Das Henri-Pick-Geheimnis auf France 3 mit Fabrice Luchini und Camille Cottin

Von Julie de Sortiraparis · Aktualisiert am 28. September 2026 um 11:39
Le Mystère Henri Pick, eine literarische Komödie von Rémi Bezançon mit Fabrice Luchini und Camille Cottin, wird am 28. September 2026 um 21:10 Uhr auf France 3 ausgestrahlt.

Das Geheimnis von Henri Pick, Rémi Bezançons literarische Komödie, adaptiert aus dem Roman von David Foenkinos, läuft am Montag, den 28. September 2026 um 21:10 Uhr auf France 3. Fabrice Luchini und Camille Cottin ermitteln dort über den wahren Urheber eines Manuskripts, das zu einem medialen Phänomen geworden ist.

In einer bretonischen Bibliothek, die Manuskripte sammelt, die von Verlagen abgelehnt wurden, entdeckt eine junge Verlegerin einen bemerkenswerten Text mit dem Titel Die letzten Stunden einer Liebesgeschichte. Dem Buch wird Henri Pick zugeschrieben, einem Pizzaiolo, der zwei Jahre zuvor gestorben ist, und es entwickelt sich rasch zum großen Erfolg.

Diese Enthüllung wirft dennoch Zweifel auf: Die Witwe von Henri Pick behauptet, ihr Mann habe nie etwas anderes geschrieben als seine Einkaufsliste. Überzeugt davon, einer Täuschung gegenüberzustehen, beginnt der Literaturkritiker Jean-Michel Rouche eine Recherche – gemeinsam mit Joséphine, der Tochter des vermuteten Autors.

Der Trailer zu Das Rätsel von Henri Pick

Im Kino lief er 2019 an: Le Mystère Henri Pick wurde von Rémi Bezançon inszeniert, der auch das Drehbuch gemeinsam mit Vanessa Portal schrieb. Der Film versammelt Fabrice Luchini, Camille Cottin, Alice Isaaz, Bastien Bouillon, Astrid Whettnall, Josiane Stoléru, Marc Fraize und Hanna Schygulla.

Der Spielfilm basiert auf dem 2016 von David Foenkinos veröffentlichten Roman. Während das Buch eine vielstimmige Erzählstruktur besitzt, rückt die Adaption die Handlung stärker auf Jean-Michel Rouche in den Fokus und schenkt seiner Untersuchung an der Seite von Joséphine Pick mehr Raum.

Die Dreharbeiten fanden größtenteils in der Bretagne statt, wo die Entdeckung des Manuskripts eine nationale literarische Debatte in Gang setzt. Zwischen Ermittlungen und Figurenkomik fragt die Erzählung danach, wie ein Erfolg entsteht, wer ein Autor wirklich ist und wo die Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion verläuft.

Unser Urteil zu Le Mystère Henri Pick:

Le Mystère Henri Pick lässt sich nicht einfach so fürs Kino adaptieren. In David Foenkinos’ Originalwerk basiert die Handlung stark auf Innenperspektiven, unausgesprochenen Andeutungen und variierenden Blickwinkeln. Man musste dieses literarische Material in eine lebendige Erzählung verwandeln, die die Figuren auch auf der Leinwand zum Leben erweckt. In dieser Hinsicht meistert der Film von Rémi Bezançon die Herausforderung vergleichsweise gut: Er legt mehr Raum auf Dialoge und die Dynamik zwischen den Figuren.

Im Zuge der Adaption verschwinden oder werden mehrere romanische Figuren zusammengeführt, um die Geschichte um den Literaturkritiker Jean-Michel Rouche, gespielt von Fabrice Luchini, enger zu fassen. Diese dramaturgische Entscheidung vereinfacht die chorale Struktur des Romans und verwandelt die Handlung in eine wahre Ermittlungsreise, getragen von Rouches skeptischer, belesener Neugier und seinem leicht spöttischen Tonfall.

Beziehung zwischen Rouche und Henri Pickes Tochter, die von Camille Cottin verkörpert wird, zählt zudem zu den Treibern des Films. Besonders auffällig ist die Wandlung einer Nebenfigur aus dem Roman – eine eher karikierte Unterwäscheverkäuferin – zur kultivierten Lehrerin mit leidenschaftlicher Lesewucht. Dieser Wandel verleiht dem Film mehr Nuancen und ermöglicht es Camille Cottin, eine Präsenz zu zeigen, die zugleich einfühlsam und entschlossen gegenüber Luchinis blühender Rhetorik steht.

Ohne auf Effektjagd zu gehen, stützt sich der Film auf eine zurückhaltende Inszenierung und die Anziehungskraft des Rätsels: die wahre Identität des Autors des Romans Les dernières heures d'une histoire d'amour. Rémi Bezançon schafft allmählich eine Atmosphäre aus Neugier und Zweifel, die das Verfolgen der Ermittlung bis zum Schluss reizt. So lässt man sich gern von diesem literarischen Spiel mitziehen, bei dem die zentrale Frage offen bleibt: Ist Henri Pick tatsächlich der Autor dieses Manuskripts, das zum Bestseller geworden ist?

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Termine und Öffnungszeiten
Am 28. September 2026

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