Menschen behandelt werden, bereiten sich angeblich auf eine große soziale Bewegung zum Beginn des neuen Schuljahres vor. Vier große Gewerkschaften - CGT, FO, CFTC und UNSA -, die mehr als 6 von 10 Beschäftigten vertreten, rufen ab dem 25. August 2025 zu Generalversammlungen in allen Abteilungen auf. Ziel sei es, einen gemeinsamen Streik gegen das neue Sparpaket der Regierung zu organisieren, so franceinfo.

Ein Sparplan, der die Belegschaft auf die Palme bringt

Dieser Plan, der Mitte Juli von François Bayrou vorgestellt wurde, zielt auf Einsparungen in Höhe von 44 Milliarden Euro ab. Zu den umstrittensten Maßnahmen gehören die Verdoppelung der jährlichen Höchstgrenze für medizinische Selbstbeteiligungen von 50 auf 100 € und die mögliche Erhöhung des Betrags pro Handlung - 1 € bis 2 € pro Medikamentenpackung, 2 € bis 4 € für eine Konsultation.

Wut auf dem Spielfeld

Die Gewerkschaften lehnen auch die geplante Streichung von zwei Feiertagen ab und prangern die bereits verschlechterten Arbeitsbedingungen an: gehetzte Dienstpläne, kaum anerkannte Arbeitsunfälle, chronische Überlastung... Für sie würde dieses Projekt die Situation nur noch verschlimmern.

Scharfe Reaktionen

Die CGT spricht von einem"neuen Angriff auf das Solidaritätsprinzip" der Sozialversicherung, während die UNSA einen"abscheulichen Angriff" auf die Patienten anprangert. Ihre gemeinsame Forderung ist klar: die schlichte Rücknahme des Bayrou-Macron-Plans.

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