Es ist eine Nachricht, die all jene trifft, die den Schauspieler sowohl im Kleinen als auch im Großen Kino begleitet haben. Patrick Muldoon, amerikanischer Schauspieler, bekannt für seine Rollen in mehreren Kult-Serien und im Film Starship Troopers, ist am Sonntag, den 19. April 2026 infolge eines Herzinfarkts unerwartet gestorben, im Alter von 57 Jahren. Für eine ganze Generation von Zuschauern, die von den US-Serien der 1990er Jahre geprägt wurde, klingt dieser plötzliche Verlust wie das Ende einer Epoche.
William Patrick Muldoon III wurde 1968 in San Pedro geboren, einem Küstenviertel von Los Angeles, Kalifornien. Er wächst in einem Umfeld auf, in dem Kreativität zum Familienleben gehört: Seine Eltern pflegen gleichermaßen Malerei, Musik und Schriftstellerei. Aus diesem künstlerischen Fundament heraus führt ihn sein Weg in den 20ern recht naheliegend ins Modeln (unter anderem stand er für Calvin Klein vor der Kamera), bevor er sich der Komödie zuwendet.
Seine ersten Auftritte im Fernsehen absolvierte er in populären Serien der 80er- und 90er-Jahre, darunter Madame est servie neben Tony Danza. Anschließend verschaffte ihm die Seifenoper Des jours et des vies echte Bekanntheit, in der er den Austin Reed verkörperte und dafür mit dem Soap Opera Digest Award als bester Newcomer ausgezeichnet wurde. Gestärkt durch diesen Erfolg, trat er dem Ensemble von Melrose Place als Richard Hart bei, von 1992 bis 1995, und avancierte so zu einem der markantesten Gesichter des US‑Fernsehens der damaligen Zeit. Man sieht ihn auch in Sauvés par le gong und Les Dessous de Palm Beach, zwei weitere ikonische Serien jener Ära.
Auf der großen Leinwand ist seine Rolle des Zander Barcalow im Starship Troopers (1997), dem Science-Fiction-Film von Paul Verhoeven, die ihm internationale Bekanntheit verschafft. Ein denkwürdiger Tod vor der Kamera, in einem Film, der bis heute als Klassiker des Genres gilt. Danach folgen rund dreißig Produktionen, zwischen Independentfilmen und Fernsehfilmen, bevor er seinen letzten Kinoauftritt in Marlowe (2022) von Neil Jordan absolviert, an der Seite von Liam Neeson.
Über seine Karriere hinaus sorgte Patrick Muldoon auch wegen seiner Liebesgeschichten mit bekannten Schauspielerinnen für Schlagzeilen: Tori Spelling, Stacy Sanches, Denise Richards (auf dem Dreh zu Starship Troopers getroffen) und später Juliette Binoche. 2003 bildeten der Schauspieler und die französische Star ein zurückhaltendes, aber medienwirksames Paar, das drei Jahre lang im Rampenlicht stand. Die Schauspielerin, die sich gerade erst von Benoît Magimel getrennt hatte, hat sich noch nicht offiziell zu der Nachricht über sein Verschwinden geäußert.
Wenige wissen es, doch Patrick Muldoon führte auch abseits der Dreharbeiten eine zweite künstlerische Seite. Er war Sänger und Gitarrist der Band The Sleeping Masses, ein Beleg für eine kreative Veranlagung, die weit über das Schauspielen hinausging. Verwandte beschreiben ihn als Mann von seltener Großzügigkeit, der "sowohl die Tiere als auch die Menschen liebte" und jene seltene Fähigkeit besaß, dafür zu sorgen, dass sich andere sicher fühlten und wirklich gesehen wurden. Ihm bleibt seine Lebensgefährtin Miriam Rothbart, seine Eltern, seine Schwester Shana Muldoon — verheiratet mit dem Regisseur Ahmet Zappa, Sohn des legendären Frank Zappa — sowie zahlreiche enge Freunde. Seine Filmografie umfasst nicht weniger als 99 Titel, ein dichter und leidenschaftlicher Weg, den Fans der 1990er Jahre sicher noch lange in Erinnerung behalten werden.
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