In dem Drama Pas de vagues (Keine Wellen) führt Teddy Lussi-Modeste den Zuschauer mitten in einen heiklen Fall, der einen jungen Lehrer betrifft, der von einer seiner Schülerinnen fälschlicherweise des Mobbings beschuldigt wird. Der Film, in dem François Civil mitspielt, ist von einer persönlichen Episode des Regisseurs inspiriert. Das gegen den Strom schwimmende Werk, das am 27. März 2024 in die Kinos kommen soll, verspricht, zu fesseln und zum Nachdenken über Machtdynamiken und Ungerechtigkeiten innerhalb des Bildungswesens anzuregen.
Julien, gespielt von François Civil, ist ein engagierter Lehrer, der von seinen Schülern geschätzt wird. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als von einer von ihnen eine Anschuldigung der Belästigung ausgeht und eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt, die Julien nicht nur von seinen Schülern, sondern auch von seinen Kollegen isolieren. Trotz seiner Unschuld entzündet sich die Situation schnell und stellt ihn vor ein komplexes moralisches und berufliches Dilemma.
François Civil, bekannt für seine Rollen in Deux moi et Le Chant du Loup oder zuletzt in Les Trois Mousquetaires, beweist einmal mehr sein Talent, komplexe Charaktere zu verkörpern, die von Menschlichkeit geprägt sind. Shaïn Boumedine, der in Mektoub, My Love bekannt wurde, verleiht dem Film Tiefe und Intensität, während Mallory Wanecque und Agnès Hurstel die Besetzung mit ebenso bemerkenswerten Leistungen vervollständigen.
Unsere Meinung zu Pas de vagues :
Pas de Vagues, der direkt auf der persönlichen Geschichte seines Regisseurs Teddy Lussi-Modeste basiert, lässt den Zuschauer in die turbulente Welt von Julien (gespielt von François Civil) eintauchen, einem jungen Lehrer, der mit einer Anschuldigung konfrontiert wird, von einer seiner Schülerinnen belästigt worden zu sein. Der Film steht im Gegensatz zu den aktuellen Nachrichten, die Pädagogen eher in die Rolle des Täters als in die des Opfers drängen, und behandelt mutig und komplex die moralischen Dilemmas und ethischen Herausforderungen, mit denen Lehrer im heutigen Bildungssystem konfrontiert sein können.
Der Film zeichnet sich dadurch aus, dass er die Dynamik des Mobbings nicht nur unter Schülern erforscht, sondern auch gegen unerfahrene Lehrer gerichtet ist. Er stellt die herzzerreißende Frage, wie man seine Autorität und den Respekt in einer Klasse von Teenagern aufrechterhalten kann, in einer Umgebung, in der jede Interaktion falsch interpretiert werden kann. Er schildert eindringlich die Einsamkeit und Verlassenheit, die manche Lehrer bei ihrem Kampf um die Aufrechterhaltung von Ordnung und Respekt in ihren Klassen empfinden.
Juliens Abstieg in die Hölle, der von seinen Kollegen und seiner Hierarchie nach und nach verlassen wird, unterstreicht die Ohnmacht gegenüber einem System, das diejenigen zu zermalmen scheint, die es eigentlich schützen sollte. Julien, der mit dem Tod bedroht wird, Angst um seine Sicherheit hat, viel mehr als um seinen Ruf, und von der finanziellen Last seiner Verteidigung erdrückt wird, verkörpert die Verletzlichkeit von Lehrern in Extremsituationen.
Der Soundtrack, eine Zusammenstellung aus klassischer Musik und kalten metallischen Klängen, fügt dem Film eine weitere Ebene der belastenden Atmosphäre hinzu und verkapselt perfekt das Gefühl der Hilflosigkeit durch Juliens Höllenfahrt, die ihn zunehmend isoliert, wütend und mit einer Anklage konfrontiert, die ihn überfordert.
Die Worte des Schulleiters an Julien"Herr Keller, keine Wellen" hallen wie ein unheimliches Echo durch den Film und unterstreichen die Tendenz des Systems, Probleme eher zu vertuschen als sich ihnen zu stellen. Der Film verdeutlicht, wie komplex es ist, in diesen trüben Gewässern zu navigieren, in denen die Wahrheit erst dann ans Licht kommt, wenn alle Parteien miteinander konfrontiert werden.
Eine besonders eindrucksvolle Szene ist die, in der der verzweifelte Julien seinem Partner anvertraut, dass er nicht so weit gehen will, seine Homosexualität zu offenbaren, um seine Unschuld zu beweisen, und verzweifelt suggeriert, dass ihn das von den Anschuldigungen entlasten würde. Die Erwiderung"Ich werde der Schule doch nicht sagen, dass ich depressiv bin, um zu beweisen, dass ich kein kleines Mädchen belästigt habe?" spiegelt die Komplexität und Unsicherheit seiner Situationeindringlich wider. Später antwortet ihm die Inspektorin des Bildungsministeriums oder des Rektorats auf eine Art und Weise, die die Absurdität und Verzweiflung seines Dilemmas unterstreicht: "Da, in diesem Fall, würde es Ihnen helfen!".
Teddy Lussi-Modeste erzählt nicht nur seine Geschichte; er lädt zum Nachdenken über die verheerenden Folgen von Gerüchten und unbegründeten Anschuldigungen ein. Durch das Prisma dieses Schulfalls untersucht der Film universelle Themen wie Wahrheit, Gerechtigkeit und Solidarität und spiegelt damit aktuelle gesellschaftliche Probleme wider.
Letztendlich versteht sich Pas de Vagues als Weckruf für die Herausforderungen, denen sich junge, wohlwollende Lehrer gegenübersehen können, die trotz aller Hindernisse versuchen, eine bedeutsame Beziehung zu ihren Schülern aufzubauen. Der Film ist ein kraftvolles Zeugnis der Resilienz gegenüber Widrigkeiten und ein Plädoyer für eine systemische Veränderung des Bildungsansatzes und der Krisenbewältigung.
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