Das Szenario hält in der zweiten Septemberhälfte durchaus Überraschungen parat. Nach einem ungewöhnlich milden Wochenbeginn bereiten sich Paris (75) und der gesamte Île-de-France darauf vor, schon am Mittwoch, dem 16. September 2026, um mehrere Grade zu fallen, bevor in der darauffolgenden Woche erneut Hitze zurückkehren könnte. Das deuten die neuesten Modellrechnungen an, die von Météo Paris weitergegeben wurden – dem Portal von Guillaume Séchet und dem Météo-Villes-Team.
Die Erklärung liegt in einer einfachen Umlenkung des Luftstroms. Das über dem Atlantik positionierte Hoch sorgt vorübergehend dafür, dass sich eine nordwestliche Strömung durchsetzt und deutlich kühlere Luft nach Frankreich zieht.
In der Zeit zwischen Dienstag, dem 15., und Mittwoch, dem 16. September, verliert der Großteil des Landes gegenüber den Höchstwerten 8 bis 12 °C. Die Hitze zieht sich dagegen in den Mittelmeerraum zurück. Dieser kühle Luftstrom dürfte mindestens bis Freitag, den 18. September 2026, anhalten.
Die kühle Phase könnte nur von kurzer Dauer sein. Die Hochdruckgebiete, vorübergehend nach Westen verschoben, breiten sich gegen Ende der Woche erneut Richtung Frankreich aus und bringen eine West- bis Südwestströmung, die sich wieder einstellt.
Wärmere Luft steigt aus dem Nordwesten Afrikas und der Iberischen Halbinsel auf und sorgt für mehr Sonnenschein in vielen Regionen. Die Aufhellung macht sich vor allem ab Sonntag, dem 20. September, deutlich bemerkbar – vor allem im Süden des Landes, etwas abgeschwächt im Norden, und damit auch in der Île-de-France.
Das ist die eigentliche Frage am Ende dieses Monats. Nach den neuesten Modellrechnungen könnte sich ein Süd- bis Südweststrom in der Höhe über dem westlichen Europa verstärken und die Warmluft bis Mitte der Woche, die um den 21. September 2026 liegt, deutlich nach Norden ziehen.
In diesem Szenario würde die Schwelle für heiße Temperaturen (30 °C) erneut bis in den Norden Frankreichs erreicht, während die Marke für sehr heiße Temperaturen (35 °C) im Süden und vor allem im Südwesten überschritten würde. Zur Erinnerung: Météo-France ordnet die normalen Höchstwerte der zweiten Septemberdekade in Paris bei rund 21 bis 22 °C ein; man spräche also von einer deutlich spürbaren Abweichung gegenüber der Saison.
Man muss realistisch bleiben. Die wichtigsten Vorhersagemodelle (ECMWF und GFS an der Spitze) gehen hinsichtlich des Ausmaßes dieser Hitze sowie ihrer möglichen Ausdehnung nach Norden nicht völlig konform, und der zeitliche Horizont bleibt weit entfernt.
Sie nähern sich jedoch einem Punkt: erneut ungewöhnlich hohe Werte in der letzten Septemberdekade – zumindest im Süden des Landes. Die Hitze könnte sich zum Ende der Woche wieder abschwächen, doch dieser Teil des Szenarios ist am unsichersten. Am besten bleibt man daher bei den täglichen Updates zu den Wettervorhersagen von Météo-France für Paris und der Vorsichtskarte, die zweimal täglich aktualisiert wird.
Sollten sich diese Werte bestätigen, bleiben die üblichen Verhaltensregeln gültig: regelmäßig Flüssigkeit zuführen, Anstrengungen in den heißesten Stunden vermeiden und bevorzugt geschützte und gekühlte Orte aufsuchen – etwa Museen, Ausstellungen oder Kinosäle – statt sich dem grellen Sonnenlicht auszusetzen. Météo-France erläutert diese Empfehlungen auf seiner Seite zu den Hitzewellen und starker Hitze. Eine nützliche Erinnerung nach einem Sommer 2026, der laut der Klimabilanz von Météo-France der heißeste Sommer seit 1900 war.
Termine und Öffnungszeiten
Von 21. September 2026 bis 27. September 2026
Standort
Île-de-France















