Brände in Los Angeles: Stehen die Olympischen Spiele 2028 auf der Kippe?

Von Audrey de Sortiraparis · Fotos von Graziella de Sortiraparis · Aktualisiert am 16. Januar 2025 um 17:44 · Veröffentlicht am 15. Januar 2025 um 17:44
Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles stehen bereits unter Druck. Während verheerende Brände in Kalifornien wüten und 24 Menschen töten, bleibt eine Frage offen: Wird die Stadt rechtzeitig bereit sein? Zwischen bedrohten Standorten und radikalen Lösungen wird die Zukunft der Olympischen Spiele in Ungewissheit geschrieben ...

Los Angeles steht in Flammen. Seit einer Woche haben die schlimmsten Brände in der Geschichte der kalifornischen Stadt 24 Menschenleben gefordert und massive Zerstörungen angerichtet. Diese Tragödie wirft eine brennende Frage auf: Wird die Stadt der Engel für die Olympischen Spiele 2028 bereit sein?

Olympische Stätten unter Druck

Das vom 14. bis 30. Juli 2028 geplante Weltereignis fällt in eine Zeit mit hohem Risiko für Waldbrände, ein Problem, das durch die globale Erwärmung noch verschärft wird. Zwei der olympischen Stätten, darunter das Athletendorf, befinden sich in der Nähe der Brandgebiete. Obwohl noch keine Infrastruktur betroffen ist, wächst die Sorge.

Der entschlossene Gouverneur Gavin Newsom ruft zur Zusammenarbeit auf:"Das verstärkt nur die Notwendigkeit, schnell in einem Geist der Zusammenarbeit zu handeln", so franceinfo. Aber auch andere Stimmen, wie die von Simon Chadwick, Professor für Sportökonomie und Geopolitik an der Skema Paris, warnen vor den möglichen Auswirkungen zukünftiger Klimakatastrophen auf die Spiele.

Die Veranstaltung neu überdenken?

Die in Betracht gezogenen Lösungen reichen von einer minimalistischen Umgestaltung der ursprünglichen Veranstaltung bis hin zu einem schlichten Rückzug. Mael Besson, ehemaliger Experte für den ökologischen Wandel im Sportministerium, meint, man müsse alle Szenarien in Betracht ziehen: "Bei den Spielen in Tokio konnte man sich nicht vorstellen, eine Olympiade ohne Publikum zu veranstalten, die Australian Open wurden von den Bränden beeinträchtigt", ebenfalls nach den Informationen von franceinfo.

Noch radikaler ist Mark Dyerson, Professor an der Universität von Pennsylvania, der vorschlägt, die Spiele nach Paris zu verlegen, wo die Infrastruktur bereit und erprobt ist. Eine Idee, die zwar "unglücklich" sei, aber vom IOC (Organisationskomitee für die Olympischen Spiele) in Betracht gezogen werden könnte, so seine Äußerungen in der New York Post.

Eine kolossale Herausforderung

Zwischen Wiederaufbau und Organisation hat Los Angeles viel zu tun. Die Kosten für Versicherungen könnten in die Höhe schnellen und an die teure Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio erinnern. Eines ist sicher: Die nächsten Jahre werden für die Zukunft der Spiele 2028 entscheidend sein.

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