Nach einer bislang beispiellangen Hitzewelle atmet die Île-de-France und Paris wieder auf. Doch die Entspannung könnte von kurzer Dauer sein: Die extreme Hitze kehrt laut Vorhersage bereits gegen Ende der Woche zurück, und Météo-France hält nun eine neue landesweite Hitzewelle Anfang Juli 2026 für wahrscheinlicher als zuvor. Bleibt eine große Unbekannte, auf die die Wetterexperten mit Vorsicht hinweisen: wie intensiv sie tatsächlich ausfallen wird.
Die Hitzewelle, die soeben zu Ende gegangen ist, wird in Erinnerung bleiben. Am 24. Juni 2026 wurde laut Météo-France der landesweit heißeste Tag seit Messbeginn verzeichnet, und das Quecksilber stieg in Paris am 24. und 25. Juni über 40 °C (eine Marke, die in der Hauptstadt seit 1947 nur fünfmal überschritten wurde). Die Gewitter am Wochenende haben die Temperaturen wieder in Richtung saisonaler Normalwerte gedrückt, doch diese Atempause wirkt eher wie eine Zwischenbemerkung als eine echte Wende.
Der Anstieg der Temperaturen setzt sich voraussichtlich gegen Ende dieser Woche fort. Das Météo-France meldet Werte von über 28, teils sogar 30 °C im Norden am Wochenende, im Süden deutlich mehr. Die Modelle gehen danach zu einer deutlich stärkeren Hitze über, ab Dienstag, dem 7. Juli, getragen von einem antizyklonalen Rücken, der voraussichtlich aus dem Westen hereindrücken wird – ohne den in der letzten Woche beobachteten (Wärmepumpen-Effekt).
Derzeit rechnen die automatischen Prognosen von Météo-France mit etwa 33 °C in Paris, und bis zu 38 °C in Bordeaux in der Wochenmitte. Auf nationaler Ebene meldet das Institut Spitzenwerte von 35 bis 36 °C für den Zeitraum vom 7. bis 10. Juli. Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen: Sie können sich im Laufe der Updates der Modelle in beide Richtungen noch ändern.
Es ist noch zu früh, dieses Wort zu verwenden. Météo-France spricht erst von einer Hitzewelle, wenn die hohen Temperaturen Tag und Nacht mindestens drei aufeinanderfolgende Tage lang anhalten. Für die Woche vom 6. bis 13. Juli bestätigt das Institut jedoch, dass ein Szenario mit großer Hitze wahrscheinlicher wird, wobei es daran erinnert, dass die genaue Intensität zu diesem Zeitpunkt noch unsicher ist.
Gute Nachrichten trotz allem: Die Modelle zeigen sich deutlich weniger alarmierend als bei der glühenden Spitze Ende Juni. Von einer Abweichung von etwa +3 bis +5 °C gegenüber dem Normalwert ist die Rede, weit entfernt von den bisweilen +10 °C im Juni. Die Wahrscheinlichkeit einer orangefarbenen Warnstufe dürfte sich jedoch schon am Wochenende im Süden des Landes verstärken und könnte zu Anfang der Woche auch weiter ausgedehnt werden.
Eine Sache herrscht jedoch einstimmig vor: die fast vollständige Ausbleiben von Regen in den nächsten zwei Wochen, was eine bereits deutliche Bodentrockenheit weiter verschärfen könnte. Aufseiten der Behörden hat der Premierminister bereits am Montag, dem 29. Juni, eine interministerielle Krisenzelle einberufen, um die nächsten Hitzewellen vorzubereiten. Wird das Auswirkungen auf das Feuerwerk zum 14. Juli haben – so wie es schon einmal der Fall war? Um die Entwicklung bestmöglich zu verfolgen, bleibt der beste Reflex, täglich die Warnkarte von Météo-France zu konsultieren, die täglich neu bewertet wird.















