Unter der Regie von Chris Sanders und Dean DeBlois für DreamWorks Animation basiert Dragons lose auf dem Roman von Cressida Cowell und erzählt eine Familiengeschichte über die Begegnung eines jungen Wikingers mit einem als gefährlich eingestuften Drachen. Nachdem der Film 2010 in die Kinos kam, wurde er unter anderem in französischer Fassung von Donald Reignoux und Emmanuel Jacomy synchronisiert. Ab dem 9. Januar 2026 ist er auf Netflix verfügbar. Das sei ein weiterer Schritt in der Entwicklung von DreamWorks hin zu ambitionierter digitaler Animation, der nach Kung Fu Panda eingeleitet wurde und durch dieses Projekt weiter gefestigt wird.
Harold, ein Jugendlicher, der sich in seiner Viking-Community nicht ganz einfügt, hat Schwierigkeiten, sich in einem Dorf durchzusetzen, in dem die Drachenjagd eine uralte Tradition ist. Sein Leben ändert sich, als er Krokmou begegnet, einem verletzten Drachen, den er verschont. Die fragile Verbindung, die zwischen den beiden entsteht, stellt alles in Frage, was Harold über diese Kreaturen glaubte zu wissen, und führt ihn zu einem neuen Verständnis seiner Umgebung.
Während seine Gemeinschaft fest entschlossen ist, gegen die Drachen zu kämpfen, erkennt Harold, dass es auch einen anderen Weg geben könnte. Die Beziehung zu Krokmou wird zum zentralen emotionalen und erzählerischen Antrieb, bei dem die festen Überzeugungen des Dorfes auf die persönliche Erfahrung des jungen Helden treffen. Der Film zeigt auf, wie Lernen, Offenheit für das Unbekannte und das Hinterfragen von Traditionen den Weg zur Reife ebnen.
Die Produktion griff auf umfassende visuelle Recherchen zurück. Das Team ließ sich von den vulkanischen Landschaften der Pazifikküste inspirieren, insbesondere vom Cannonball Beach in Oregon, um den Lebensraum der Drachen zu gestalten – geprägt von schwarzen Felsen und bunten Klippen. Roger Deakins, achtmal für den Oscar nominiert, wirke als visueller Berater mit und brachte sein Fachwissen bei Lichtsetzung und Atmosphäre ein. Die Spezialeffekte erforderten Großaufnahmen von Pyrotechnik, die mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde gefilmt wurden, um die Texturen der Flammen realistisch darzustellen.
Der Film hebt sich auch durch die Entscheidung hervor, die Drachen stumm zu machen — anders als im Roman — um ihre tierische Natur noch stärker zu betonen. Die Drehbuchautoren haben die Figur der Astrid geschaffen, die im Buch fehlt, um jungen Zuschauerinnen eine weibliche Identifikationsfigur zu bieten. Als erster computeranimierter Film des Duos Sanders/DeBlois markiert Dragons den Beginn einer Trilogie, die sich längst als Referenzmaßstab moderner Familienfilme in der Animationswelt etabliert hat.
Drachen
Film | 2010
Kinostart: 31. März 2010
Ab 9. Januar 2026 auf Netflix
Animation, Abenteuer, Familie | Dauer: 1h33
Von Chris Sanders, Dean DeBlois | Mit Donald Reignoux, Jay Baruchel, Emmanuel Jacomy
Originaltitel: How to Train Your Dragon
Herkunft: Vereinigte Staaten
Mit seiner stimmigen Welt, seiner einfühlsamen Darstellung der Mensch-Tier-Beziehung und der beeindruckenden Inszenierung bietet Dragons eine moderne Neuinterpretation des Coming-of-Age-Genres. Wenn der Film 2026 auf Netflix erscheint, haben Zuschauer die Gelegenheit, ein bedeutendes Werk der amerikanischen Animation neu zu erleben, das den Grundstein für eine erfolgreiche Franchise gelegt hat.
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