Jedes Jahr im Herbst wecken die Journées du Patrimoine das Interesse daran, Paris neu zu entdecken, indem sie Türen zu teils geheimen Stätten öffnen – am 19. und 20. September 2026. Unter den Führungen in der Hauptstadt sticht die Chapelle Saint-Georges im 16. Arrondissement hervor und bietet geschichts- und architekturbegeisterten sowie Liebhabern religiösen Erbes eine besondere Entdeckung. Meist wenig bekannt beim breiten Publikum, empfängt die Kapelle die Besucher an diesem Wochenende, um ihr Interieur, ihre Traditionen und die Rolle zu zeigen, die sie der rumänisch-griechisch-katholischen Gemeinde in Frankreich verleiht.
Die Geschichte der Chapelle Saint-Georges beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Pfarrer George Surdu gründet in der Rue Ribéra eine Einrichtung für rumänische katholische Priester und byzantinische Studenten des byzantinischen Ritus, unterstützt vom Kardinal Eugène Tisserant. Nach dem Verbot der Rumänischen Griechisch-katholischen Kirche durch das kommunistische Regime in Rumänien im Jahr 1948 wird dieser Ort zu einem zentralen Treffpunkt für verfolgte Gläubige im Exil. Die Pfarrei Saint-Georges wird offiziell im Jahr 1954 gegründet, und die Kapelle zeichnet sich heute durch ihre prächtige Ikonostase, byzantinische Ikonen und mehrere liturgische Objekte aus, die den Reichtum des orientalisch-christlichen Kulturerbes widerspiegeln.
Das Wochenende des Denkmaltags ermöglicht Einblicke in eine Welt, die der breiten Öffentlichkeit selten zugänglich ist. Die geführten Besichtigungen bieten die Gelegenheit, die Besonderheiten des byzantinischen Ritus zu verstehen, die in der Kapelle erhaltenen Werke zu bewundern und eine wenig bekannte Seite der Geschichte der aus Paris stammenden Auslandsgemeinschaften zu entdecken. Abseits der meistfrequentierten Routen eröffnet diese Station eine andere Facette des Pariser Erbes und erinnert daran, dass manche der überraschendsten Schätze der Hauptstadt oft hinter den unaufdringlichsten Fassaden verborgen liegen.
Sankt-Georgs-Kapelle
Ausnahmsweise geöffnete Türen ermöglichen einen Blick auf die schöne Ikonostase der griechisch-katholischen Kapelle, begleitet von geführten Besichtigungen, die Einblicke in die Geschichte unserer Gemeinschaft, in die Besonderheiten der byzantinischen Tradition sowie in das geistige und liturgische Erbe der rumänisch-griechisch-katholischen Kirche geben.
Die griechisch-katholische Mission wird zu einem bedeutenden Zentrum der rumänischen Diaspora in Frankreich – dank der Messe in rumänischer Sprache und nach byzantinischem Ritus.
Diese Kapelle wurde zu einer unverzichtbaren Adresse für die rumänischen Christen.
Teilnahmebedingungen: Kostenlos | Ohne Anmeldung
Zeiten: Samstag, 19. September 2026, 11:30–17:00 | Sonntag, 20. September 2026, 11:30–17:00
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Termine und Öffnungszeiten
Von 19. September 2026 bis 20. September 2026
Standort
Kapelle St. Georg
38 Rue Ribéra
75116 Paris 16
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Zugang
U-Bahn-Linie 9, Haltestelle „Jasmin“
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
journeesdupatrimoine.culture.gouv.fr