Ob auf dem Land oder in der Stadt – begegnet einem häufig verletzten Vogel, einem schwachen Igel oder einem kleinen Säuger in Not. In solchen Situationen ist es oft schwer zu wissen, wie man richtig handelt, ohne unbeabsichtigt Schaden anzurichten. Gute Nachrichten: In Île-de-France gibt es einen speziellen Anlaufpunkt, der genau für diese Art von Tierrettung eingerichtet wurde.
In Maisons‑Alfort, im Val‑de‑Marne, bietet das Universitätsklinikum für Wildtiere (CHUV‑FS) kostenlos Schutz für verletzte, geschwächte oder orphanierte Wildtiere der europäischen Fauna. Das Zentrum befindet sich innerhalb der Nationalen Veterinärschule von Alfort (EnvA) und wird vom Verein Faune Alfort unterstützt.
Jährlich werden dort mehrere Tausend Tiere aufgenommen, behandelt und nach Genesung wieder in die Natur entlassen.
Der CHUV‑FS kümmert sich um die wildlebenden Tierarten in Île‑de‑France: Stadttauben, kleine Säugetiere, Reptilien und Amphibien. Voraussetzung ist, dass sie eindeutig zur europäischen Wildtiere gehören. Exotische oder Haustiere dürfen dort nicht aufgenommen werden.
Das Ziel bleibt gleich: den Tieren wieder auf die Beine (oder Flügel) zu helfen, in der Hoffnung, sie bald zu ihrer eigenen Unabhängigkeit und in ihren natürlichen Lebensraum zurückzuführen.
Die Betreuung erfolgt durch ein Team aus Tierärzten, Auszubildenden und engagierten Freiwilligen. Unterstützt wird das Ganze von der Tierärzteschule, was eine hochwertige und fachgerechte Versorgung garantiert.
Es ist wichtig zu wissen, dass dieser Service durch die Großzügigkeit von Privatpersonen möglich gemacht wird. Spenden, egal ob einmalig oder regelmäßig, tragen dazu bei, Materialien, Futter und den täglichen Betrieb des Zentrums zu sichern.
Wenn Sie ein wildes Tier in Not entdecken, sollten Sie zunächst einige Minuten lang beobachten. Viele junge Tiere, wie Singvögel oder Rehkitze, wirken oft einsam, sind es aber nicht unbedingt: ihre Eltern sind meist nur in der Nähe. Bei Unsicherheiten ist es immer ratsam, einen Experten zu Rate zu ziehen.
Wenn das Tier offensichtlich verletzt ist, sich nicht bewegt oder unmittelbarer Gefahr ausgesetzt ist, können Sie es vorsichtig in eine saubere Box oder einen Karton mit Luftlöchern legen. Es sollte an einem ruhigen, temperierten Ort verbleiben.
Das Zentrum rät dazu, dem Tier etwas Wasser und artgerechte Nahrung anzubieten, falls vorhanden, jedoch niemals das Tier zum Trinken oder Essen zu zwingen. Der Stress kann hoch sein, daher ist Vorsicht geboten und behutsames Vorgehen empfehlenswert.
Es wird empfohlen, vorab Kontakt mit dem Zentrum aufzunehmen, entweder per E-Mail an die auf ihrer Webseite angegebene Adresse oder telefonisch. Die Tieraufnahme erfolgt täglich zwischen 10 und 18 Uhr direkt am Eingang der Veterinärschule Maisons‑Alfort. Ein(e) Freiwillige(r) wird vor Ort auf Sie warten, um die nötigen Informationen für die Betreuung der Tiere aufzunehmen.
Die CHUV‑FS leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Biodiversität, vor allem in städtischen Gebieten. Zudem engagiert sie sich in der Ausbildung zukünftiger Tierärzte und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Bedeutung des Artenschutzes.
Wenn Sie einem verletzten Tier dieses Zentrum anvertrauen, tragen Sie dazu bei, ein großes Netzwerk der Unterstützung für die Natur aufzubauen. Eine schöne Möglichkeit, Ihren Beitrag für die lokale Tierwelt zu leisten. Und wenn Sie noch weiter gehen möchten, erfahren Sie, dass Sie das Zentrum auch durch eine Spende oder eine ehrenamtliche Mitarbeit unterstützen können – ganz nach Ihren Möglichkeiten.
Diese Seite kann KI-gestützte Elemente enthalten, weitere Informationen finden Sie hier.
Termine und Öffnungszeiten
Von 22. Februar 2026 bis 31. Dezember 2027
Standort
Nationale Tierärztliche Hochschule Alfort
7 Avenue du Général de Gaulle
94700 Maisons Alfort
Zugang
Metrolinie 8 Station "École nationale vétérinaire d'Alfort" (Nationale Tierärztliche Hochschule Alfort)
Offizielle Seite
www.faune-alfort.org















