Action Painting: Was steckt hinter diesem neuen, immersiven Konzept, das Kunst und Spaß auf einzigartige Weise verbindet?

Von Laurent de Sortiraparis · Fotos von Laurent de Sortiraparis · Aktualisiert am 23. Januar 2026 um 13:21 · Veröffentlicht am 22. Januar 2026 um 17:25
In Paris erregt ein neues, immersives Konzept die Aufmerksamkeit: das Action Painting, eine originelle Kombination aus künstlerischer Praxis und spielerischer Erfahrung. Ein aufstrebender Trend, der gleichermaßen neugierig macht und begeistert. Doch was verbirgt sich genau hinter diesem Konzept? Hier sind einige Antworten.

Mit den Händen malen, Farben an die Wände sprühen, den eigenen Bewegungen freien Lauf lassen – ganz ohne Druck, dabei nur dem Moment folgen: Das ist das Prinzip des Action Painting, einer aufstrebenden kreativen Freizeitgestaltung, die immer mehr Menschen begeistert. In Paris häufen sich die Fachgeschäfte, die dieses Trendthema aufgreifen und das Aktionsmalen in ein spielerisches, intuitives und gemeinsames Erlebnis verwandeln. Hier folgt man keinem vorgegebenen Vorbild: Man erkundet, improvisiert und drückt sich aus – alles in einem immersiven Ambiente mit Musik und Licht für eine einmalige Atmosphäre.

Inspiriert von einer Kunstrichtung, die in den 1950er-Jahren in den USA entstanden ist, bewegt sich das moderne Action Painting weg vom Museum in Richtung offener Ateliers, zugänglich für alle. Hier werden die Besucher eingeladen, im Stehen und in Bewegung zu malen – ganz ohne formelle Vorgaben. Die Sessions, meist buchbar im Voraus, dauern zwischen 30 Minuten und über einer Stunde und sind gleichermaßen für Kinder und Erwachsene geeignet. Die Atmosphäre ist entspannt, oft begleitet von einer eigens zusammengestellten Playlist, die die spontane Kreativität fördern soll.

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Eintauchende und spielerische Räume in Paris

In Paris haben mehrere Orte dieses Format übernommen, wie Paint Invaders, Paint Me Up oder auch Breush. Diese Orte bieten private, immersive Räume, in denen jeder Teilnehmende unter sicheren Bedingungen malen kann – in abgetrennten, manchmal mit Schwarzlicht beleuchteten Arealen, um fluoreszierende Effekte zu erzielen. Das komplette Material ist inklusive: Farbe, Schutzkleidung, Leinwand… und gelegentlich auch Brillen oder Accessoires, um unterschiedliche Effekte zu erzeugen.

Das Erlebnis ist bewusst zugänglich gestaltet, ohne künstlerische Vorkenntnisse vorauszusetzen. Besonders anziehend ist die Kombination aus Freiheitsgefühl und der Möglichkeit, aus dem Alltag auszubrechen. Die Formate sind auf gemeinsame Ausflüge mit Freunden, Teambuilding, Familienveranstaltungen oder sogar Geburtstagsfeiern ausgelegt. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem gemeinsamen Spaß am Malen – ganz ohne Beurteilungen, in einer warmen, freundlichen Atmosphäre. Am Ende jeder Sitzung geht jeder mit seinem eigenen Kunstwerk nach Hause.

Ein Konzept zwischen künstlerischer Ausdrucksweise und kreativem Ausflippen

Abseits der traditionellen Werkstätten hebt sich das Action-Painting durch seinen körperlichen und intuitiven Ansatz ab. Beim Malen zählt der Akt selbst mehr als das Ergebnis. Es ist ein Ort, um den Alltagsstress abzubauen, zu experimentieren oder auch mal loszulassen. Die Kunst wird so zum Mittel, um wieder in Verbindung mit sich selbst zu treten – durch den Körper und Bewegung. Manche Angebote schaffen eine ruhigere Atmosphäre, andere sind energischer – ganz nach Lust und Laune.

Dieses Angebot richtet sich an ein breites Publikum: Neugierige, Kunstbegeisterte, Kinder, Gruppen, Erwachsene, die nach einer originellen Beschäftigung suchen. Es stellt eine attraktive Alternative zu klassischen Kulturveranstaltungen dar, indem es die aktive Teilnahme in den Mittelpunkt stellt, anstatt nur zuzuschauen. Zudem punktet dieses Format durch seine unkomplizierte Organisation: Man reserviert, kommt in Alltagskleidung und alles ist bereit, um loszulegen und zu malen.

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Ein Trend, der sich noch weiter entwickeln wird

Der Action Painting markiert einen echten Wandel in unserer Herangehensweise an Freizeitgestaltung: Es geht längst nicht mehr nur ums reine Unterhaltung, sondern um das Erlebnis, das Mitmachen und Kreativität. Heutzutage will man nicht mehr nur Kunstwerke betrachten oder Reden hören – man möchte selbst aktiv werden, fühlen, interagieren... Und genau das bringt das Action Painting mit sich. In diesem Kontext wird das Malen zu einer unmittelbareren, zugänglicheren Ausdrucksform – ohne Konventionen oder ästhetische Erwartungen. Dabei zählt nicht mehr die Perfektion des Strichs, sondern die Erfahrung, die man dabei macht.

Diese Formate erfüllen das Bedürfnis nach Selbsterkenntnis und auch nach Verbindung zu anderen. Der Erfolg des Action Painting liegt ebenso in seiner Fähigkeit, Gemeinschaft zu schaffen: zwischen Freunden, Familienmitgliedern, Kollegen. Es ist eine Aktivität, die geteilt, kommentiert und gemeinsam erlebt wird – durch Bewegung, Farbe und Freude. Dieser Ansatz fällt in einen größeren emotionalen Zusammenhang, bei dem der Nutzer wieder in den Mittelpunkt gestellt wird und der künstlerische Ausdruck im Alltag wieder an Bedeutung gewinnt.

Ein Ansatz zur Neuausrichtung traditioneller Kreativformate

Der Action Painting wirft auch die Frage auf, welche Formen die künstlerischen Praktiken von morgen annehmen können. Wenn eine leere Leinwand in einem dafür vorgesehenen Raum für alle zum Ausdrucksraum wird, warum nicht ähnliche Formate im Bereich der darstellenden Künste, im Theater oder sogar an kulturellen Denkmalstätten entwickeln? Und was, wenn Kultur nicht mehr nur konsumiert, sondern gemeinsam erschaffen wird — in flexiblen, interaktiven und sinnlichen Rahmenbedingungen? Das große Interesse an solchen Workshops zeigt, dass das Publikum bereit ist, neue Wege zu gehen und andere Modelle jenseits der klassischen Top-Down-Ansätze zu erleben.

Immer mehr Akteure aus der Kulturszene setzen auf diesen Weg: Vermittler, Künstler, Institutionen, Vereine. Es entstehen hybride Formate, die zwischen partizipativer Kreativität, immer intensiverer Immersion, angeleiteter Laienkunst und Entspannungskursen schwanken. In diesem Zusammenhang wird das künstlerische Handeln zu einem vielseitigen Werkzeug: Es kann als Medium für Kulturvermittlung, soziale Kohäsion oder sogar psychisches Wohlbefinden dienen. Das Potenzial dieser Ansätze ist noch lang nicht ausgeschöpft. Und was kommt als Nächstes? Wahrscheinlich noch mehr partizipative Formate, noch größere Freiheiten – und das in immer überraschenderen Locations. Eines ist sicher: Solche Erlebnisse treffen auf wachsendes Publikum, und das ist sicherlich erst der Anfang.

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