Gute Nachricht für wartende Eigentümer: Das Portal MaPrimeRénov' hat am Montag, 23. Februar 2026 um Mittag wieder geöffnet, nach mehreren Wochen Stillstand aufgrund des fehlenden verabschiedeten Budgets. Die Veröffentlichung des Finanzgesetzes 2026 im Journal officiel am 20. Februar ermöglichte es der Agence nationale de l'amélioration de l'habitat (Anah), das Förderprogramm wiederzubeleben. Damit nehmen auch MaPrimeAdapt' und Ma Prime Logement Décent ihren Betrieb wieder auf. Wer zu den 83 000 Haushalten gehört, deren Antrag noch aussteht, oder wer einen neuen Antrag stellen möchte, hier ist alles, was vor dem Start zu beachten ist.
Ab sofort betrifft die große Neuerung der Ausgabe 2026 umfangreiche Renovierungsarbeiten. Von nun an ist vor jeder Beantragung von Fördergeldern ein persönliches Gespräch mit einem Berater von France Rénov' verplichtend. Das Gespräch ist kostenlos und in 614 Standorten landesweit verfügbar; es kann jetzt schon vereinbart werden, bevor das Antragsbüro geöffnet ist. Diese Maßnahme zielt in erster Linie darauf ab, Betrug zu bekämpfen, der im Sommer 2025 bereits zu einer teilweisen Aussetzung des Programms geführt hatte.
Eine weitere Änderung ist zu beachten: Zwei Arten von Arbeiten entfallen aus dem Parcours «par geste». Die Wanddämmung (innen und außen) und die Installation von Biomasse-Heizungen können nicht mehr einzeln gefördert werden. Sie werden fortan nur noch im Rahmen einer umfassenden Renovierung finanziert, die mehrere Arbeitsbereiche umfasst.
Alle Haushalte sind für MaPrimeRénov' berechtigt, unabhängig von der Einkommenslage, mit Förderbeträgen, die je nach Ressourcen variieren. Das Programm deckt zwei Wege ab: die Renovierung durch konkrete Maßnahmen (Austausch der Heizungsanlage, Dachbodendämmung, Fenstereinbau usw.) und die Großrenovierung, bei der mindestens zwei Energieeffizienzklassen im Energieausweis (DPE) verbessert werden müssen. Für diese zweite Option muss die Wohnung bzw. das Haus vor Beginn der Arbeiten die Einstufung E, F oder G haben.
L'Anah verfügt für 2026 über ein Budgetvolumen von 3,6 Milliarden Euro an Haushaltsmitteln, ergänzt durch 500 Millionen Euro aus den Energiesparzertifikaten (CEE). Ziel ist es, 150 000 isolierte Sanierungen und 120 000 groß angelegte Sanierungen zu finanzieren. Doch bei bereits 83 000 offenen Anträgen bleiben die Kapazitäten für neue Anfragen begrenzt, insbesondere für Einfamilienhäuser.
Um Ihren Antrag einzureichen, gehen Sie auf die offizielle Plattform maprimerenov.gouv.fr. Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Sie wirklich die offizielle Seite nutzen — Betrug und gefälschte Webseiten im Bereich der energetischen Gebäudemodernisierung sind weit verbreitet. Der erste Schritt besteht darin, ein Konto bei France Rénov' zu eröffnen, wofür Sie Ihren letzten Steuerbescheid, eine E-Mail-Adresse und die Daten aller Haushaltsmitglieder benötigen.
Um Ihren Antrag zu vervollständigen, müssen Sie die Kostenvoranschläge für alle vorgesehenen Arbeiten (im Namen des Antragstellers) sowie die Höhe der anderen erhaltenen Zuschüsse vorlegen, insbesondere die CEE. Achtung: Die Arbeiten dürfen vor Antragstellung nicht begonnen worden sein, und ausschließlich Unternehmen mit dem RGE‑Label (Reconnu Garant de l'Environnement) werden akzeptiert. Fehlende Unterlagen können die Bearbeitung verzögern oder blockieren, wie France Rénov' in seinem offiziellen Leitfaden erläutert.
Seien wir ehrlich: Die Reaktionszeiten bleiben lang. Sie überschreiten derzeit sechs Monate für Großrenovierungen und drei Monate für eine Einmalmaßnahme. Der Rückstau an Akten wird die Lage kurzfristig nicht verbessern. Die ANAH versichert, dass die 83 000 schwebenden Akten und die Neuanträge für 2026 getrennt gezählt werden. Für Einmalmaßnahmen bleibt eine zügige Einreichung die beste Strategie. Für Großrenovierungen bittet das Ministerium, sich nicht zu überstürzen: Die Akten werden bearbeitet, aber Geduld ist gefragt.
Bei allen Fragen stehen Ihnen die Anah und das Netzwerk France Rénov' als Ihre Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem können Sie die spezielle Seite auf Service-Public.fr konsultieren, die einen vollständigen Überblick über die Fördervoraussetzungen und die Höchstsätze für 2026 bietet.















