In Paris und in der gesamtenRegion Île-de-France sind die Tage des Kulturerbes ein Termin, den man auf keinen Fall verpassen sollte. An diesem außergewöhnlichen Wochenende öffnen unsere schönsten Schätze ihre Türen, manchmal auf ganz neue Art und Weise, und bieten uns ein besonderes und oft kostenloses Programm.
Seitdem richten sich auch Museen, Denkmäler aber auch große Institutionen und private Stätten, das Spiel mitmachen und uns frei zugängliche oder geführte Besichtigungen, Aktivitäten für Groß und Klein sowie ungewöhnliche Angebote gönnen, die uns einzigartige Erfahrungen versprechen. Sie ahnen es schon: Mit dem reichen Erbe, über das Paris und seine Île-de-France verfügen, verspricht das Wochenende bei dieser 42. Ausgabe mega abwechslungsreich zu werden, wenn es am 19. und 20. September 2026 auf uns wartet.
Unter den überraschenden Orten, die sich den Journées du Patrimoine anschließen, stehen auch Krankenhäuser im Mittelpunkt. Diese Quelltoppe voller Wunder bieten nicht nur historische, künstlerische, sondern auch wissenschaftliche Highlights. Um Ihnen das zu beweisen, entführen wir Sie diesmal in das 14. Arrondissement, zum Centre Hospitalier Sainte Anne, einer Einrichtung, die vor allem für ihre Spezialisierung in Psychiatrie, Neurowissenschaften und Suchtmedizin bekannt ist. Dort finden sich unter anderem das MAHHSA, das Museum für Kunst und Geschichte des Krankenhauses Sainte-Anne, dessen Sammlungen Werke von Patienten aus verschiedenen Krankenhäusern zeigen.
Vorführung des Films „Der magische Spiegel von Aloïse“ mit anschließender Podiumsdiskussion, vorgeschlagen von Anne-Marie Dubois.
Am Rande der Ausstellung Chefs-d'œuvres. Im Zentrum der Sammlung Sainte-Anne, die im Musée d'Art et d'Histoire de l'Hôpital Sainte-Anne gezeigt wird, läuft eine Vorführung des Films Le Miroir magique von Aloïse, gedreht von Florian Campiche im Jahr 1967 (24 Min.), in Kooperation mit dem Centre du Film sur l'Art in Brüssel.
Filmbeschreibung: Begegnung mit Aloïse Corbaz, eine der zentralen Figuren der Art brut. Gedreht einige Jahre vor ihrem Tod in der psychiatrischen Einrichtung, in der sie eingewiesen war, zeigt dieser Dokumentarfilm sie bei der Arbeit.
Die Vorführung wird gefolgt von einer Podiumsdiskussion, moderiert von Anne-Marie Dubois, wissenschaftliche Leiterin des MAHHSA, die dazu beitragen wird, die im Film vertretenen psychiatrischen Diskurse im Licht aktueller Fragestellungen neu zu interpretieren.
Ort noch festzulegen, Treffpunkt oben an der Museumstreppe, um 17:00 Uhr.
Teilnahmebedingungen: Auf 50 Personen begrenzt. - Kostenlos | Ohne Reservierung
Zeiten: Samstag, 19. September 2026 — 17:00–19:00
Entdeckung des Sainte-Anne-Krankenhauses und seines Museums für Kunst und Geschichte
Bei einer Führung entdecken Sie die historischen und architektonischen Besonderheiten des Krankenhauses Sainte-Anne: die Außenbereiche des 17. Jahrhundert gegründeten Komplexes, dessen Fassaden von 1867 als Monument historique eingestuft sind, sowie die typischen Gärten der Krankenhausarchitektur des 19. Jahrhunderts.
Das MAHHSA, das erste Krankenhausmuseum, dem 2016 der Titel „Musée de France“ verliehen wurde, bewahrt eine Sammlung von rund 2000 Werken, die im Krankenhauskontext entstanden sind – vom späten 19. Jahrhundert bis heute – und hat sich zum Auftrag gemacht, diese Sammlung zu bewahren, zu erforschen und einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen.
Teilnahmebedingungen: Begrenzt auf 30 Personen. - Kostenlos | Ohne Reservierung
Zeitplan: Sonntag, 20. September 2026 – 14:30–16:00, 16:30–18:00
Termine und Öffnungszeiten
Von 19. September 2026 bis 20. September 2026
Standort
Museum für Kunst und Geschichte des Krankenhauses Sainte-Anne
1 Rue Cabanis
75014 Paris 14
Route berechnen
Infos zur Barrierefreiheit
Zugang
Metro Linie 6 Station "Glacière"
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
musee.mahhsa.fr