Der Salon Idées Japon kehrt vom Freitag, 20. bis Sonntag, 22. November 2026 ins Bastille Design Center im 11. Arrondissement von Paris zurück. Drei Tage lang richten 60 französisch-japanische Kreative und Fachleute sowie 16 Kreativworkshops dort einen japanischen Weihnachtsmarkt aus. Der Eintritt ist frei.
Es ist die zweite Ausgabe in diesem ehemaligen Eisenwarenladen am Boulevard Richard-Lenoir, nach vielen Jahren in der Passage Choiseul. Im vergangenen Jahr haben wir uns in der neuen Umgebung orientiert, und der Umzug hat dem Salon mehr Raum verschafft. Das Prinzip bleibt dasselbe: Weihnachtsgeschenkideen im japanischen Stil finden und sich mit den Menschen austauschen, die sie herstellen.
Das Bastille Design Center befindet sich in einem Industriegebäude aus dem Jahr 1850. Das ehemalige Fabrikverkaufslager für Eisenwaren wurde in einen Kulturraum umgewandelt, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Seine großzügigen Räumlichkeiten und das Licht verleihen der Messe eher den Charakter eines großen Ateliers als den einer Ausstellungshalle.
Der Rundgang erstreckt sich über 670 m² und drei Etagen. Man gelangt von einem Treppenabsatz zum nächsten, als würde man in einem großen Kaufhaus in Tokio von einer Abteilung zur anderen wechseln – jede Etage hat ihre eigene Welt. Fast 100 Japanbegeisterte (Künstler, Kreative, Fachleute und Autoren) wechseln sich ab, um sich mit dem Publikum auszutauschen.
Das Angebot ist breit gefächert: Kunst, Kunsthandwerk, Schmuck, Keramik, Dekoartikel, Karten, Papierwaren, Kalligrafie, Bücher, Taschen, Hüte, Puppen, Stoffe und Kimonos. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: mit Tee, Sake, Miso, Mochis und japanischem Gebäck.
Im ersten Stock kommen Kunst, Kunsthandwerk, Reisen und Bücher zusammen, mit Illustratoren, Fotografen und Kalligrafen. Im Erdgeschoss finden sich Accessoires, Dekoration, Mode und Papeterie. Das Untergeschoss ist Lebensmitteln und Tischkultur gewidmet, einschließlich Keramik. Hier sind die angekündigten Aussteller, Stockwerk für Stockwerk:
Jeder Kreative wird auf der offiziellen Messeseite vorgestellt. Dort kann man sich vor dem Besuch bequem einen Überblick über die Stände verschaffen.
Das ist der lebendigste Teil der Messe. Die japanischen Workshops werden von französisch-japanischen Fachleuten geleitet, sind kostenpflichtig und müssen reserviert werden. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die Anmeldung erfolgt je nach Workshop per E-Mail oder über Instagram. Alle Informationen dazu finden sich auf der Workshop-Seite.
Unser Favorit ist Kintsugi. Man bringt eine zerbrochene Tasse oder einen Teller mit (in höchstens drei oder vier Stücken) und geht mit einem Stück nach Hause, dessen Bruchstellen wie goldene Flüsse glänzen. Eine schöne Lektion in Geduld, kurz vor dem Geschenketrubel. Für den Weihnachtsbaum sind auch das bestickte Temari und der Anhänger aus Washi verlockend.
Die Messe ist von Freitag bis Sonntag jeweils von 12 bis 19 Uhr im 74 boulevard Richard-Lenoir geöffnet. Sie ist mit der Metro über die Stationen Richard-Lenoir (Linie 5) und Saint-Ambroise (Linie 9) erreichbar. Der Eintritt ist frei, nur die Workshops sind kostenpflichtig. Aktuelle Ankündigungen veröffentlicht der Instagram-Account von Idées Japon regelmäßig mit Neuigkeiten der Aussteller. Die Website von Idées Japon und die Herbstausgabe bieten ebenfalls Geschenkideen und Adressen japanischer Einrichtungen in Frankreich.
Die Messe spricht natürlich Japan-Fans an, aber auch alle, die lieber ein handgemachtes Geschenk machen möchten, statt eines von der Stange zu kaufen. Familien kommen dank der Manga- und Origami-Workshops, die auch den Jüngsten offenstehen, auf ihre Kosten. Neugierige können einfach bummeln und probieren, ohne Eintritt zu zahlen.
Kleiner Tipp: Die Workshops sind schnell ausgebucht, am besten reserviert man gleich. Für einige gilt ein Mindestalter, und der Temari-Workshop findet auf Englisch statt. Am Samstag- und Sonntagnachmittag kann es voller werden; der Freitag ist ruhiger und bietet mehr Gelegenheit, mit den Kreativen ins Gespräch zu kommen.
Eine Besonderheit sorgt bei Besuchern oft für Schmunzeln: Der Boulevard Richard-Lenoir verläuft über dem Canal Saint-Martin, der seit dem Zweiten Kaiserreich unter einem Gewölbe begraben liegt. Weiter nördlich kommt der Kanal wieder ans Tageslicht und lädt zu einem Spaziergang am Wasser ein. In Richtung Süden führt das Viertel Bastille zum Marais und zur Place des Vosges. Am Sonntagvormittag erstreckt sich außerdem der Markt von Bastille entlang des Boulevards – ideal, um vor dem Messebesuch noch den Einkaufskorb zu füllen.
Wer den Japan-Schwerpunkt beibehalten möchte, findet in unseren japanischen Restaurants in Paris alles, um den Tag gemütlich am Tisch ausklingen zu lassen. Unsere Auswahl an Ausflugsideen für Japan-Fans in Paris versammelt außerdem weitere Adressen, die einen in eine andere Welt entführen. Und wer die Saison der Chalets fortsetzen möchte, findet in unserem Guide zu den Weihnachtsmärkten in Paris und der Île-de-France die Termine zum Jahresende 2026.
Termine und Öffnungszeiten
Von 20. November 2026 bis 22. November 2026
Standort
Bastille Design Center
74 boulevard Richard Lenoir
75011 Paris 11
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Zugang
Metro 9 Saint-Ambroise oder Metro 5 Richard Lenoir
Tarife
Kostenlos
Empfohlenes Alter
Für alle
Offizielle Seite
www.ideesjapon.com