Am 12. Februar 2020 feierte La Fille au bracelet seine Kinopremiere. Dieser Justizthriller wurde von Stéphane Demoustier geschrieben und inszeniert. Mit Hauptrollen von Melissa Guers, Chiara Mastroianni und Roschdy Zem prägte der Film das Kinojahr 2020. Am Montag, dem 2. März 2026, wird er im Fernsehen auf France 3 ausgestrahlt. Inspiriert vom argentinischen Film Acusada erzählt das französische Drama die Geschichte eines Gerichtsprozesses um eine Jugendliche, die des Mordes beschuldigt wird.
Lise ist 18 Jahre alt. Eine zurückhaltende Schülerin in einem ruhigen Wohnviertel ohne große Geschichte, hat gerade ihr Abitur bestanden. Seit zwei Jahren trägt sie jedoch einen elektronischen Fußfessel, weil sie des Mordes an ihrer besten Freundin beschuldigt wird. Mit Beginn ihres Prozesses gerät ihr Familienleben in den öffentlichen Fokus. Der Film schildert die Ereignisse aus der Perspektive ihres Umfelds, das Eltern, Richter und Geschworene beobachtet, wie sie versuchen, eine Persönlichkeit zu greifen, die ihnen völlig fremd ist.
Bei den Zuschauern verbreitet sich die Meinung, Überzeugungen wanken, und schweigende Momente sprechen mehr als Worte. Lise bleibt unbeeindruckt und schürt die Skepsis. Das Drehbuch beruht auf Unsicherheit und auf der Herausforderung, das Verhalten einer Jugend zu deuten, die für Erwachsene oft schwer durchschaubar scheint. Das Verfahren dient dabei als Spiegel für die Spannungen zwischen den Generationen und innerhalb der Familie, ohne endgültige Urteile zu fällen.
Um sein Drehbuch zu entwickeln, hat Stéphane Demoustier an mehreren Gerichtsverfahren teilgenommen, unter anderem am Gericht in Bobigny, um seine Geschichte so glaubwürdig wie möglich zu verankern. Das Skript wurde von Richtern und Anwälten geprüft. Die Dreharbeiten fanden im Gericht von Nantes statt, mit Zustimmung der Justizbehörden, um eine authentische Atmosphäre zu schaffen. Einige Statisten, die das vollständige Drehbuch nicht kannten, mussten im Verlauf der Szenen die Entwicklung des Falls miterleben, was die von dem Regisseur angestrebte Unsicherheitsstimmung noch verstärkte.
Die Hauptrolle markiert das Kinodebüt von Melissa Guers, die aus einem auf Social Media gestarteten Casting hervorging. An ihrer Seite spielen Roschdy Zem und Chiara Mastroianni Eltern, die sich mit der Andersartigkeit ihres eigenen Kindes auseinandersetzen müssen. Den Staatsanwalt verkörpert Anaïs Demoustier, während der Richter von Anwalt Pascal-Pierre Garbarini dargestellt wird. Der Film wurde mit dem César 2021 als beste Adaption ausgezeichnet sowie mit dem Lumière für das beste Drehbuch, und wurde zudem unter anderem für die Auszeichnung als beste weibliche Nachwuchsschauspielerin nominiert.
In der Tradition des Gerichtsdramas setzt der Spielfilm auf eine schlichte Regie und statische Einstellungen, die der Sprache Raum geben. Er richtet sich an Fans von Justizthrillern und an Zuschauer, die soziale Beobachtungsgeschichten schätzen – eine Herangehensweise, die an einige zeitgenössische französische Filme erinnert, die sich auf das Intime und den Zweifel konzentrieren.
Das Mädchen mit dem Armband
Film | 2020
Kinostart: 12. Februar 2020
TV-Ausstrahlung auf France 3 am Montag, 2. März 2026 um 21:10 Uhr
Genre: Drama, Justizdrama | Laufzeit: 1 Std. 36 Min.
Regie: Stéphane Demoustier | Mit Melissa Guers, Roschdy Zem, Chiara Mastroianni
Originaltitel: La Fille au bracelet
Herkunft: Frankreich
Durch die Analyse eines Gerichtsverfahrens hinterfragt Stéphane Demoustier die Sicht auf die Jugend und die Zerbrechlichkeit familiärer Überzeugungen. Zwischen persönlichem Bericht und strenger Justiz bietet der Film eine Reflexion über Zweifel und die Deutung der Ereignisse.
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