Eine Standseilbahn... In der Île-de-France? Während dieses Transportmittel besonders in Skigebieten oder in hochgelegenen Städten wie Porto beliebt ist, gab es auch im Département Hauts-de-Seine, in der Nähe von Meudon, eine Seilbahn. Sie wurde Funiculaire de Bellevue genannt und war von 1893 bis 1935 in Betrieb.
1891 gründeten Paul Houette und Gabriel Thomas, zwei Finanziers aus Meudon, die Aktiengesellschaft des Funiculaire de Bellevue, um einen Seilbahnaufzug zu bauen, der die Anlegestelle der Bateaux Parisiens mit Bellevue verbinden sollte. Die 1893 in Betrieb genommene Standseilbahn kam bei der breiten Öffentlichkeit gut an: Kaum zwei Jahre später, 1895, zählte man bereits mehr als 266.000 Fahrgäste, die mit ihr gefahren waren. Erst 1917, inmitten des Ersten Weltkriegs (1914-1918), musste die Gesellschaft, der die Standseilbahn gehörte, ihren Betrieb bis 1919 einstellen. In den folgenden Jahren nahm die Zahl der Fahrgäste stetig ab, bis sie schließlich 1933 nur noch an Sonn- und Feiertagen in Betrieb war. Im Jahr 1935 stellte die Bellevue-Standseilbahn ihren Betrieb vollständig ein.
Eine Nachbildung der Standseilbahn in sehr kleinem Maßstab ist in den Sammlungen des Musée des Transports Urbains de Chelles zu sehen.
Das Musée des transports urbains, ein Einblick in die Geschichte unserer Verkehrsmittel in Chelles (77)
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