Die Odyssee, adaptation des Homerschen Gedichts, kommt am 15. Juli 2026 in Frankreich ins Kino. Regie führt Christopher Nolan; im Cast ist Matt Damon als Odysseus zu sehen, umgeben von Tom Holland, Anne Hathaway, Zendaya, Robert Pattinson und Charlize Theron.
Die Odyssee
Film | 2026
Kinostart: 15. Juli 2026
Action, Fantastik
Von Christopher Nolan | Drehbuch: Christopher Nolan
Mit Matt Damon, Tom Holland, Charlize Theron, Anne Hathaway, Zendaya, Robert Pattinson
Originaltitel: The Odyssey
Nationalität: Vereinigte Staaten
Diese Adaption folgt Odysseus nach dem Trojanischen Krieg, wie er versucht, nach Ithaka heimzukehren und Penelope wieder in die Arme zu schließen. Seine Reise, im Zentrum des homerischen Grundtexts, führt ihn durch stürmische Seefahrten, mythologische Gestalten und eine lange Geduldsprobe der Familie, während sein Sohn Telemachos mit den Freiern konfrontiert wird, die sein Heim bedrohen.
Der neueste Trailer rückt das Ausmaß der Erzählung stärker in den Vordergrund: Kämpfe, Stürme, Kreaturen und die Spannungen rund um Odysseus’ Rückkehr. Er bekräftigt zudem die bedeutende Rolle mehrerer Schlüsselfiguren: Telemachos, gespielt von Tom Holland, Penelope, verkörpert von Anne Hathaway, und Antinous, dargestellt von Robert Pattinson.
Der Film setzt Nolans Zusammenarbeit mit mehreren Darstellern fort, die er schon in seiner Filmografie hatte, darunter Matt Damon, Anne Hathaway und Robert Pattinson. Im Ensemble finden sich außerdem Zendaya, Charlize Theron, Lupita Nyong’o, Jon Bernthal, Mia Goth und John Leguizamo. Die offizielle Website des Films gibt an, dass The Odyssey mit analogen IMAX-Kameras gedreht wurde – ein zentrales Versprechen des Spektakels, das das Projekt tragen soll.
Neuer Trailer zu Die Odyssee:
Inhaltlich richtet sich Die Odyssee an Fans der griechischen Mythologie, epischer Erzählungen und großer Abenteuerfilme. Das Projekt reiht sich zudem in Nolans Werkreihe ein, das um Zeit, Warten und Rückkehr gebaut ist — bereits in anderer Form zu sehen in Interstellar oder Dunkirk.
Unsere Kritik zu L'Odyssée von Christopher Nolan:
Mit L’Odyssée gelingt Christopher Nolan der Drahtseilakt, eine mythologische Epik zu übertragen, ohne in ein Peplum abzurutschen: Er bereinigt das Bild eines visuellen Überschusses, um eine Version zu bieten, die dem Mythos nahekommt und bei Kostümen und Ausstattung eher edel und zurückgenommen bleibt – jedoch mit veränderter Erzählweise.
Hier ade der linearen Erzählweise: Der Regisseur wählt bewusst eine Brechung des Erzählrhythmus, indem er zwei parallele Handlungsstränge präsentiert, die sich abwechseln. Einer davon (die Reisen Odysseus zu Calypso) wird durch Flashbacks zu den Abenteuern des Königs von Ithaka ergänzt. Circe, Zyklop, Poseidons Zorn ... nichts fehlt in diesem drei Stunden umfassenden Film, der sogar mit einem Rückblick auf die Schlussphase des Trojanischen Krieges beginnt.
Ein weiterer Aspekt der Erzählung: Abgesehen von dieser besonders cleveren Struktur überzeugt das Drehbuch durch eine sorgfältige, präzise und pointierte Schreibe, insbesondere bei den Übergängen und der Abfolge des Erzählflusses.
Ein Wermutstropfen bleibt beim Ton: Manche Szenen – namentlich der heftige Orkan, der Odysseus’ Boot dezimiert, und das Heulen des Zyklopen – sind ausgesprochen laut und dem Ohr unangenehm, doch das ist Absicht: Die Idee ist, das „Schreckliche“ zu markieren, mithilfe unhörbarer Geräusche für das menschliche Ohr, die eine gewisse übernatürliche Note betonen.
Zum Casting lässt sich wenig bemängeln: Die Besetzung passt gut zu jeder Figur, auch wenn man sich gewünscht hätte, mehr von Athena/Zendaya zu sehen. Eine besondere Erwähnung gilt Robert Pattinson, der in der Rolle des Antinoos köstlich grausam wirkt, und Tom Holland als überzeugend dargestelltes Telemachos.
Ein Film, den man sich ansehen sollte – für alle Liebhaber von Nolans Kino ... und natürlich von mythologischer Adaption.
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