Stell dir vor, du trittst durch die Türen eines historischen italienischen Theaters und landest plötzlich in einem Labyrinth aus Laserstationen, Hologrammen und interaktiven Videospielen… mitten in den 1980er-Jahren! Für alle Neugierigen auf ungewöhnliche Ausflüge in Paris, für Liebhaber von außergewöhnlichen Ausflügen in Paris, die Fans geheimer Geschichte im 3ᵉ arrondissement und Nostalgiker der Popkultur, bleibt die Reise von Planète Magique in der Gaîté Lyrique eine der faszinierendsten Anekdoten der Hauptstadt. Dieses avantgardistische Projekt, installiert zwischen den U-Bahn-Stationen Réaumur - Sébastopol und Arts et Métiers, versprach, urbane Freizeitparks lange vor der Ära des breiten digitalen Publikums zu revolutionieren.
Bevor es zu einem Tempel der Zukunftstechnologien und später zu einem Kulturzentrum für digitale Künste wurde, entstand das Théâtre de la Gaîté im Jahr 1862, entworfen von den Architekten Jacques-Ignace Hittorff und Alphonse Cusin im Rahmen der großen haussmannischen Umbauarbeiten.
Das Gebäude verkörperte die Quintessenz der Theaterarchitektur des Zweiten Kaiserreichs: eine eklektische Fassade, rhythmisierte von Arkaden, prächtige Foyers mit goldenen Stuckaturen, allegorische Fresken, Kristalllüster und ein hufeisenförmiger Saal mit durchdachter Akustik. Ein nobles, gedämpftes Ambiente, das jedoch eine mehr als verwirrende Metamorphose erleben sollte!
Ende der 1980er Jahre träumt der brillante Autor und Produzent Jean Chalopin — eine unverzichtbare Figur der franco-japanischen Animation, der die Kultserien Ulysse 31, Inspecteur Gadget und Les Mystérieuses Cités d'Or verdankt — von einem neuen Konzept: einem zu 100 Prozent überdachten und interaktiven Freizeitpark. Chalopins Erzählstil, berühmt für seine einzigartige Verbindung aus antiker Mythologie, humanistischer Poesie und retro-futuristischer Science-Fiction, sollte so vor den Augen von Kindern und Jugendlichen lebendig werden.
Um dieses Meisterstück zu realisieren, wird das Kirchenschiff des Theaters damals in einen gigantischen, dunklen Mehrfach-Komplex umgewandelt – ein mehrstöckiges Labyrinth voller Pionier-Touchscreens, hochentwickelter Animatronik und Weltraumflug-Simulatoren. Laut einigen urbanen Legenden rings um die Bauarbeiten würden Kilometertief Kabelbündel direkt hinter dem Goldlicht und den jahrhundertealten Verzierungen des Saals verborgen gewesen sein, während geheime Attraktionen nie aktiviert werden konnten, weil es ständig zu Computerfehlern kam.
Mit großem Pomp wurde im Dezember 1989 die Planète Magique eröffnet, doch sie konnte bedauerlicherweise nur kurze Zeit glänzen. Opfer ihres technologischen Gigantismus, wiederkehrender Störungen und einer komplexen Rentabilität, schloss die Anlage Anfang der 1990er Jahre endgültig ihre Türen.
Heute hat sich die Gaîté Lyrique zwar wieder dem Publikum geöffnet, indem sie digitale Kulturen und zeitgenössische Kreationen feiert; doch die Echos dieser fahrenden Odyssee durch den Raum hallen noch in den Erinnerungen der kleinen Pariserinnen und Pariser jener Zeit wider.
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Standort
Die Gaîté Lyrique
3 Rue Papin
75002 Paris 2
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Infos zur Barrierefreiheit
Zugang
Metro Linie 3 oder 4 Station "Réaumur-Sébastopol".















