Paris: Louis Vuitton plant die Neugestaltung zweier Straßen nahe den Champs-Élysées – das ändert sich.

Von Audrey de Sortiraparis · Fotos von Audrey de Sortiraparis · Aktualisiert am 9. Oktober 2026 um 14:26
Louis Vuitton sorgt sich jetzt auch um seine Adresse – bis auf den Bürgersteig. In der Nähe seines künftigen Geschäfts an den Champs-Élysées wird der Gepäckhersteller die Umgestaltung der Straßen Bassano und Galilée finanzieren. Eine Investition von 2 Millionen Euro, am 7. Oktober 2026 genehmigt, sorgt für Kontroversen.

Louis Vuitton denkt groß – selbst auf dem Bürgersteig! Während sich seine künftige 'Großziel der Marke' am 103, Avenue des Champs-Élysées im 8e arrondissement de Paris formt, bereitet sich das Haus darauf vor, seinen Nachbarinnen, den Straßen Bassano und Galilée, ein neues Erscheinungsbild zu geben. Der Conseil de Paris hat die Maßnahme am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026, genehmigt und Louis Vuitton damit die Führung und Finanzierung der Arbeiten übertragen, ohne die Finanzen der Stadt anzutasten.

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Breitere Gehwege und zwei Millionen Euro auf dem Tisch

Auf dem Programm stehen: breitere Gehwege, begrünte Pflanzkübel und Fahrradständer. Ziel ist es, den Verkehr zu beruhigen und den Fußgängern in den beiden Straßen rund um die Baustelle der künftigen Einrichtung mehr Platz zu verschaffen. Es geht daher nicht darum, den Kunden der Marke allein den roten Teppich auszubreiten: Die Maßnahmen betreffen eindeutig den öffentlichen Raum.

Für diese Maßnahme wird Louis Vuitton Malletier 2 Millionen Euro aufbringen, mit einer vollständigen Kostenübernahme, einschließlich eventueller Mehrkosten. Die Vereinbarung sieht eine Zuwendung ohne Gegenleistung für das Unternehmen vor. Ein stolzes Budget für ein paar Meter Asphalt, aber eine Ausgabe, die die Stadt Paris nicht in Rechnung stellen muss.

Wenn Luxus die Straßen erobert, entgleist die Debatte

Doch wenn der Luxus sich die Straßen zueignet, sorgt das Vorhaben nicht überall für Freude. Bei der Ratssitzung des Pariser Stadtrats haben mehrere Abgeordnete aus unterschiedlichen Lagern das Risiko einer schleichenden Privatisierung des öffentlichen Raums beklagt. Grund dafür: die Vergabe der Bauprojektleitung für Arbeiten an Pariser Straßen an ein privates Unternehmen.

Die Gemeinde verteidigt ihrerseits eine private Finanzierung, die es ermöglicht, die Umgebung der Baustelle instand zu setzen, ohne die Steuerzahler zu belasten. Die Straßen bleiben öffentlich: Louis Vuitton wird nicht Eigentümer der Bürgersteige, die er neu gestaltet. Eine wichtige Nuance in dieser Debatte, in der sich Kommunalfinanzen, Stadtentwicklung und Wirtschaftsinteressen begegnen.

Die Neugestaltung wird die Ankunft des künftigen Louis-Vuitton-Geschäfts auf den Champs-Élysées begleiten, dessen Eröffnung für 2027 angekündigt wird, ein konkretes Datum ist bislang nicht bestätigt. Der genaue Zeitplan der Straßensanierungsarbeiten muss noch präzisiert werden. Nachdem die gigantische Reisekiste die Fassade des Gebäudes umhüllte, treibt der Gepäckhersteller die Umgestaltung des Viertels weiter voran. Eine neue Marke am Pariser Pflaster, die nicht bei allen auf Zustimmung stößt.

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