Unter der Regie von Aude Léa Rapin ist Planète B ein französischer Science-Fiction-Thriller, in dem Adèle Exarchopoulos, Souheila Yacoub und Eliane Umuhire die Hauptrollen spielen. Der Film kam am 25. Dezember 2024 in den Kinos heraus und wird ab 28. März 2026 auf Netflix verfügbar sein. Als zweiten Langfilm der Regisseurin nach Les Héros ne meurent jamais, der beim Critic’s Week in Cannes gezeigt wurde, setzt sich das Werk in einer dystopischen Erzählung mit den aktuellen politischen Spannungen auseinander.
Frankreich, 2039. Aktivisten, die vom Staat gejagt werden, verschwinden spurlos. Unter ihnen ist Julia Bombarth. Als sie erwacht, erkennt sie, dass sie in einer unbekannten Welt gefangen ist – eine Entität namens Planet B. Diese Parallelwelt, deren Grenzen unscharf sind, stellt die junge Frau vor eine fragile Realität, in der sich die Grenze zwischen Simulation, Gefangenschaft und politischer Manipulation verwischt.
Im Verlauf dieser Geschichte beschäftigt sich das Werk mit Massenkontrolle, autoritärer Tendenz und dem schleichenden Verlust unserer Grundfreiheiten. Inspiriert von aktuellen sozialen Bewegungen – von den Gelbwesten bis hin zu internationalen Protesten – basiert das Drehbuch vor allem auf den Texten des Invisible Komitees. Der Film baut eine stetige psychologische Spannung auf, die zwischen Science-Fiction-Thriller und psychologischem Thriller pendelt, und folgt einer Protagonistin, die sich in einem undurchsichtigen System zurechtfinden muss.
Das Projekt entstand aus einer persönlichen Erfahrung der Regisseurin, geprägt von einem Gefühl der Einsamkeit in einem mediterranen Hotel, das als fiktives Settings diente. Um ihre Welt zu gestalten, zitiert Aude Léa Rapin Referenzen, die von Punishment Park von Peter Watkins über Blade Runner von Ridley Scott bis hin zu Get Out von Jordan Peele und der Serie Der Gefangene reichen. Das Ästhetische verbindet eine düstere, „im Dunkel geformte“ reale Welt, gemeinsam mit Kameraleiterin Jeanne Lapoirie, mit einem virtuellen Raum, der heller erscheint und fast paradiesisch wirkt.
Der Soundtrack stammt von Bertrand Bonello, der bereits bei der Vorbereitung der Dreharbeiten mit an Bord war. Die speziell im Nachhinein fein abgestimmten Klangwelten tragen maßgeblich zur Schaffung unterschiedlicher Atmosphären bei – realistisch, virtuell, albtraumhaft. Der Film verfolgt zudem eine klare feministische Perspektive, mit einer starken weiblichen Hauptfigur und einem überwiegend weiblichen Kreativteam. Im Jahr 2025 erhält Souheila Yacoub die César-Auszeichnung als beste Nachwuchsschauspielerin.
In der Tradition von politischen Zukunftsszenarien wie Children of Men oder Equilibrium stellt Planète B die individuelle Widerstandskraft gegen eine technologische und sicherheitsorientierte Regierung in den Mittelpunkt. Die Ausstrahlung auf Netflix macht diesen französischen dystopischen Film einem breiten Publikum zugänglich und verbindet Genre-Kino mit nachdenklicher politischer Reflexion.
Planète B
Film | 2024
Kinostart: 25. Dezember 2024
Verfügbar auf Netflix ab 28. März 2026
Science-Fiction, Thriller | Laufzeit: 1h58
Regie: Aude Léa Rapin | Mit Adèle Exarchopoulos, Souheila Yacoub, Eliane Umuhire
Originaltitel: Planète B
Herkunft: Frankreich
Indem der Film politische Dystopie, mentale Isolation und den Kampf um Selbstbestimmung miteinander verbindet, zeichnet er ein düsteres Bild einer nahen Zukunft. Hier stößt die aufbegehrende Jugend auf ausgeklügelte Überwachungsstrukturen. Adèle Exarchopoulos verleiht dieser Genre-Konstellation eine tief menschliche Note, die von einem Verlust an Orientierung geprägt ist.
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