Japan inspiriert vier französische Designer im Musée des Arts Décoratifs zur Paris Design Week 2026

Von Audrey de Sortiraparis · Fotos von Audrey de Sortiraparis · Aktualisiert am 4. September 2026 um 16:25
Das Musée des Arts décoratifs richtet den Blick auf Kyoto zur Paris Design Week 2026. Ab dem 10. September präsentieren dort vier französische Designer Kreationen, die sie während ihres Residenzaufenthalts in Japan entworfen haben, in einem Parcours, der bis Januar 2027 zu sehen ist.

Während der Paris Design Week verlegt das Design seine Zelte quer durch die Hauptstadt – sogar in Museen. Vom 10. bis 19. September 2026 laden Studios, Galerien, Institutionen und auch unerwartete Adressen Neugierige ein, sich rund um Möbel, Materialien, Handwerk und zeitgenössische Kreation auszutauschen. Ein Programm im Großstadtdimension Paris, in dem Nachwuchsdesigner und große Namen der Branche Disziplinen und Ideen kreuzen.

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Im Musée des arts décoratifs richtet sich der Blick diesmal nach Japan. Bereits am 10. September 2026 präsentiert die Institution Paris > Kyoto > Paris. Vier Designer kehren aus Japan zurück, eine Ausstellung mit Nina Fradet, Tony Jouanneau, Felipe Ribon und Marion Vidal, allesamt ehemalige Residenzen der Villa Kujoyama in Kyoto. Rund zwanzig Werke und Installationen, entstanden im Nachhall ihres Aufenthalts in Japan, finden ihren Platz in den Sammlungen des Museums. Doch es geht nicht darum, die japanischen Codes einfach zu kopieren: Jeder Designer interpretiert sie durch seinen eigenen Filter, an der Schnittstelle von Design, Handwerk, Wissenschaft, Architektur und Mode.

Der Dialog mit dem japanischen Handwerk zeigt sich auch in Materialien und Gesten. Ausgebildet in der Möbeltischlerei an der École Boulle, vermengt Nina Fradet Holzarbeit mit dem Takezaiku, der traditionellen japanischen Bambusflechtung, in Skulpturen, die an die Fasern des menschlichen Körpers erinnern. Tony Jouanneau arbeitet hingegen mit Textil und Lebendigem: Seine Serie ECHIRO verbindet die Shibori-Technik mit Pigmenten, die unter anderem aus Seeigeln stammen, sowie pflanzliche und mineralische Farbstoffe. Felipe Ribon geht eher sinnlich vor mit skulpturalen Räucherstationen, inspiriert von der japanischen Räucherkultur, während Marion Vidal das Bambusmaterial durch Schmuck und Installation mit ihrer Cérémonie du bijou erforscht, gespeist unter anderem von der Teezeremonie.

Die Paris Design Week geht am 19. September zu Ende, doch die Ausstellung gönnt sich eine Verlängerung. Paris > Kyoto > Paris bleibt im Musée des Arts décoratifs zu sehen bis zum 3. Januar 2027, im Rahmen des Programms „Sur invitation / Design“, das die Institution 2025 ins Leben gerufen hat, um der jungen Kreativität mehr Raum zu geben. Und im Gegensatz zu vielen Terminen der Paris Design Week ist diese Präsentation nicht kostenlos: Da sie in den Dauerausstellungen gezeigt wird, ist der Eintritt mit dem Eintrittsticket für die Sammlungen des Museums möglich.

So lässt sich die Reise auch lange nach dem Wiedereinstieg fortsetzen – ohne die Rue de Rivoli zu verlassen!

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 10. September 2026 bis 3. Januar 2027

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Standort

    107 Rue de Rivoli
    75001 Paris 1

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    Infos zur Barrierefreiheit

    Tarife
    Tarif -25 ans : Kostenlos
    Plein tarif : €15

    Offizielle Seite
    madparis.fr

    Reservierungen
    billetterie.madparis.fr

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