Die Métrostationen in Paris sind äußerst markant: Mit ihrem klassischen weißen Fliesen und kunstvoll gestalteten Werbedisplays gehören sie zum unverwechselbaren Stadtbild. Doch nicht jede Station gleicht der anderen. Einige sind regelrechte Unikate, wie die Station Arts et Métiers oder die besondere Gestaltung der Station Tuileries.
Auf der Linie 1 sticht eine Station besonders hervor: Louvre-Rivoli verbindet den 1. Bezirk von Paris und bietet sowohl Einheimischen als auch Touristen den schnellen Zugang zum Louvre-Museum oder die Möglichkeit, entlang der Rue de Rivoli shoppen zu gehen. Das Besondere an dieser Station sind die Kunstwerke, die die Metro-Plattformen schmücken. Es handelt sich um Nachbildungen von Skulpturen und historischen Kunstwerken, die im Louvre ausgestellt sind und seit 2015 an dieser Stelle präsentiert werden. Während die Fahrgäste auf den nächsten Zug warten, können sie unter anderem neun Abgüsse bewundern, darunter eine Kopie der Venus von Milo, die Göttin Diana oder Repliken von Statuen ägyptischer Pharaonen.
Doch seit einigen Wochen sind die Statuen verschwunden. Reisende haben beobachtet, dass die großen Gussstücke unter lautloser Geheimhaltung von den Bahnsteigen entfernt wurden.
Diese Skulpturen sind weder zerbrochen noch gestohlen: Sie befinden sich aktuell in Restaurierung in den Abteilungen für Gussarbeiten im Grand Palais-RMN. Zwar handelt es sich nicht um die Originalwerke, doch auch sie brauchen eine Frischekur, denn der tägliche Betrieb in der U-Bahn kann die Kunstwerke schnell abnutzen.
Es ist zu beachten, dass bislang nur die großen Statuen entfernt wurden; die Werke hinter den Vitrinen sind noch sichtbar. Derzeit ist noch ungewiss, wann die Statuen wieder an ihren Platz auf den Gleisen der Station Louvre-Rivoli zurückkehren.



















