Eine Hitzewelle hat Frankreich in den letzten Tagen erreicht und die Temperaturen lokal bis zu 40°C steigen lassen. Unter solchen Bedingungen können Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln besonders im Berufsverkehr unangenehm werden, wenn die Wagen überfüllt sind. Und wenn diese Züge der U-Bahn, dem RER oder der Straßenbahn nicht klimatisiert sind, wirkt die Reise endlos – beinahe eine kostenfreie Sauna, aber nicht unbedingt erfreulich.
Um zu Ihren Terminen zu gelangen und die Hauptstadt zu durchqueren, haben Sie nicht immer die Wahl der Route. Doch wo es geht, sollten Sie die angenehmsten Verkehrsmittel wählen, um sich fortzubewegen!
In dieser Zeit haben wir daher die verschiedenen Metro-, RER-, Straßenbahn- und Buslinien erfasst, die klimatisiert sind. Wenn Sie bereit sind, ein paar Umwege zu machen, finden Sie hier die Linien, die Sie diesen Sommer bevorzugen sollten.
Die RATP unterscheidet drei Arten der Belüftung: gekühlte Belüftung (Klimaanlage), mechanische Zwangsbelüftung (Außenluft wird angesaugt und ins Innere geleitet) und natürliche Belüftung (geöffnete Fenster und Luftzug).
Warum sind nicht alle Linien des öffentlichen Nahverkehrs klimatisiert? Auf ihrer Website erklärt die RATP, dass diese Option erhebliche ökologische Folgen hat und dass zahlreiche physische und materielle Einschränkungen den Einbau von Klimaanlagen verhindern.
«Die Klimatisierung von rollendem Material, das unterirdisch verkehrt, ist nicht die bevorzugte Lösung, weil sie eine erhebliche Umweltbelastung darstellt: Sie verbraucht viel Energie, die als Wärme wieder abgegeben wird und unweigerlich in Tunneln und auf den Bahnsteigen verweilt. Zudem ist sie nicht geeignet, wenn regelmäßig die Türen geöffnet werden», heißt es in einem Blogeintrag aus dem Jahr 2018. In einem neueren Beitrag (daté de 2025) präzisiert die RATP noch: „So würde eine klimatisierte Zugserie zwar den Reisenden Komfort verschaffen, sie hätte aber automatisch eine Erwärmung der Umgebungsflächen ( Stationen ) zur Folge; das System müsste die warme Luft nach außen ableiten.“
Dieser Zustand könnte sich jedoch in den kommenden Jahren ändern. Im Gespräch mit unseren Kollegen von Le Parisien erklärte Grégoire de Lasteyrie, Bürgermeister von Palaiseau (DVD) und Vizepräsident von Île-de-France Mobilités: " Jahrelang stand aus ideologischen Gründen die allgemeine Einführung von 'Klimaanlagen' in den Verkehrsmitteln der Ile-de-France nicht auf der Tagesordnung. Seit 2016 ist für die Präsidentin Valérie Pécresse und mich die Sache klar: Die Klimaanlage ist keine Option! Denn ohne Klimaanlage in den Verkehrsmitteln werden die Leute lieber ihr Auto nehmen. Und besser ein klimatisierter Bus als zehn einzelne Autos mit voll aufgedrehter Klimaanlage".
Um in den heißen Monaten zu atmen und etwas frische Luft zu finden, können Sie auch Verkehrsmittel im Freien bevorzugen: Elektroroller, Fahrrad, Inline-Skates...















