Nach einer ersten Ausgabe im Jahr 2025 setzt das CNRS erneut an und präsentiert eine Halloween-Nacht, in der das Unheimliche unter dem Mikroskop sichtbar wird. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, ausnahmsweise die Tore des Schloss Button, gelegen auf dem Wissenschaftscampus von Gif-sur-Yvette, zu überschreiten, um Forscher aus neun Laboren am 30. Oktober 2026 kennenzulernen.
Kein klassisches Gruselhaus und kein Umzug blutdürstiger Kreaturen: Das Programm setzt stattdessen auf große Ängste und knifflige Rätsel, die unsere Fantasie prägen, um die Welt um uns herum zu hinterfragen. Was wissen wir wirklich über den Tod? Welche Hinweise können Mumien noch liefern? Wie verfolgen Wissenschaftler unsichtbare Materie im Universum? All diese Fragen werden an diesem Abend erforscht, bei dem Neugier der rote Faden ist.
Das erste Treffen, betitelt "An den Grenzen des Jenseits: Zwischen Wissenschaft und Glauben", findet von 19 bis 20 Uhr statt. Geister, biologische Prozesse, Wiedergeburt und Phänomene, die als unerklärt gelten, werden mit den Methoden der Forschung konfrontiert. Die Debatte wird Damien Charabidze, vom Zentrum für Rechtsgeschichte, Stéphane Charpier, vom Institut für Gehirn, und Grégory Delaplace, vom Zentrum für Forschung über Zivilisationen Ostasiens, zusammenbringen.
Diese Diskussion wird insbesondere verdeutlichen, wie Wissenschaften, Geschichte und die Erforschung von Glaubensvorstellungen unseren Umgang mit dem Tod erhellen können. Es geht also nicht darum, die Existenz von Geistern mutig zu beweisen oder zu widerlegen, sondern darum, die Erzählungen, Wahrnehmungen und Mechanismen zu begreifen, die unser Bild vom Jenseits prägen.
Von 20:30 bis 21:30 Uhr können Besucher an der Podiumsdiskussion "Unter den Binden enthüllen sich die Mumien" teilnehmen. Hinter ihrem beunruhigenden Erscheinungsbild verbergen sich diese gut erhaltenen Körper als wertvolle Archive, um antike Zivilisationen, Bestattungsrituale, die bei der Mumifizierung verwendeten Materialien und die Erhaltungsbedingungen zu erforschen.
Moderne Techniken ermöglichen heute, solche Zeugnisse zu analysieren, ohne sie unnötig zu verändern. Didier Gourier vom Institut für Forschungschemie Paris, Maguy Jaber vom Labor für Molekulare Archäologie und Strukturforschung und Roberto Vargiolu vom Labor für Tribologie und Dynamik der Systeme stellen die Werkzeuge vor, mit denen man diese Relikte auch Jahrhunderte nach ihrer Herstellung zu Wort bringen kann.
Schließlich erhält der Abend von 22 bis 23 Uhr eine kosmische Note mit "Dunkle Materie, dieses dunkle kosmische Rätsel". Unsichtbar und noch immer schwer zu erfassen, soll Dunkle Materie etwa 84 % der Materie im Universum ausmachen. Ihre Existenz lässt sich aus ihren gravitativen Effekten ableiten, doch ihre Natur bleibt eine der großen offenen Fragen der modernen Physik.
Die Forscher Xavier Bertou, Julien Billard, Yoann Kermaidic und Julien Lavalle präsentieren die Spuren, die die Wissenschaftler verfolgt haben, sowie die Experimente, die sie entworfen haben, um diese schwer fassbare Materie nachzuweisen. Eine Möglichkeit, den Abend damit abzurunden, indem man einen Blick in die dunkelsten Winkel des Universums wirft.
Das Escape-Game "Das Geheimnis der Fledermäuse" kehrt zur Ausgabe 2026 zurück. Die Handlung führt die Spieler in das fiktive Labor von Dr. Vanderbruck, einem Fledermaus-Experten, der Hals über Kopf nach Patagonien aufgebrochen ist, während er kurz davor stand, eine bahnbrechende Entdeckung zu machen.
Bevor er abreiste, hinterließ der Forscher unvollendete Experimente, die die Teilnehmer zu retten versuchen sollen. Als Team treten sie an, eine Reihe von Rätseln zu lösen und zugleich die Forschungen des CNRS über diese nachtaktiven Säugetiere, ihr Verhalten und ihre Rolle in den Ökosystemen kennenzulernen.
Vier Zeitslots sind angekündigt: 19–20 Uhr, 20–21 Uhr, 21–22 Uhr und 22–23 Uhr, wobei zu jedem Slot zwei Durchgänge geplant sind. Die Plätze dürften daher begrenzt bleiben – zumal die Veranstaltung 2025 rasch ausverkauft war.
Die schaurig-wissenschaftliche Abendveranstaltung findet am Freitag, dem 30. Oktober 2026, von 19 bis 23 Uhr im Château de Button auf dem CNRS-Campus in Gif-sur-Yvette im Département Essonne statt.
Die Teilnahme erfolgt ausschließlich nach Anmeldung. Die Reservierungen öffnen am Montag, den 21. September 2026, über die offizielle Seite der Veranstaltung. Die Zugangsmodalitäten und gegebenenfalls die jeweiligen Voraussetzungen jeder Aktivität werden zum Zeitpunkt der Anmeldung bekannt gegeben.
Diese zweite Ausgabe bietet somit eine ganz eigentümliche Art, Halloween in der Île-de-France zu feiern: Die Streifen verbergen wissenschaftliche Informationen, Fledermäuse werden zu den Heldinnen einer Ermittlung, und die Dunkelheit führt bis zu den Mysterien des Kosmos.
Diese Seite kann KI-gestützte Elemente enthalten, weitere Informationen finden Sie hier.
Termine und Öffnungszeiten
Am 30. Oktober 2026
Von 19:00 bis 23:00
Standort
Button Castle
château de button
91190 Gif sur Yvette
Route berechnen
Zugang
RER B Bahnhof "Gif-sur-Yvette".
Tarife
Kostenlos
Empfohlenes Alter
Ab 14 Jahren
Offizielle Seite
www.iledefrance-gif.cnrs.fr
Weitere Informationen
Die Anmeldung öffnet am Montag, den 21. September 2026.