Die Île-de-France bleibt von einem anhaltenden Ozon-Pollution-Episode betroffen. Nach einem ersten Tag mit Hinweisen und Empfehlungen kündigt die Polizeipräfektur die Einführung von Einschränkungen an, darunter die differenzierte Verkehrsbeschränkung, die ab dem Freitag, 19. Juni 2026 in Kraft tritt.
Laut Airparif dürfte die Informations- und Empfehlungsschwelle für Ozon, festgelegt auf 180 µg/m³, am kommenden Freitag erneut überschritten werden. Die angekündigten hohen Temperaturen und viel Sonnenschein begünstigen den Anstieg der Ozonwerte, wobei sich ein entsprechendes Ereignis voraussichtlich über mehrere Tage hinziehen könnte.
Ab Freitag, dem 19. Juni 2026, und bis zur Aufhebung der Maßnahmen gilt der differenzierte Verkehr täglich von 5:30 bis 23:59 Uhr innerhalb des vom A86 begrenzten Perimeters, ausgenommen die A86 selbst.
Konkret dürfen sich innerhalb dieses Bereichs nur Fahrzeuge mit einer Crit’Air-Vignette der Klassen 0, 1 oder 2 fortbewegen. Fahrzeuge der Klassen Crit’Air 3, 4, 5 sowie Fahrzeuge ohne Einstufung dürfen nicht verkehren, außer es liegt eine Ausnahme gemäß der geltenden Präfekturverordnung vor.
Die Präfektur der Polizei kündigt außerdem eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im gesamten Gebiet der Region an:
Transitfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen sind ebenfalls verpflichtet, das Pariser Ballungsgebiet über die Rocade Francilienne zu umfahren.
Um die Einwohnerinnen und Einwohner von Île-de-France dazu zu bewegen, ihr Auto stehen zu lassen, Île-de-France Mobilités aktiviert den Antipollution-Tarif von 5,10 € vom Freitag, 19. bis Sonntag, 21. Juni 2026. Dieser Tagespass ermöglicht unbegrenzte Fahrten im gesamten Île-de-France-Netz, Metro, RER, Bus, Straßenbahn und Transilien, von 00:00 bis 23:59 Uhr.
Achtung, das Abonnement muss jeden Tag neu gekauft werden: Ein Ticket für 5,10 € deckt nicht den gesamten Aktivierungszeitraum. Es kann auf eine Navigo Easy-Karte geladen, auf dem Smartphone über die ÖPNV-Apps genutzt oder an den Schaltern und Automaten der RATP- und SNCF-Bahnhöfe erworben werden.
Es müssen Kontrollen eingerichtet werden, um die Einhaltung dieser Maßnahmen sicherzustellen. Das Polizeipräsidium kündigt zudem mehrere ergänzende Maßnahmen an, darunter das Verbot offener Feuer im Freien, die Verschiebung von Instandhaltungs- oder Reinigungsarbeiten, die flüchtige organische Verbindungen freisetzen – wie Lösungsmittel, Lacke, Klebstoffe oder Farben – sowie spezifische Regelungen für bestimmte Industriezweige.
Der Einsatz von Generatoren, die zu Test- oder Wartungsarbeiten an Geräten verwendet werden, ist während dieses Vorfalls ebenfalls untersagt; außerdem werden Rodungs- bzw. Grünabfallverbrennungsarbeiten ausgesetzt.
Die Präfektur der Polizei rät, Autofahrten zu reduzieren, das Homeoffice zu bevorzugen und bei Bedarf Mitfahrgelegenheiten zu nutzen. Die Bewohner der Île-de-France werden zudem aufgefordert, ihre Belastung durch Luftverschmutzung zu begrenzen, insbesondere die verwundbarsten Gruppen, indem sie während der heißesten Stunden drinnen bleiben.
Ozon ozone kann Augenreizungen, Husten und Atembeschwerden verursachen, insbesondere bei Kindern, Asthmatikern und vulnerablen Personen. Dieser Zeitraum fällt zudem in den Kontext einer orangefarbenen Hitzewarnung in Paris, was den Appell zur Vorsicht weiter verstärkt.
Um die Entwicklung der Lage zu verfolgen, finden Sie offizielle Informationen auf den Websites des Polizeipräsidiums, der ARS Île-de-France und von Airparif.
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