Rock im Jahr 2026: Tag 4 mit Deftones, Amyl and the Sniffers, LANDMVRKS... Wir waren dabei – hier ist unser Bericht.

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Von Caroline de Sortiraparis · Fotos von Caroline de Sortiraparis · Aktualisiert am 30. August 2026 um 14:02
Französischer Metalcore, australischer Punkrock und alternativer Metal... Diesen Samstag, den 29. August 2026, hat Rock en Seine erneut im Rhythmus des Rocks in all seinen Formen mitgerissen! Rückblick auf den vierten Tag, der u. a. von Konzerten von LANDMVRKS, Novelists, Amyl and the Sniffers oder Deftones, dem Headliner dieses vorletzten Tages, geprägt war!

Je mehr Tage vergehen, desto unausweichlicher wird das Ende von Rock en Seine, Ausgabe 2026. Während der fünfte und letzte Tag des Festivals im Großraum Paris für diesen Sonntag, den 30. August vorgesehen ist, unter anderem The Cure, Interpol und Mogwai als Headliner, haben sich die Festivalbesucher nochmals so richtig vergnügt an diesem Samstag, dem 29. August.

Für diesen vierten Tag stand natürlich der Rock im Mittelpunkt und die Jugend war deutlich präsent, die insbesondere bei den Auftritten von Deftones, Turnstile und LANDMVRKS dabei war. In den Festivalgassen tragen viele stolz T-Shirts mit dem Emblem der Marseille-Band oder des Baltimore-Phänomens. Andere entschieden sich für Regenstiefel – das unfehlbare Accessoire an einem Samstag, an dem der Schlamm sich auf einem Großteil des Geländes breitgemacht hat.

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Trotz des Regens, der bis etwa 17 Uhr auf dem Domaine national de Saint-Cloud niederprasselte, waren die Festivalbesucher fest entschlossen, ihren vorletzten Tag zu genießen – und das verführerische Line-up versprach einiges.

Scharfe Riffs und pyrotechnische Effekte... Novelists haben die Festivalbesucher geweckt

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© Olivier Hoffschir

Beginnen wir mit den Franzosen von Novelists! Ein echtes Highlight dieses Trios, das 2013 von den Brüdern Amael und Florestan Durand gegründet wurde – jeweils Schlagzeuger und Gitarrist. Sie bewegen sich im Metalcore und im progressiven Metal, und heute tourt Novelists durch ganz Frankreich, um ihre wütenden Rhythmen und verheerenden Riffs erklingen zu lassen. An diesem Samstagnachmittag lieferte Novelists ein besonders kraftvolles Set, unter anderem mit einigen Stücken aus ihrem fünften und bislang letzten Album, "Coda".

Während die Pyroeffekte die ersten Reihen illuminieren und erwärmen, zieht die Sängerin Camille Contreras, seit 2023 Teil der Truppe, alle Blicke auf sich – mit ihrem imposanten rosafarbenen Kleid und ihrer kraftvollen, markanten Stimme. Die Körper bewegen sich rasant, headbangings häufen sich und eine wall of death wird das fröhliche Ambiente abschließen und die perfekt inszenierte, besonders gelungene Show zu einem Höhepunkt machen! Notwendig zu erwähnen ist auch die überraschende Präsenz von Florent Salfati, dem Frontmann von LANDMVRKS, auf dem Stück "Heretic"! Um Novelists in Paris erneut live zu erleben, wisst ihr: Die Band rockt am 23. April 2027 im Olympia.

LANDMVRKS, die Band aus Marseille, hat die Große Bühne in Flammen gesetzt

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© Antoine Jaussaud

Es war eine der mit Spannung erwarteten Bands des vierten Tages. Und das aus gutem Grund: LANDMVRKS hat unter anderem den Preis für das Album des Jahres mit "The Darkest Place I’ve Ever Been" gewonnen, doch auch den Titel des Künstlers des Jahres bei der ersten Zeremonie Les Foudres organisiert im Oktober 2025. Die Band aus Marseille kann zudem auf eine treue Fangemeinde zählen. Und so drängten sich am Samstag zahlreiche vor der Grande Scène, um dem Auftritt ihrer Lieblingsband beizuwohnen.

Ergebnis? Wenn LANDMVRKS die Bühne stürmen, um ihren Hit "Creature" zu interpretieren, kocht die Stimmung bereits über. Die Fans johlen, singen bei vielen Songs im Chor mit. Auf der Bühne geht die Truppe bestens drauf zu Werke und scheut nicht davor zurück, die Pyrotechnik im Takt ihrer kraftvollen Metalcore-Nummern zu entfesseln. Der dynamische Frontmann Florent Salfati, der für diesen Anlass live ein Graffiti auf eine Leinwand bringen wird, ruft die Festivalgäste dazu auf, die circle pit und wall of death weiter zu befeuern. Kurz gesagt, die Marseillais haben eindrucksvoll bewiesen, dass die französische Metalszene noch lange nicht ausgespielt ist!

Ein besonders mitreißendes und euphorisches Set der australischen Band Amyl and the Sniffers

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Im Jahr 2023, bei ihrem bislang letzten Auftritt auf dem Rock en Seine, Amyl and the Sniffers hatten alle überrascht: ein brachiales Mix aus Pub-Rock und Punk, gepaart mit der überschäumenden Bühnenpräsenz von Amy Taylor. Diese Saison, zu ihrer Rückkehr ins Domaine national de Saint-Cloud, ließ das australische Quartett die Festivalbesucher erneut tanzen – dank guter Laune, Großzügigkeit auf der Bühne und einer gehörigen Portion Extravaganz.

Denn Amyl and the Sniffers geben live einfach alles. Sonderlob geht an die Sängerin Amy Taylor. Für diesen Auftritt setzte sie eine voluminöse Frisur in Szene, inspiriert von den Rock-Ikonen der 70er Jahre wie Cherie Currie oder Dolly Parton; die Künstlerin — vor Energie nur so sprudelnd — sprang, wippte und tanzte von einer Seite der Bühne zur anderen. Immer noch so aufgedreht und live total engagiert, haben Amyl and the Sniffers an diesem Samstagabend eine ordentliche Lektion in Rock'n'Roll gegeben!

Deftones, eine Show, die über 35 Jahre Bandgeschichte Revue passieren lässt

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© Olivier Hoffschir

A uch dieses Jahr wurden sie bei Rock en Seine sehnsüchtig erwartet! Bereits seit über 35 Jahren tourt die Band Deftones mit ihrem alternativen Metal um die Welt. Getragen von dem charismatischen Chino Moreno und seiner unverwechselbaren Stimme, die sphärische Stimmungen mit intensiven Schreien mischt, ist Deftones noch lange kein Comeback der unumstrittenen Größe der Metal-Szene. Das haben sie uns am Samstagabend eindrucksvoll bewiesen, auch wenn der Sound nicht immer optimal war und die Stimme des Frontmanns nicht durchgängig sauber klang.

Ungefähr eine Stunde und 20 Minuten lang – etwas zu kurz nach unserem Geschmack – ließ die aus Sacramento stammende Band uns in ihr reiches Repertoire eintauchen. Eine Gelegenheit, im Live-Vier-wiederentdeckt zu werden einige ihrer alten Hits zu entdecken, wie Be Quiet and Drive (Far Away) als Auftakt, oder auch das unbeirrbare My Own Summer (Shove It) und das kraftvolle Change (In the House of Flies). Doch die Truppe nutzte die Gelegenheit auch, mehrere neuere Stücke zu interpretieren, darunter das ausgezeichnete my mind is a mountain, sowie locked club und milk of the madonna. Auf den Großbildschirmen liefen visuelle Effekte und computergenerierte Animationen, die eine immersive Atmosphäre zwischen abstrakten Landschaften und traumhaften Gestalten schufen. Es war schön, aber man hätte sich doch gerne noch mehr Aufnahmen von Chino Moreno gewünscht, der energetische Sprünge zeigt, und von seiner Band – gerade wenn man weit abseits der Main Stage steht.

Diesen Samstag bleibt das mitreißende Konzert von Turnstile auf der Cascade-Bühne in Erinnerung, das engagierte, tief punkige Set der Briten von Lambrini Girls und die ultra-dynamische Show der Amerikaner von AFI, getragen von der mitreißenden Energie ihres Frontmanns Davey Havok.

Der krönende Abschluss des Rock en Seine steht an diesem Sonntag, dem 30. August, auf dem Programm: Die Briten von The Cure, außerdem die Schotten von Mogwai, die Amerikaner von Interpol und die Engländer von Slowdive.

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Rock en Seine kehrt diese Woche zurück ins Domaine national de Saint-Cloud! Das Festival im Großraum Paris lädt Sie zu fünf Tagen voller Konzerte und Festlichkeiten ein, vom Mittwoch, dem 26., bis Sonntag, dem 30. August 2026. Auf dem Programm stehen unter anderem The Cure, Nick Cave & The Bad Seeds und Tyler, The Creator, aber auch Deftones, Turnstile, Franz Ferdinand oder Sparks, Kompromat, Clipse, Mogwai, Wolf Alice, Peaches und Lykke Li... Eine neue Ausgabe, die viel Freude verspricht! Hier erhalten Sie also das vollständige Programm pro Tag sowie die Konzertzeiten! [Mehr lesen]

Praktische Informationen

Standort

1 Avenue de la Grille d'Honneur
92210 Saint Cloud

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Zugang
U-Bahn: Linie 10, Endstation Boulogne-Pont de St-Cloud, Mit der Straßenbahn: T2 [Pont de Bezons-Porte de Versailles], Haltestelle Parc de St-Cloud Mit dem Bus: Linien 52, 72, 126, 175, 460, 467, Haltestelle Parc de St-Cloud Linie 160, Endstation Pont de St-Cloud-Albert Kahn Linie 260, Haltestelle Rhin et Danube-Musée Albert Kahn

Offizielle Seite
www.rockenseine.com

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