Winter in Paris: Als der Bassin im Jardin du Luxembourg zur Eislaufbahn wurde

Von Rizhlaine de Sortiraparis · Fotos von Julie de Sortiraparis · Aktualisiert am 7. Januar 2026 um 18:26
Vor der Einführung der künstlichen Eislaufbahnen in Paris waren die strengen Wintermonate einwillige Gelegenheit für spontane Eisläufe im Jardin du Luxembourg. Wenn das Eis fest genug war, strömten Pariser aus allen Ecken der Stadt herbei, um auf dem zugefrorenen Bassin dieses ikonischen Parks dem Winterspaß zu frönen.

Der Luxemburg-Garten, im Herzen des sechsten Arrondissements von Paris, gehört heute zu den meistfrequentierten Grünflächen der französischen Hauptstadt. Ursprünglich im frühen 17. Jahrhundert von Marie de Médicis um den Palais du Luxembourg angelegt, besticht der Garten durch seine prächtigen Alleen, blühende Beete und einen großen, achteckigen Teich in der Mitte seiner Rasenflächen.

Obwohl dieser Garten vor allem mit Spaziergängen und Erholung assoziiert wird, spielte er in bestimmten Epochen auch eine ganz andere Rolle im Winter. An besonders kalten Wintern des 19. Jahrhunderts frierte der große zentrale Teich vollständig zu. Sobald die Eisdecke dick genug war, versammelten sich zahlreiche Pariser, die die Gelegenheit nutzten, sich auf dem gefrorenen Wasser natürlich zu vergnügen und darauf zu gleiten, umgeben von einer lebhaften Winteratmosphäre. Die Eisbahn wurde so zu einem beliebten Wintertreffpunkt für Groß und Klein.

In einer Stadt, die noch über kaum strukturierte Eislaufbahnen verfügte, spielte die Natur manchmal ihre Rolle. Wenn die Temperaturen über mehrere Wochen Dauer kalt blieben, verwandelte sich die Oberfläche des Beckens — heute bekannt für die kleinen Mini-Segelboote, die Kinder dort segeln lassen — in einen spiegelglatten Eisspiegel. Kinder, Familien und Winterliebhaber strömten dorthin, fasziniert vom Gedanken, im Freien auf einem zentralen Garten zu eislaufen.

Diese Aktivität war längst nicht nur ein Sport: Sie war eine Einladung, den Winter mit Leichtigkeit und Kreativität zu genießen. Wohin man im Sommer noch spazieren ging oder die Skulpturen und Blumen bewunderte, begann man jetzt zu gleiten – manchmal nur mit schlichtem Lackleder oder geliehenen Schlittschuhen ausgestattet.

Zu einer Zeit, in der die Winter in Paris oft streng waren, gehörten diese Momente des improvisierten Schlittschuhlaufens fest zum saisonalen Vergnügen der Stadt. Sie fanden in einem Garten statt, der von Künstlern, Schriftstellern, Studierenden und Familien gleichermaßen besucht wurde. Für sie boten die kurzfristigen Eisflächen die Chance, die Natur zu spüren – auch mitten in Paris.

Mit der zunehmenden Urbanisierung und der Einführung künstlicher Eislaufbahnen ist die Vorstellung, direkt auf gefrorenem Wasser in Paris zu Schlittschuh laufen, allmählich verschwunden. Die milderen Winter bieten nicht mehr die gleichen natürlichen Eisbedingungen, und aus Sicherheitsgründen ist es heute verboten, den Luxembourg-Teich als Eislaufbahn zu nutzen. Heutzutage wenden sich die Pariser, die gerne Schlittschuh laufen möchten, den zahlreichen temporären Eislaufbahnen zu, die jeden Winter in verschiedenen Stadtvierteln aufgebaut werden — sichere, gut ausgestattete Orte für alle Schwierigkeitsgrade.

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Praktische Informationen

Standort

19 rue de Vaugirard
75006 Paris 6

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