Am Mittwoch, dem 3. Juni, hat Clément Beaune, Hochkommissar für den Plan und Generalkommissar von France Stratégie, die Debatte um das Groß-Paris erneut angestoßen und einen Vorschlag zur Umstrukturierung vorgelegt, der die Grenzen der Hauptstadt jenseits des Boulevard périphérique verschieben könnte.
Es ginge dabei nicht nur darum, Paris durch die Verschmelzung einiger benachbarter Gemeinden zu vergrößern, wie im 19. Jahrhundert. Der von Clément Beaune geäußerte Vorschlag zielt vielmehr darauf ab, die Organisation des metropolitanen Kernraums neu zu denken und die gegenwärtige Gliederung zwischen Paris, seinen Arrondissements, den nahen Vororten, den Départements und der Métropole du Grand Paris zu überwinden.
Die Idee der 40 Bezirke besteht darin, ein neues territoriales Gefüge zu schaffen: größer als die Pariser Arrondissements, aber lokal verankerter als eine einzige Metropolstruktur. Diese Bezirke könnten Pariser Viertel und benachbarte Gemeinden zusammenfassen oder mehrere Gemeinden der näheren Umgebung unter sich vereinen. In diesem Stadium existiert noch kein endgültiger Kartenausschnitt, und die Reform befindet sich erst im Vorschlagsstadium.
Zu den ersten potenziell betroffenen Gemeinden zählen jene, die direkt an Paris angrenzen. Sie befinden sich im unmittelbaren Kontakt mit dem Périphérique, den Toren von Paris, den großen Verkehrsachsen, den U-Bahn- und Straßenbahnlinien sowie den Plänen zur Metropolentwicklung.
Im Westen würde man vor allem Neuilly-sur-Seine, Levallois-Perret, Clichy, Saint-Ouen-sur-Seine, Boulogne-Billancourt, Issy-les-Moulineaux und Vanves.
Im Süden könnten die unmittelbar betroffenen Gemeinden folgende sein Malakoff, Montrouge, Gentilly, Le Kremlin-Bicêtre, Ivry-sur-Seine, Charenton-le-Pont und Saint-Mandé.
Im Osten und Nordosten würden es die Gemeinden Vincennes, Montreuil, Bagnolet, Les Lilas, Le Pré-Saint-Gervais, Pantin, Aubervilliers und Saint-Denis sein.
Ein umfassenderes Szenario würde die gesamte Kleinring-Region betreffen, das heißt die drei Départements, die Paris umgeben: die Hauts-de-Seine, die Seine-Saint-Denis und der Val-de-Marne.
In diesem Fall würde sich die Reform nicht mehr nur auf die angrenzenden Gemeinden rund um den Pariser Ring beschränken. Sie könnte auch Städte betreffen, die weiter von Paris entfernt liegen, aber bereits fest in den metropolitanen Betrieb eingebunden sind: Nanterre, Courbevoie, Colombes, Rueil-Malmaison, Antony, Créteil, Champigny-sur-Marne, Vitry-sur-Seine, Maisons-Alfort, Bobigny, Drancy, Aulnay-sous-Bois, Noisy-le-Grand, Bondy, Sevran oder Rosny-sous-Bois, zum Beispiel.
Das umfassendste Szenario könnte den Geltungsbereich der Métropole du Grand Paris übernehmen. Diese umfasst derzeit Paris, die Gemeinden der Départements Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne sowie sieben Gemeinden in Essonne und im Val-d’Oise. Auf ihrer Webseite heißt es, dass sie die Stadt Paris, die Gemeinden der drei inneren Vororte und sieben Gemeinden der äußeren Vororte vereint.
Diese sieben zusätzlichen Gemeinden sind:
In der Essonne: Athis-Mons, Juvisy-sur-Orge, Morangis, Paray-Vieille-Poste, Savigny-sur-Orge und Viry-Châtillon.
Im Val-d’Oise: Argenteuil.
Nein, und das ist ein entscheidender Punkt. Selbst wenn die Reform den Rahmen der Metropole Grand Paris festlegte, wären nicht alle Gemeinden in gleichem Ausmaß betroffen.
Die direkt an Paris grenzenden Städte würden voraussichtlich im Mittelpunkt der Neuordnung stehen, denn sie teilen mit der Hauptstadt unmittelbar relevante Belange: den Périphérique, die Porten von Paris, urbane Kontinuität, Verkehr, Büroflächen, Wohnungen, Straßeninfrastruktur und Umweltbelastung.
Die weiter entfernten Gemeinden wären von Fragen der Governance, der finanziellen Solidarität, der Stadtplanung oder großer Infrastrukturprojekte betroffen. Ihr administrativer Alltag könnte sich verändern, doch würden sie nicht zwingend im strengen Sinne „in Paris integriert“ sein.
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