Dieser Scheune gehört zu den ältesten Bauernhöfen der Region Île-de-France... und sie ist nach wie vor in Betrieb.

Von Rizhlaine de Sortiraparis · Aktualisiert am 19. Februar 2026 um 14:30
Im Mittelalter von Zisterziensermönchen gegründet, gehört dieser landwirtschaftliche Betrieb in der Region um Paris zu den ältesten noch bewirtschafteten Höfen in der Île-de-France. Hier ist seine Geschichte.

Gegründet imMittelalter von Zisterziensermönchen, gehört die Hofstelle von Vaulerand (oder Vaulerent) in der Region Paris zu den ältesten landwirtschaftlichen Betrieben, die noch immer in Ile-de-France betrieben werden. Ein außergewöhnlicher Ort, an dem die organische Struktur des mittelalterlichen Klosterlebens auch heute noch das landwirtschaftliche Landschaftsbild prägt.

Die Scheune von Vaulerand ist ursprünglich eine zisterziensiche Scheune, die der Abtei Royaumont untersteht, die 1228 von Ludwig IX. gegründet wurde. Bei den Zisterziensern spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle: Die Arbeit auf dem Feld ist sowohl eine wirtschaftliche Notwendigkeit als auch eine spirituelle Disziplin. Die Mönche errichten damals ein Netz von Landwirtschaftsscheunen, die von Brüdern der Konventgemeinde bewirtschaftet werden, die die Produktion von Getreide, die Viehzucht sowie die Verarbeitung der Ressourcen sicherstellen. Vaulerand passt in dieses rationelle System, das auf Selbstständigkeit und Effizienz beruht. Bereits im Mittelalter war das Gelände nicht nur ein Ort der Feldarbeit, sondern entwickelten sich zu einem echten landwirtschaftlichen Produktionszentrum.

Das Herz des Anwesens ist die monumentale mittelalterliche Scheune, deren beeindruckende Volumen die Bedeutung der dort gelagerten Erntegüter widerspiegeln. Ihre Architektur, massiv und ohne unnötige Verzierung, steht exemplarisch für das cisterzianische Ideal: Funktion steht über Ästhetik. Diese Scheune hat stets ihre Aufgabe erfüllt, was den außergewöhnlichen Erhaltungszustand erklärt. Mit einer Länge von etwa 72 Metern und einer Breite von 23 Metern umfasst sie allein eine Fläche von fast 1.650 m². Damit zählt sie zu den größten erhaltenen landwirtschaftlichen Zisternzien im Großraum Paris und darüber hinaus.

In der Nähe befindet sich der Hauptbau, der für die Wohnzwecke genutzt wurde. Im Mittelalter soll er die Brüder des Konvents beherbergt haben, die für die Bewirtschaftung des Anwesens verantwortlich waren, bevor er nach der Auflösung des Klosters von Laienbauern übernommen wurde. Seine Anwesenheit zeigt, dass Vaulerand kein bloßer landwirtschaftlicher Nebenbetrieb ist, sondern ein orthohes Dauerwohnstätte, der kontinuierlich bewohnt und gepflegt wurde. Im Untergeschoss befinden sich die Kellerräume, die ursprünglich zur Konservierung der Vorräte erstellt wurden und auch eine wichtige Rolle in der Wirtschaft des Anwesens spielten. Sie dienten der Lagerung der Ernteerzeugnisse, des Weins oder anderer landwirtschaftlicher Produkte, die empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren.

Der Taubenschlag, ein charakteristisches Element des Anwesens, vereint Funktionalität und Symbolik. Lange Zeit war der Besitz eines Taubenschlags ein Privileg, das ausschließlich adligen Herrschaften und großen landwirtschaftlichen Gütern vorbehalten war. Seine Anwesenheit in Vaulerand unterstreicht den wirtschaftlichen Rang des Areals und seine bedeutende strategische Rolle bei der regionalen Landwirtschaft, insbesondere bei der Produktion von Fleisch und natürlichem Dünger.

Die alte Brennerei ist ein besonders interessantes Element, da sie die modernere Entwicklung der Anlage widerspiegelt. Im Gegensatz zur Scheune oder zum Taubenschlag stammt sie nicht aus dem Mittelalter. Vermutlich wurde sie erst in einer späteren Epoche errichtet, wahrscheinlich zwischen dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, als die Landwirtschaftsbetriebe begannen, ihre Produktion zu diversifizieren und aufzuwerten.

Auch heute noch ist die Scheune von Vaulerand ein funktioniernder landwirtschaftlicher Betrieb, der sich hauptsächlich auf den Anbau großer Getreidemengen konzentriert. Die Techniken haben sich weiterentwickelt, Maschinen haben die mittelalterlichen Werkzeuge ersetzt. Über 8 Jahrhunderte hinweg schreiben die Geschichten dieses Ortes ihre eigene Geschichte weiter. Bitte beachten Sie, dass die Anlage privat ist und nicht öffentlich zugänglich ist: Gelegentlich werden jedoch Führungen angeboten.

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Praktische Informationen

Standort

grange de vaulerand
95380 Villeron

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