Traurige Nachrichten für Star Wars-Fans... David Prowse, der die physische Darstellung des größten Bösewichts in der Kinogeschichte, Darth Vader, in den Episoden IV bis VI der Weltraumsaga verkörperte, ist im Alter von 85 Jahren an den Folgen einer „kurzen Krankheit“ verstorben. Diese Nachricht wurde von seinem Agenten, Thomaw Bowington, in den sozialen Netzwerken veröffentlicht: „Er war ein wahrer Held in unserem Leben, sein Tod ist ein schmerzlicher Verlust, der uns zutiefst trifft – ebenso wie Millionen von Fans weltweit“, erklärte dieser außerdem im Gespräch mit der BBC. Und er schloss: „Möge die Macht immer mit ihm sein“.
Ein britischer Schauspieler, der seine Laufbahn zunächst im Sport begann, bevor er in die Welt von George Lucas eintauchte. David Prowse startete als Bodybuilder und wurde in den 1960er Jahren zweimal Weltmeister im Schwergewicht im Gewichtheben (1962 und 1964). Dann öffneten sich ihm die Türen zur Filmwelt: Zwischen 1967 und 1977 war er in mehreren Fernsehproduktionen zu sehen, darunter der Superheld Green Cross Code Man, der Kindern die Verkehrssicherheit beibringen sollte, sowie in bemerkenswerten Kinoauftritten. So war er etwa in Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick im Jahr 1971 zu sehen oder in mehreren Filmen des Hammer-Studios, in Rollen wie der Kreatur aus Frankenstein und das Monster aus der Hölle (1974). Zudem arbeitete er als Fitnesstrainer für Christopher Reeve in seiner Rolle als Superman sowie für Cary Elwes in Die Braut des Prinzen.
Doch seine prägendste Rolle ist zweifellos die des Darth Vader in der Star Wars-Saga... Es war George Lucas höchstpersönlich, der ihm anbot, Teil seines Weltraumabenteuers zu werden. Lucas hatte seine beeindruckende Körpergröße (1,98 m) bemerkt und wollte ihn entweder als den Wookie Chewbacca oder als den Sith-Lord besetzen. Er entschied sich für den Bösewicht im Film, weil "jeder sich an den Bösewicht erinnert", wie er erklärt. Eine Aussage, die heute kaum noch zutreffender ist.
Er übernimmt diese Rolle gemeinsam mit zwei weiteren Schauspielern: James Earl Jones, der seine Stimme dem Charakter leiht (da der Bristol-Dialekt von Prowse für George Lucas nicht passend war), sowie Sebastian Shaw, der ohne Helm auftritt. Die stimmlichen und visuellen Ersatzdarsteller wurden für den Schauspieler schließlich zu viel, was zu einer zunehmend kälteren Beziehung zu Lucasfilm führte – bis hin, dass er 2010 von der Convention ausgeschlossen wurde. Ein Mann des Kinos, der geht, aber tief im Gedächtnis zahlreicher Fans bleibt.















