Kommunalwahlen in Paris 2026: Die Kandidaten mit ihren Positionen zum Tierschutz

Von Manon de Sortiraparis · Fotos von Manon de Sortiraparis · Aktualisiert am 15. Januar 2026 um 16:35 · Veröffentlicht am 13. Januar 2026 um 12:59
Welche Positionen vertreten die sechs Spitzenkandidaten für das Pariser Rathaus zum Thema Tierschutz? Erfahren Sie, wer was plant, im Vorfeld der Kommunalwahlen in Paris 2026.

Sie sind stolze/r Elternteil eines milden Vierbeiners oder engagieren sich generell für den Tierschutz? Vielleicht fragen Sie sich, welche konkreten Maßnahmen, Vorschläge und Versprechen die sechs führenden Kandidaten für das Amt des Pariser Bürgermeisters zu diesem Thema machen. 

Während die Kommunalwahlen in Paris 2026 am 15. und 22. März stattfinden, werfen wir einen Blick auf die unterschiedlichen Positionen der Kandidaten rund um das Thema Tierschutz.

Die Kommunen spielen eine zentrale Rolle beim Thema Tierschutz, insbesondere im Hinblick auf den Schutz, das Management und das Wohlbefinden der Tiere in ihrem Gebiet. Sie sind zuständig für den Umgang mit Haustieren und streunenden Tieren, leiten die örtliche Tiersammelstelle, nehmen Fundtiere auf und setzen Maßnahmen zur Verhinderung von Tierflucht um. Zudem können sie Tierheime unterstützen oder selbst verwalten und eng mit Tierschutzvereinen zusammenarbeiten.

Auch die Gemeinden haben Zuständigkeiten im Bereich Tierschutz. Der Bürgermeister verfügt in der Regel über polizeiliche Befugnisse, um Misshandlungen zu verhindern, die Haltungsbedingungen der Tiere zu überwachen, bestimmte Praktiken zu reglementieren und im Falle von Gefahr oder gemeldeter Tierquälerei einzuschreiten.

Doch auch die Tierliebe spielt eine Rolle in Stadtplanung und Kommunalpolitik, denn Gemeinden können öffentlichen Raum für Tiere anpassen (z.B. Hundeausläufe, Parkregelungen), bestimmte Belästigungen reduzieren und die Tierfragen in Staudenplanung sowie im Umgang mit der Biodiversität berücksichtigen. Zudem engagieren sich die Kommunen zunehmend in Aufklärung- und Bildungsarbeit – etwa bei den Bewohnern und in Schulen – um über die Verantwortung als Tierhalter, die Sterilisation, Tierschutz vor Ort sowie den Respekt vor lebendigen Kreaturen zu informieren.

Schließlich arbeiten sie in enger Abstimmung mit dem Staat, den Tierärzten und den Vereinen, vor allem zum Schutz der örtlichen Biodiversität und zur Durchsetzung nationaler Vorschriften. Damit sind die Kommunen wichtige lokale Akteure für den Tierschutz, die sich um Schutz, Regulierung, Prävention und Aufklärung kümmern – vor allem auf regionaler und praktischer Ebene.

Hier haben wir die Vorschläge der sechs wichtigsten Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Paris in ihren jeweiligen Programmen zum Stand vom 14. Januar 2026 zusammengestellt. Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert, sobald die Kandidaten neue Maßnahmen ankündigen.

Kommunalwahlen in Paris 2026: Die Kandidaten und ihre Positionen zum Tierschutz

Pierre-Yves Bournazel (Horizons – Unterstützt von Renaissance)

Bislang gibt es auf der offiziellen Webseite des Kandidaten keine konkreten Vorschläge oder klar ausgewiesenen Maßnahmen zum Thema Tierschutz, Stand 14. Januar 2026.

Sophia Chikirou (La France Insoumise/Nouveau Paris Populaire)

Bislang sind auf der offiziellen Website der Kandidatin keine konkreten Vorschläge oder Maßnahmen sichtbar, die dem Schutz der Tiere explizit gewidmet sind – Stand: 14. Januar 2026.

Rachida Dati (Les Républicains/MoDem/UDI)

  • Mit Ausnahme der von den Bezirksbürgermeistern festgelegten Ausnahmen sollen Hunde, die angeleint sind, in den Pariser Parks Zugang haben.
  • Einrichtung von ausgewiesenen Wegen, auf denen Hunde abgeleint werden dürfen, mit einem Netzwerk, das große Parks, die Seine-Ufer und einen nahegelegenen Stadtteilplatz umfasst, sowie bestimmte Abschnitte der Seinen-Ufer, die nur Fußgängern vorbehalten sind, zu festgelegten Zeiten.
  • Einhaltung der Vorgaben für die Caniparcs: Sicherheitsdoppeltüren, begrüntes Gelände, Agility-Parcours und wo es bei hohen Temperaturen schattige Bereiche mit Wasserstellen gibt.
  • Verteilung eines Tierarztrechtescheins durch die Solidaritätsstellen an Menschen in prekären Situationen oder auf der Straße, der ausschließlich bei Tierärzten eingelöst werden kann, die sich zur moderaten Preisgestaltung gegenüber der Stadt Paris verpflichten.
  • Bei Krankenhausaufenthalten von Besitzern soll eine persönliche Karte eingeführt werden, die das Tier benennt und einen Notfallkontakt enthält. Falls kein nahestehender Ansprechpartner vorhanden ist, organisiert die Stadt eine soziale Concierge-Lösung.
  • Zur Unterstützung beim Trauerfall eines Haustiers werden Kolumbarien für Tierurnen eingerichtet. Gemeinsam mit der Public Local Company - Paris Funeral Service wird ein kostengünstiger Feuerbestattungsdienst entwickelt.
  • Abschluss einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, um den Schutz von Haustieren zu stärken, da Tiermissbrauch auch ein Frühwarnzeichen für andere Formen häuslicher Gewalt sein kann.
  • Mitnahme von Hundekotbeuteln bei Spaziergängen wird verpflichtend, mit Kontrollen auf Antrag der kommunalen Polizei.
  • Erhöhung der Geldstrafe bei Nicht-Entsorgung von Hundekot von 135 € auf 300 €.

(Quelle)

Emmanuel Grégoire (PS – Sozialistische Partei, PCF, Umweltschützer, Place publique, L’Après)

Bislang keine konkreten Vorschläge oder Maßnahmen, die dem Tierschutz ausdrücklich gewidmet sind, auf der offiziellen Website des Kandidaten bis zum 14. Januar 2026.

Sarah Knafo (Reconquête)

Bislang gibt es auf der offiziellen Website der Kandidatin keine konkreten Vorschläge oder Maßnahmen, die explizit dem Tierschutz gewidmet sind, Stand 14. Januar 2026.

Thierry Mariani (Rassemblement National - UDR)

Bislang gibt es auf der offiziellen Website des Kandidaten noch keine konkreten Vorschläge oder Maßnahmen, die explizit dem Tierschutz gewidmet sind, Stand 14. Januar 2026.

Damit Sie einen besseren Überblick über die wichtigsten Themen zur Stadtverwaltung von Paris erhalten, haben wir eine Übersicht nach Schwerpunktbereichen für Sie zusammengestellt. Alle Themen im Überblick finden Sie unten!

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