Seid ihr sicher, dass ihr alle Museen von Paris kennt? Sogar die unbekanntesten? Im Zentrum von Paris, im 3. Arrondissement, versteckt sich das Cognacq-Jay-Museum. Ein hübsches Museum, das uns ausnahmsweise seine Türen bis 23 Uhr öffnet, am Samstag, den 23. Mai 2026, zur 22. Ausgabe der Nuit des Musées.
In einem ehemaligen Stadtpalais im Marais, der zu einem Museum geworden ist, entdeckt man die Sammlungen von Ernest Cognacq und Marie-Louise Jay, zwei große Liebhaber der Künste. Der Gründer der Samaritaine erwarb im Laufe seines Lebens zahlreiche europäische Werke des 18. Jahrhunderts. Gemälde, Skulpturen, wertvolle Objekte, Zeichnungen, Porzellane, Alltagsgegenstände aus der Epoche der Aufklärung – Cognacq hatte ein feines Auge und ausgesuchten Geschmack für außergewöhnliche Kunst, die heute in seinem Museum ausgiebig zu bewundern ist. Man entdeckt vor allem Gemälde von Rembrandt, Watteau, Fragonard, François Boucher, Canaletto, Houdon …
In der Nacht der Museen können Sie also einen Spaziergang durch diese unumgänglichen Werke machen und von den neuen Veranstaltungen profitieren, die für diese besondere Nacht organisiert wurden.
Anlässlich der Europäischen Nacht der Museen präsentiert das Cognacq-Jay Museum im Rahmen des „Focus Korea“ ein Konzert eines koreanischen Streichquartetts, das von Ji-Yoon Park, der ersten Konzertmeisterin des Orchestre Philharmonique de Radio France, geformt wurde, zur Feier des 140. Jahrestages der diplomatischen Beziehungen zwischen Korea und Frankreich, organisiert vom Koreanischen Kulturzentrum in Kooperation mit Paris Musées.
Das Ensemble besteht aus drei koreanischen Musikerinnen, Eun Joo Lee und Eun-Hee Joe an der Violine, und Yoori Lee am Cello, sowie aus einem französischen Musiker, Jonathan Nazet am Viola, und vereint Künstlerinnen und Künstler der Opéra national de Paris und von Radio France.
In dem intimen, raffinierten Ambiente dieses Ortes eröffnet das Konzert mit dem Streichquartett op. 1 Nr. 1 von Joseph Haydn. Durch seine Eleganz und eine von Barock geprägte Ästhetik fügt sich dieses Werk nahtlos in den künstlerischen Geist des XVIII. Jahrhunderts ein, wie ihn das Museum widerspiegelt.
Das Konzert setzt fort mit Love Letters (2018) des koreanischen Komponisten Jaehyuck Choi. Dieses Werk schlägt eine sensible Brücke zwischen dem Europa der Aufklärung und dem Korea von heute.
Wie der Komponist schreibt:
„Im XVIII. Jahrhundert war der Brief mehr als nur eine Mitteilung – er wurde zu einem wesentlichen Medium des Teilens innerer Gedanken. Ideen und Gefühle, auf dem Papier festgehalten, überwand(en) Zeit und Raum. Meine Love Letters ist ebenfalls der Spiegel meiner Gedanken und Gefühle, die auf das Blatt gelegt wurden. Ich hoffe, dass diese Musik den Raum überwindet und euch innerlich erreicht.“
Aus Haydn- und Jaehyuck Choi-Musik vereint, lässt dieses Konzert Frankreich und Korea, das XVIII. Jahrhundert und die Gegenwart, in einem lyrischen musikalischen Dialog von großer Zartheit miteinander sprechen.
Samstag, 23. Mai 2026, um 19:00, 20:00 und 21:00 Uhr im Hof des Museums, freier Zugang.
Geschätzte Dauer jeder Session: etwa 20 bis 25 Minuten.
Termine und Öffnungszeiten
Am 23. Mai 2026
Standort
Cognacq-Jay-Museum
8, rue Elzévir
75003 Paris 3
Zugang
Metrolinie 1 Station "Saint-Paul".
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
www.museecognacqjay.paris.fr