In Buno-Bonnevaux, im Essonne, öffnen zwei dezente Höhlen ein faszinierendes Fenster in die Bestattungsriten des Neolithikums. Für alle, die sich für die Frühgeschichte auf der Île-de-France interessieren, bieten diese Stätten einen Einblick in das Erbe des Essonne oder die mysteriösen Überreste neolithischer Bestattungen. Direkt vor der Haustür präsentieren diese beiden Fundstellen einen echten Schatz, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden.
Auf dem Gemeindegebiet von Buno-Bonnevaux, im Süden des Departements Essonne, befinden sich zwei bedeutende Denkmäler. Das hypogäum von la Fontaine Saint-Léger ist bereits seit langem bekannt: Es wurde 1868 von einem Landwirt bei Rodungsarbeiten entdeckt. Das Hypogäum vom Champtier des Bureaux wurde hingegen erst 1954 öffentlich gemacht. Heute sind beide Stätten als historische Denkmäler geschützt: Das erste wurde bereits 1976 unter Schutz gestellt, das zweite 1975.
Hypogée ist ganz einfach nur ein ausgehöhltes Grab, eine unterirdische Begräbnisstätte. Hierbei handelt es sich nicht um eine natürliche Höhle, die so genutzt wird, sondern um einen sorgfältig geplanten, gegraben und von Menschen organisierten Raum. Das Konzept und die Organisation eines solchen Ortes spiegeln die menschliche Vorstellung vom Totenkult wider. In den beiden Fällen aus Essonne wurden die Kammern unter Bänken oder Platten aus Sandstein gestaltet und durch Mauern aus Kalkstein abgegrenzt. Damit stehen wir vor echten Grabarchitekturen, die zwar klein sind, aber in ihrer Bauweise beeindruckend und bemerkenswert für ihre Zeit.




An der Fontaine Saint-Léger steht das Säulen-Kammer fast quadratisch, etwa 3,40 m mal 3,70 m, zugänglich über einen schmalen, schrägen Korridor von 2,80 m. Im Champtier des Bureaux ist die Kammer kleiner und oval förmig, mit ungefähr 3,10 m Länge und 1,50 m Breite. Mit anderen Worten: Diese Kolumbarien haben nichts mit prächtigen Monumenten zu tun, wie man sie von außen sieht, sondern sie wurden sorgfältig im Inneren errichtet, um die Verstorbenen aufzunehmen.
Der von der Fontaine Saint-Léger soll die Gerippe von etwa vierzig Personen enthalten haben, zusammen mit Mobiliar, das heute verloren ist: Polieräxte, Pfeilspitzen, große Klingen, Nadeln Vasen. Der vom Champtier des Bureaux hat die Relikte einer Dutzend Personen übergeben, jedoch mit einem viel Mobiliar, das nur aus einigen Silexsplittern bestand.
Der Fall des Champtier-Ofensives regt Besonderes für Archäologen. Skelette wurden dort chaotisch entdeckt, mit Verbindung zueinander in Beziehung, nur kleine Knochen Zähne. Laut der im Beleg zitierten Analysen könnte dies auf einen zweiten Bestattungsraum hinweisen, der nach dem Verschieben der Überreste einer erste Bestattung benutzt wurde.
Datierungen durch Carbon-14 setzen die Fontaine Saint-Léger zwischen 2487 und 2048 v. J.-C., sowie den Champtier des Bureaux zwischen 2613 und 2202 v. J.-C.. Die beiden Gräber stehen im Zusammenhang mit der Kultur der Seine-Oise-Marne-Region, dem bedeutendsten kulturellen Ensemble der späten Jungsteinzeit, das im Pariser Becken gut dokumentiert ist. Anders gesagt: Diese Grabkammern sind mehr als bloße lokale Kuriositäten. Sie markieren eine größere Geschichte, die der prähistorischen Gesellschaften, die bereits vor der Erfindung von Straßen, Kirchtürmen und S-Bahn-Stationen auf der Île-de-France lebten.
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Standort
Buno-Bonnevaux
buno-bonnevaux
91720 Buno Bonnevaux















