Im Département Yvelines, in Plaisir, nur wenige Kilometer von Versailles entfernt, läuft derzeit ein groß angelegtes Projekt, um eines der kulturellen Wahrzeichen der Region wiederzubeleben: das Schloss Plaisir inklusive seines Taubenschlages aus dem 17. Jahrhundert. Die TotalEnergies-Stiftung und die Stiftung für Kulturerbe haben gemeinsam die Sammlung von Mitteln in Höhe von 302.000 Euro bekanntgegeben. Das Geld soll einen Teil der Restaurierungsarbeiten an diesem Denkmal finanzieren, das seit 1961 unter Denkmalschutz steht.
Gebaut ab 1620 auf Anraten von Paul Le Tellier, einem Arzt und Berater von Ludwig XIII., hat das Schloss im Lauf der Jahrhunderte verschiedene Veränderungen durchlaufen, bevor es 1976 von der Stadt Plaisir übernommen wurde. Seither ist es zu einem lebendigen Kulturzentrum geworden: Heute beherbergt es eine Mediothek sowie ein Konservatorium für Musik und Tanz, das von mehr als 630 Schülern jährlich besucht wird. Umgeben von einem 50 Hektar großen Park ist das Anwesen ein beliebter Ort für Spaziergänge und kulturelles Leben – sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern, die durch die Stadt schlendern.
Die Außenrenovierung stammte ursprünglich aus den 1930er Jahren. Normalerweise hält eine Dachabdeckung höchstens 70 Jahre, erklärte der Projektarchitekt. Kein Wunder, dass die Schäden sich häuften: Das Dach war beschädigt, das Holztragwerk geschwächt, die Fassaden durch Wasserläufe verfärbt. Die Stadt Plaisir beschloss daher, noch einen Gang zuzulegen: Im Herbst 2024 soll eine umfassende Sanierungskampagne gestartet werden, deren Gesamtkosten voraussichtlich über 10 Millionen Euro liegen werden.
Die Arbeiten beginnen zunächst mit der Dachkonstruktion und der Eindeckung, bevor sie sich auf die Fassaden, die Holzarbeiten und das Innere des Schlosses konzentrieren. Das Projekt umfasst zudem die Integration moderner technischer Lösungen, beispielsweise einer Erdwärmeheizung, um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, ohne die historische Substanz der Gebäude zu beeinträchtigen.
Von den insgesamt 302.000 Euro, die eingesammelt wurden, sind 155.000 Euro gezielt für den Pavillon aus dem 17. Jahrhundert reserviert, dank einer Zuwendung des Loto du patrimoine. Diese hatte das Gebäude unter die wichtigsten Denkmale gewählt, die Priorität bei der Rettung haben. Die verbleibenden 147.000 Euro stammen aus Sponsoring und Spendenaufrufen und werden in die Renovierung des Schlosses selbst investiert. Die Arbeiten umfassen die Sanierung der Mauern im Innen- und Außenbereich, die vollständige Wiederherstellung des Dachs sowie die Reparatur der Fensterelemente und Dachstühle.
Dieses denkmalpflegerische Projekt besitzt auch eine bedeutende soziale Dimension. Unter der Leitung von Activit'Y, einer lokalen Integrationsorganisation, beschäftigt die Baumaßnahme bereits über zwanzig junge Menschen, die Arbeit suchend sind oder keine Qualifikation haben. Insgesamt sind 6.194 Stunden für die Eingliederung geplant, von denen bereits 1.766 Stunden absolviert wurden. Eine Besonderheit dieser Partnerschaft zwischen den beiden Stiftungen, die seit 2006 besteht, ist ihre Erfolgsbilanz: Über 330 Restaurierungsprojekte wurden bislang landesweit begleitet.
Während der gesamten Bauarbeiten bleibt das Schloss für die Öffentlichkeit geschlossen. Das Schlosspark von Plaisir ist jedoch das ganze Jahr über offen und kostenlos zugänglich — eine schöne Gelegenheit, in die grüne Umgebung zu spazieren, während der Taubenschlag wieder zu seinem früheren Glanz findet. Ursprünglich für 2026 geplant, könnte die Fertigstellung nun Anfang 2027 erfolgen. Wer die Fortschritte des Projekts verfolgen oder die Spendenaktion unterstützen möchte, findet alle Informationen auf der Website der Stiftung für Denkmalschutz. Wenn Sie mehr über das Kulturerbe der Yvelines erfahren möchten, laden wir Sie ein, unsere Artikel über Ausflüge in den Yvelines auf Sortiraparis zu entdecken.























