Die Nacht der Museen ist immer eine großartige Gelegenheit, um Museen zu entdecken: An einem Abend öffnen die Einrichtungen ihre Türen zu exklusiven Führungen, meist kostenlos, oft sogar mit besonderen Aktionen bis spät in die Nacht. Neue und spannende Programmpunkte machen dieses kulturelle Event zu einem festen Bestandteil des Frühlings in Paris und der Île-de-France.
Jedes Jahr bietet sich ein beeindruckendes Spektrum an Führungen und Ausstellungen, die sowohl Kunstliebhaber als auch Neugierige anziehen, sodass jeder eine passende Idee für einen kulturellen Abend findet. Beim nächsten Termin am Samstag, den 23. Mai 2026 treffen sich Filmliebhaber in der Fondation Seydoux-Pathé, gegründet im Jahr 2014.
Das im Stadtteil Gobelins untergebrachte Firmenmuseum zeigt die Entwicklung des Kinos und seiner Berufe anhand der Geschichte des 1896 von den Brüdern Émile und Charles Pathé gegründeten Unternehmens. Der Fonds der Seydoux-Pathé-Stiftung besteht aus einem außergewöhnlichen Archivbestand über die Geschichte des Unternehmens Pathé, das seit 120 Jahren tätig ist, seine Produktionen und sein Material.
Und auch die Nacht der Museen macht da keine Ausnahme: Beim 22. Jubiläum gibt es an einem Abend eine spannende Nachtprogramm, die Gelegenheit bietet, gemeinsam mit Familie oder Freunden kulturelle Highlights zu entdecken! Das Programm finden Sie unten.
Spezialvorstellung: „La Roue“, Abel Gance, 1923 (7 Uhr)
--------------------------------------------------
Regie und Drehbuch: Abel Gance
Assistenzregisseure: Blaise Cendrars, Pierre Caron, Robert Boudrioz
Kamera: Léonce-Henri Burel, Marc Bujard, Maurice Duverger
Produktion: Films Abel Gance
Mit: Séverin-Mars, Gabriel de Gravone, Ivy Close, Georges Térof, Gil Clary, Maxudian, Louis Monfils, Géo Dugast
Bei einem Lokführerunfall rettet Sisif das kleine Mädchen Norma. Norma wächst mit Sisifs Sohn Élie auf. Fünfzehn Jahre später ist Norma eine hübsche junge Frau geworden, Élie ein träumerischer Junge – doch Sisif hat sich zu einem düsteren und brutalen Mann entwickelt.
Kopierformat: DCP
Herkunft der Filmkopie: Sammlung der Fondation Jérôme Seydoux-Pathé
Restaurierung durch die Fondation Jérôme Seydoux-Pathé zwischen 2016 und 2019, in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque française und der Schweizerischen Nationalbibliothek, unter Leitung von François Ede im Labor L’Immagine Ritrovata.
Ablauf der Vorstellung:
16:00 Uhr: Prolog und Erster Teil: „Die Rose der Schiene“ (1h55)
Pause: 15 Minuten
18:15 Uhr: Zweiter Teil: „Die Tragödie von Sisif“ (1h55)
Pause mit kleiner Verpflegung: 45 Minuten
21:00 Uhr: Dritter Teil: „Das Rennen in den Abgrund“ (1h35)
und Vierter Teil: „Weiße Sinfonie“ (1h35)
Die Fondation beteiligt sich an der Europäischen Museum Nacht und bietet anlässlich dessen eine kostenlose, offene Abendführung ihrer Ausstellung „Das unsichtbare Bauprojekt. Hinter den Kulissen der Filme von Jean-Jacques Annaud“ an – ohne Anmeldung.
Die Fondation Jérôme Seydoux-Pathé öffnet ihre Türen zu den Drehsets eines Meisters des Kinos und ermöglicht eine außergewöhnliche Einblick in das Hinterland seiner größten Meisterwerke. „Das unsichtbare Bauprojekt“ enthüllt die Geheimnisse hinter der Herstellung von Jean-Jacques Annauds Filmen. Von seinen monumentalen Wandmalereien über präzise Nachstellungen bis hin zu extrem technischen Herausforderungen – die Ausstellung ist eine faszinierende Hommage an diesen grenzenlosen Regisseur, der erstmals einen Blick hinter die Kulissen seiner Sets und seine größten Geheimnisse gewährt.
Ein Abend, den sich Liebhaber der siebten Kunst nicht entgehen lassen sollten.
Termine und Öffnungszeiten
Am 23. Mai 2026
Standort
Die Jérôme Seydoux-Pathé-Stiftung
73 Avenue des Gobelins
75013 Paris 13
Zugang
U-Bahn: Place d'Italie, Les Gobelins
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
www.fondation-jeromeseydoux-pathe.com