Und was wäre, wenn die Journées du Patrimoine 2026 der Anlass wären, die Tür zu einem Haus aufzustoßen, in dem die Kunst offenbar nie wirklich umgezogen ist? Am 19 und 20 September 2026, lädt diese kulturelle Veranstaltung erneut das Publikum dazu ein, Monumente, Wohnsitze, Ateliers und andere denkmalgeschützte Orte zu entdecken, von denen manche normalerweise wenig zugänglich sind. À Clamart, dans les Hauts-de-Seine, die Fondation Arp fügt sich besonders gut in diesen Geist ein: hier entdeckt man zugleich Werke, Architektur und das Lebensumfeld zweier bedeutender Figuren der modernen Kunst.
Die Arp-Stiftung in Clamart: Ein Künstlerhaus, das die Jahrzehnte überdauert hat
Kunstbegeistert oder einfach nur neugierig? In Clamart können Sie das ehemalige Wohnhaus und Atelier von Jean Arp und Sophie Taeuber besichtigen. Entdecken Sie einen atypischen Ort, der der kreativen Fantasie eines Bildhauerpaares entsprungen ist. [Mehr lesen]
Jean Arp und Sophie Taeuber ziehen 1929 an den Waldrand von Meudon. Errichtet nach Plänen, die Sophie Taeuber zwischen 1927 und 1929 entwarf, vereint ihr Hausatelier Einfachheit, Funktionalität und künstlerische Gestaltung. Die schlichte Fassade aus Meulière und die kompakten Volumen spiegeln die Forschungswege der Künstlerin wider, die vor allem darauf bedacht war, Ästhetik und Alltagsleben enger zu verknüpfen.
Das Gebäude bewahrt die ursprünglichen Arbeitsbereiche des Paares. Sophie Taeuber-Arp entwickelt eine abstrakte Bildsprache, in der Geometrie, Farben und Rhythmus eine zentrale Rolle spielen. Bei Jean Arp nimmt Abstraktion dagegen gern organischere, geschmeidigere und rundere Formen an, inspiriert von der natürlichen Welt. Beide gehören zu den großen Avantgarden des 20. Jahrhunderts und werden insbesondere mit der Bewegung Dada in Verbindung gebracht, die konventionelle künstlerische Normen infrage stellt und die Grenzen zwischen den Disziplinen geschickt verwischt.
Das Haus war auch ein Ort der Begegnungen: Marcel Duchamp, Max Ernst, Joan Miró, Tristan Tzara oder Robert und Sonia Delaunay zählten zu den Künstlern und Schriftstellern, die es frequentierten. Nach dem Tod von Jean Arp entstand 1978 die Fondation Arp auf Initiative seiner zweiten Ehefrau Marguerite Arp-Hagenbach. Ihre Aufgabe ist es, die Sammlungen zu schützen und zu verbreiten, und dabei das kulturelle Erbe von Jean Arp und Sophie Taeuber-Arp bekannt zu machen. Seit 2004 tragen ihre Sammlungen die Bezeichnung „Musée de France“.
Mit fast 1 400 Werken, zu denen etwa 150 Depotstücke hinzukommen, bewahrt die Stiftung Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Möbel, Objekte und Gedichte. Im Garten begleiten die Bronzen von Jean Arp den Rundgang, während in einem Atelier seine Gipsplastiken versammelt werden. Eine Zusammenstellung, die zeigt, wie die Werke entstehen, dort, wo ein Teil von ihnen wirklich Gestalt angenommen hat.
Ausstellung "Arp - Stahly, Natürliche Geschichten"
Zwischen ihnen liegen fünfundzwanzig Jahre, doch Jean Arp und François Stahly haben in der Bildhauerei beide eine bislang unverwechselbare Sprache gefunden. Die Ausstellung verfolgt nicht das Ziel, sie zu vergleichen, sondern sie über mehrere Themen hinweg miteinander ins Gespräch zu bringen – durch rund fünfzig Exponate, Dokumente und Fotografien, die zu sehen sind.
Teilnahmebedingungen: 4 € (für unter 16-Jährige kostenlos) - Vorzugspreis | Ohne Reservierung
Zeiten: Samstag, 19. September 2026 – 14:30–18:00 | Sonntag, 20. September 2026 – 14:30–18:00
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Termine und Öffnungszeiten
Von 19. September 2026 bis 20. September 2026
Standort
ARP-Stiftung (Clamart-Meudon)
21 Rue des Châtaigniers
92140 Clamart
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