Reben vor den Toren von Paris? Die Vorstellung mag überraschen, doch Clamart war lange Zeit eine Weinbauregion. Die Journées du Patrimoine 2026, die am 19. und 20. September 2026 stattfinden, bieten die Gelegenheit, diese Geschichte im Grange-musée Franquet erneut aufleben zu lassen. Diese kulturelle Veranstaltung lädt jedes Jahr dazu ein, Monumente, Museen, Herrenhäuser, ländliche Bauten und andere Zeugen unserer Geschichte zu entdecken, wobei besonderes Augenmerk auf Orte gerichtet wird, die im Alltag oft unbekannt bleiben.
Der Wein hat lange das Landschaftsbild der Stadt Clamart geprägt. Zur Zeit der Französischen Revolution trug das Dorf sogar den Spitznamen „Clamart, der Weinort“. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren noch etwa 110 Hektar dem Rebbau gewidmet, mit einer Produktion von bis zu 1 650 Hektolitern. Bis Mitte des Jahrhunderts bildete dieser Anbau eine der landwirtschaftlichen Ressourcen der Gemeinde.
Mit der zunehmenden Urbanisierung verschwinden Parzellen allmählich. Aber diese lokale Geschichte erlebt in den 1980er Jahren ein neues Kapitel. Die Confrérie du Clos de Clamart, 1986 gegründet, setzt sich dafür ein, die Weinbau-Tradition wiederzubeleben. Eine städtische Rebe wird 1989 in der Rue Pierre-Franquet gepflanzt.
Gegenüber diesem Weinberg steht eine alte Winzerscheune. Von der Stadt erworben und im Geiste eines traditionellen Landwirtschaftsgebäudes restauriert, wird die Grange Franquet 1992 eröffnet, um die Weinbereitung der Crus aus Clamart zu beherbergen. 1996 wird sie zu einem Scheunenmuseum, in dem unter anderem alte Werkzeuge rund um die Arbeit im Weinbau gezeigt werden.
Ihre Mission ist daher zweifach: die Erinnerung an das ländliche Clamart zu bewahren und sein Wein-Erbe weiterzugeben, während diese Tradition lebendig gehalten wird. Die lokal geernteten Trauben dienen nach wie vor der Produktion zweier Cuvées, dem Clos de Clamart und dem Clos Franquet, die nicht vermarktet werden. Die Flaschen befinden sich insbesondere in den alten Gewölbekellern Abraham.
Besuch des Weinbergs und der Scheune von Clamart
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte der Rebbau zu Clamarts wichtigsten landwirtschaftlichen Ressourcen. Seit 1986 lässt die Confrérie des Clos de Clamart diese Tradition, die 1712 ihren Ursprung hatte, wiederaufleben. Geführte Besichtigung des Weinbergs, des Weinkellers und des Scheunemuseums.
Teilnahmebedingungen: Kostenlos | Ohne Reservierung
Öffnungszeiten: Samstag, 19. September 2026 - 11:00 ⤏ 18:00 | Sonntag, 20. September 2026 - 11:00 ⤏ 18:00
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Termine und Öffnungszeiten
Von 19. September 2026 bis 20. September 2026
Standort
Scheunemuseum Franquet
Rue Pierre Franquet
92140 Clamart
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