Das Musée de Préhistoire d’Île-de-France, gelegen in Nemours im Seine-et-Marne, verwahrt über zwei Millionen prähistorische Objekte. Man findet dort 2 500 ausgestellte Objekte, die die Zeitalter vom frühen Paläolithikum bis zum zweiten Eisenzeitalter abdecken! Die Journées du Patrimoine 2026 sind eine einzigartige Gelegenheit, dieses natürliche Erbe neu zu entdecken.
Der Großteil der Sammlung stammt aus archäologischen Entdeckungen, die von lokalen Archäologen seit dem 19. Die ersten archäologischen Funde in der Île-de-France wurden von Edmond Doigneau im Massif des Beauregards (Nemours) gemacht. Danach dauerte es bis zur Zwischenkriegszeit, bis Abbé André Nouel, Raoul Daniel und Édouard Soudan zahlreiche Lebenszeichen in diesen Bergmassiven fanden.
Daher wurde beschlossen, ein Museum in der geologischen Kulisse von Nemours zu errichten, in den Massiven des Stampischen Sandsteins, die schon in der Vorgeschichte Völkern Unterschlupf boten. Das mehrere Hektar große Gelände mit Nadelbäumen und Eichen weist die Merkmale eines Ökosystems aus dem späten Jungpaläolithikum auf.
Anlässlich dieses besonderen Wochenendes öffnet das Museum am Sonntag kostenfrei seine Türen 20. September 2026. Groß und Klein können den kostenfreien Eintritt nutzen, um die außergewöhnlichen Sammlungen zu bewundern und sich an den besonderen Animationen zu erfreuen.
Vorträge über die prähistorische Felskunst in Île-de-France: Dialog mit der zeitgenössischen Kunstszene
14h00 - Vortrag von Boris Valentin - Forschungen zur prähistorischen Felskunst im Île-de-France
Gravuren in über 3 000 winzigen Höhlungen in den Sandstein-Brocken zwischen Nemours und Rambouillet, einige Tiere, Hunderte von Rinnen, oft geordnet wie Quadrate... Welche Spuren stammen aus der Prähistorie? Welche Rituale führen sie uns vor Augen? Wie lässt sich dieses außergewöhnliche Erbe bewahren?
Boris Valentin ist Professor an der Universität Paris 1 und koordiniert ein Programm zur Wertschöpfung und Forschung an den prähistorischen Felsgravuren des Fontainebleau-Massivs.
Teilnahmebedingungen: Reservierung nicht erforderlich, solange Plätze verfügbar sind – Für alle ab 14 Jahren – Kostenlos | Ohne Reservierung
Termine: Samstag, 19. September 2026 – 14:00 bis 16:00
Filmbesprechung von Yannick Haenel & Linda Tuloup „Es braucht Wasser aus Stein und Feuer“
15h00 - Film erzählt von Yannick Haenel & Linda Tuloup - Wasser aus Stein und Feuer
Ausgehend von einem Foto – einer nackten Frau am Eingang einer Höhle – begehen der Schriftsteller Yannick Haenel und die Fotografin und Videografin Linda Tuloup eine poetische Reise zu einem archaischen Motiv: einen Pubis, der vor über 20.000 Jahren in die Wand einer Höhle graviert wurde... Aus dieser Suche entsteht ein Film, der im Herzen des Waldes von Fontainebleau gedreht wurde. Die beiden Autoren begleiten die Vorführung mit einer Live-Lesung, zwei Stimmen.
Teilnahmebedingungen : Ohne Reservierung, solange Plätze vorhanden sind – Für alle ab 14 Jahren – Kostenlos | Ohne Reservierung
Zeiten: Samstag, 19. September 2026 – 15:00–16:30
Vortrag von Raphaël Dallaporta & Rémi Labrusse - Gedächtnis im Nebel: Von Chauvet bis Fontainebleau
16:30 Uhr – Vortrag von Raphaël Dallaporta und Rémi Labrusse – Gedächtnis im Nebel: Von Chauvet bis Fontainebleau
Aus der gemeinsamen Arbeit zur Höhle von Chauvet und aus ihren Erkundungen der gravierten Sandsteine des Waldes Fontainebleau fragen sie nach der Ausdauer menschlichen Handelns über lange Zeiträume. Ihr Dialog beleuchtet jene rätselhaften Zeichen, die seit fast zehn Jahrtausenden in den Stein gemeißelt sind. Gemeinsam hinterfragen sie, was diese Spuren über unser Verhältnis zu Zeit, Bild und Erinnerung aussagen.
Raphaël Dallaporta ist Künstler und Fotograf. Rémi Labrusse ist Kunsthistoriker und Dozent an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris.
Teilnahmebedingungen: Ohne Reservierung, solange Plätze verfügbar sind – Für alle ab 14 Jahren – Kostenlos | Ohne Reservierung
Zeiten : Samstag, 19. September 2026 – von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Das große Labor des Archäologen
Entdecken Sie die verborgene Seite der Archäologenarbeit! Lernen Sie, einen gezähnten Feuersteinblock wieder zusammenzusetzen oder die Fragmente einer Tongefäße-Funde wie ein Puzzle zu ordnen, ermitteln Sie bei einer Detektiv-Session die Schädel unserer Vorfahren, testen Sie den Einsatz von Feuersteinwerkzeugen oder eines Feuerbogens bzw. Feuerbohrers ...
Das große Labor des Archäologen ist ein Raum für vielfältige Handhabungen und Experimente, von dem das Museumsteam anlässlich der Tage des Kulturerbes vorbereitet und betreut wird. Es ist durchgehend von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Teilnahmebedingungen: Zugang ohne Reservierung, solange Plätze verfügbar sind – Für alle ab 5 Jahren kostenlos
Öffnungszeiten: Sonntag, 20. September 2026 – 10:00 bis 18:00
Geführte Tour durch die Ausstellung „Da geht was! Wenn Archäologie sich für unseren Müll interessiert“
Folgen Sie dem Leitfaden und entdecken Sie, dass Archäologie mehr ist als eine Schatzsuche. Alle materiellen Hinterlassenschaften interessieren Archäologen, und Müll bleibt davon nicht ausgeschlossen. Sie tragen tatsächlich wertvolle Hinweise auf die Lebensweisen unserer Vorfahren in sich.
Diese Ausstellung, die die Geschichte unseres Abfalls erzählt, rückt oft bislang unbekannte Sammlungen ins Licht, die aus bedeutenden Ausgrabungen stammen, die in der Region Seine-et-Marne durchgeführt wurden.
Teilnahmebedingungen: Ohne Voranmeldung solange Plätze verfügbar sind – Für alle ab 9 Jahren – Kostenlos
Zeiten : Sonntag, der 20. September 2026 – 11:00–11:45, 13:00–13:45, 14:30–15:15, 15:30–16:15, 17:00–17:45
Architekturführung durch das Gebäude
Seit 1979 erhebt sich im Herzen eines Waldstücks das Musée de Préhistoire d’Île-de-France. Vom Architekten Roland Simounet entworfen, spielt das Museum mit den Linien des Geländes und variiert die Perspektiven zwischen Innenraum und Wald. Die konstruktive Moderne trifft hier auf die Beständigkeit archaischer Formen, die Zufluchtsorte und vertiefte Räume evoziert. Als Monument Historique eingetragen, gilt das Museum heute als Meisterwerk der zweiten Moderne in Frankreich.
Eine kommentierte Führung, moderiert von Hugo Trutt (@croquebrique), Architekturführer mit Spezialisierung auf Architektur, lädt dazu ein, diesen singulären Dialog zwischen Architektur, Wald und den langen Zeiten der Prähistorie neu zu entdecken.
Teilnahmebedingungen : Begrenzte Plätze – Anmeldung erforderlich, die Anmeldungen öffnen später – Für alle ab 14 Jahren – Kostenlos | Anmeldung erforderlich – https://journeesdupatrimoine.culture.gouv.fr/
Öffnungszeiten: Sonntag, 20. September 2026, von 15:30 bis 17:00
Ein Programm, das Lust auf mehr macht!
Termine und Öffnungszeiten
Am 20. September 2026
Standort
Museum der Vorgeschichte der Ile de France
48 Avenue Etienne Dailly
77140 Nemours
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Infos zur Barrierefreiheit
Tarife
Kostenlos
Empfohlenes Alter
Von 5 bis 100 Jahren
Durchschnittliche Dauer
2 Std.
Offizielle Seite
www.musee-prehistoire-idf.fr