Brand in Fontainebleau: Feuer unter Kontrolle, sechs Personen in Polizeigewahsam

Von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 15. Juli 2026 um 11:10
Die beiden Brände im Wald von Fontainebleau, die sich in der Seine-et-Marne auf 2.050 Hektar ausgedehnt haben, sind inzwischen eingedämmt, aber noch nicht gelöscht. Sechs Personen befinden sich in Polizeigewahrsam, und 800 Feuerwehrleute bleiben an diesem Mittwoch, dem 15. Juli 2026, im Einsatz, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern.

Nach 48 Stunden heftiger Kämpfe sind die beiden Brandherde im Fontainebleau-Wald, im Seine-et-Marne (77), endlich unter Kontrolle. Der Präfekt des Départements hat dies bestätigt: Die Brände, die seit Sonntag, dem 12. Juli 2026, mehr als 2.050 Hektar dieses ikonischen Waldmassivs verwüstet haben, breiten sich nicht weiter aus. Vorsicht: Unter Kontrolle bedeutet nicht gelöscht, und 800 Feuerwehrleute bleiben weiter im Einsatz.

Im Justizbereich befinden sich derzeit sechs Personen in Untersuchungshaft, und zwei von ihnen, darunter ein Freiwilliger Feuerwehrmann, gaben zu, für die Brandherde verantwortlich zu sein.

Was bedeutet ein in Fontainebleau eingedämmtes Feuer?

Ein eingedämmtes Feuer ist ein Feuer, das kein Terrain mehr gewinnt, ohne jedoch gelöscht zu sein. Das ist ein wichtiger Meilenstein, der Dienstagabend dank milderem Wetter erreicht wurde, doch er eröffnet eine neue, lange und gründliche Arbeitsphase.

Am Mittwochmorgen sind noch rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern. Der Großteil der Einsätze besteht derzeit in einer sogenannten „Nasslöschung“: Man geht jeden glimmenden Teil im Boden, an Stümpfen oder an den am Boden liegenden Ästen einzeln an, damit kein Brandherd mehr aufflammt. Der Sprecher des Service départemental d'incendie et de secours de Seine-et-Marne erklärte dies der Nachrichtenagentur AFP.

Die Gefahr trägt einen Namen: Zombie-Brände. Aufgrund des torfigen Bodens im Wald von Fontainebleau können Glutnester unter der Oberfläche tagelang weiterlodern. Daher bleiben die Feuerwehrkräfte noch eine Weile in Einsatzbereitschaft, bevor über eine Wiedereröffnung der Straßenachsen und den Abbau eines Teils der Einsatzkräfte nachgedacht wird.

Drei gemäßigte Trainingseinheiten am Grand Parquet identifiziert

Drei moderat aufflammende Brandherde wurden im Gebiet rund um das Grand Parquet, nahe der Stadt Fontainebleau, festgestellt, so der Sprecher des SDIS 77. Dort hatte sich am Montagnachmittag der zweite Brand entwickelt, der etwa 450 Hektar verwüstet hat.

Der Hauptbrandherd war am Sonntag rund um die Autobahn A6 ausgebrochen und hatte in zwei Tagen knapp 1.600 Hektar zurückgelegt. Zusammen belaufen sie sich damit auf mehr als 2.050 Hektar, was etwa 10 % des Massivs entspricht.

Der Lufteinsatz wurde an diesem Mittwoch leicht reduziert: Drei Canadair, eine Dash, zwei Wasserwerfer-Hubschrauber und ein Kommandohubschrauber stehen jetzt im Einsatz, gegenüber vier Canadair und Wasserwerfer am Vortag. Eine gute logistische Nachricht: Die Dash kann sich nun in Melun versorgen, nur rund eine Viertelstunde Flugzeit entfernt, während sie zuvor zu den Vogesen oder ins Maine-et-Loire aufbrechen musste – fast eineinhalb Stunden Flugzeit.

Ermittlung: Sechs Festgenommene im Gewahrsam, ein Freiwilliger der Feuerwehr suspendiert

Die Untersuchung zur Brandursache hat zu sechs Festnahmen geführt. Zwei Verdächtige, die am Vortag in der Nähe der Abreise- oder Wiederaufnahmeorte festgenommen worden waren, haben ihre Beteiligung eingeräumt.

Der Erste, geboren 2007, ohne Vorstrafen und als freiwilliger Feuerwehrmann in Fontainebleau tätig, gestand, Funken aus Zweigen mit einem Streichholz und Benzin entzündet zu haben. Seine Geständnisse führten dazu, dass er vom SDIS Seine-et-Marne vorläufig suspendiert wurde. Der Zweite, ebenfalls 2007 geboren und ohne Vorstrafen, gab einen unbeabsichtigten Feuerstart zu, als er seine Zigarette in Richtung Grand Parquet warf, nahe der Faisanderie. Die Ermittlungen zu den weiteren Festgenommenen dauern an.

Straßen gesperrt – Anwohner in Fontainebleau erhalten Verhaltensanweisungen

Auf der Straße bleibt die Lage angespannt. Die Autobahn A6 ist im betroffenen Abschnitt weiterhin gesperrt, ebenso ein Streckenabschnitt der D152 und der D105, um den Einsatzkräften freie Bahn zu verschaffen. Die schrittweise Öffnung der Verbindungen wird geprüft, hängt aber vom Fortschritt der Löscharbeiten ab. Vor jeder Reise sollte man sich beim Verkehrsservice Bison Futé informieren, und beachten, dass durch die Flammen verfolgte Tiere auch auf den Straßen des Gebiets auftreten können.

Für Anwohner, die dem Rauch ausgesetzt sind, gelten weiterhin die Vorsichtsmaßnahmen:

  • Bei Rauch- oder Stäubeinwirkung lieber drinnen bleiben.
  • Türen, Fenster und Rollläden schließen.
  • Lüftung, Klimaanlage und Belüftungssysteme abschalten.
  • Körperliche Aktivitäten im Freien vermeiden und Bewegungen im betroffenen Gebiet einschränken.
  • Bei einem Ausflug verrauchte Gebiete meiden; besonders aufmerksam sein für Kinder, Ältere und Menschen mit Atemproblemen.

Ungefähr 800 Personen mussten ihre Häuser in drei hauptsächlich betroffenen Gemeinden verlassen. Eine Rückkehr ist erst möglich, sobald das Feuer vollständig unter Kontrolle ist. Der offizielle Lagebericht wird von den staatlichen Behörden in Seine-et-Marne regelmäßig aktualisiert, und der Zugang zum Waldgebiet bleibt untersagt, wie das Nationale Forstamt (ONF) erneut betont.

Hitzewelle: Rote Warnstufe wird ab Mittwoch aufgehoben

Was das Wetter betrifft, lockert sich der Druck endlich. Ab 6 Uhr am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, gilt kein französischer Département mehr in rote Hitzewarnung. Die Temperaturen bleiben in weiten Teilen des Landes weiter sehr hoch, doch die brennende Luftmasse, die sich seit mehreren Tagen gehalten hatte, beginnt sich aus Westen abzuschwächen, laut Météo-France. Eine willkommene Verschnaufpause für die Feuerwehr von Fontainebleau, die im Kampf gegen die Glut wieder einige Grade weniger zu spüren bekommt.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Am 15. Juli 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.
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