Der Teufel trägt Prada 2 kommt ab diesem Mittwoch, dem 29. April 2026, ins Kino – unsere Einschätzung

Von Audrey de Sortiraparis · Aktualisiert am 28. April 2026 um 16:17
Der Teufel trägt Prada 2 kommt am Mittwoch, dem 29. April 2026, ins Kino. Meryl Streep, Anne Hathaway und Emily Blunt übernehmen erneut ihre Rollen in dieser mit großer Spannung erwarteten Fortsetzung rund um Miranda Priestly und die Welt der Mode. Lesen Sie unsere Kritik.

Es ist offiziell ... Miranda Priestly ist zurück! Und nein, das ist kein vom Chanel No. 5-Duft durchtränkter Traum. Fast zwanzig Jahre nachdem sie die etwas ungestümen Assistentinnen tyrannisiert hat, kehrt der Teufel zurück... auf der großen Leinwand. Seit dem 30. Juni 2025 drehen die Kameras in New York und sorgen bei den Fans für Aufregung. Ein Casting mit Weltklasse-Schauspielern, eine packende Handlung, das Release-Datum ... hier finden Sie alles, was wir über diesen lang erwarteten zweiten Teil wissen.

Der neueste Trailer

Ein offizielles Erscheinungsdatum

Notieren Sie es mit einem Kajalstrich in Ihren Kalendern - Der Teufel trägt Prada 2 kommt am 29. April 2026 in Frankreichs Kinos heraus. Ein mit Spannung erwartetes Comeback, inszeniert von den Disney 20th Century Studios, mit dem gleichen Team hinter der Kamera: David Frankel führt Regie, Aline Brosh McKenna schreibt erneut das Drehbuch – bereits die Federführung beim ersten Film – und Wendy Finerman ist wieder in der Produktion. Und entgegen mancher Fanannahmen wird diese Fortsetzung nicht auf dem 2015 erschienenen Roman „Vengeance in Prada“ basieren, sondern auf einem zu 100 % originellen Skript, maßgeschneidert für dieses Comeback in Stilettos. Erwartet also eine Fortsetzung, die dem ersten Teil gerecht wird.

Ein Casting, das die roten Teppiche vor Neid erblassen lässt

Kein Sequel ohne das Dream-Team! Meryl Streep zieht erneut die kalten Lederhandschuhe an, um wieder Miranda Priestly zu verkörpern, während Anne Hathaway und Emily Blunt ihre Kultrollen als Andrea Sachs und Emily Charlton erneut aufnehmen. Ganz zu schweigen von der unersetzlichen Stanley Tucci, alias Nigel, dem Stylisten mit legendärem Gespür.

Aber wartet, die Front Row wächst weiter! Kenneth Branagh übernimmt erneut die Rolle des Ehemanns von Miranda Priestly, während Tracie Thoms (die beste Freundin von Andy Sachs, Lily) wieder auftaucht. Und weil eine Modenschau ohne Gäste nicht dasselbe Flair hat, Simone Ashley (Bridgerton), Lucy Liu (Kill Bill), Pauline Chalamet (The Sex Lives of College Girls), B.J. Novak (Vengeance), Justin Theroux (Mulholland Drive), Conrad Ricamora, Helen J. Shen, Caleb Hearon (Sam macht mehr Gelächter) und Rachel Bloom (Crazy Ex-Girlfriend) stoßen zum Ensemble. Eine besondere Erwähnung geht an Lady Gaga, die entweder in ihrer eigenen Rolle oder als mysteröse Nebenfigur auftaucht...

Was das Herz angeht, sind Nate (Adrian Grenier) und Christian (Simon Baker) raus. Der neue Heiratskandidat von Andy im Jahr 2026 ist Patrick Brammall (Glitch und Super Mamas auf Netflix).

Eine köstlich pikante Filmbeschreibung

Der Pitch? Runway schwankt, die Verkaufszahlen geraten ins Bodenlose, die Printpresse schwitzt unter ihren Schulterpolstern. Miranda, nach wie vor an der Spitze des Magazins, sieht ihr Imperium gefährdet. Gegenüber steht Emily Charlton, die einst überforderte Assistentin, hat Karriere gemacht und lenkt nun eine mächtige Luxusgruppe, deren Werbebudget fortan entscheidend für das Überleben von Runway ist.

Miranda vs Emily, Runde zwei. Ein Kampf der Königinnen in High Heels von 15 Zentimetern, im Zentrum einer Welt, in der Mode digitalisiert wird und Macht sich verlagert. Und Andrea Sachs darin? Ihre Rolle bleibt noch geheim, doch man ahnt schon, dass sie keine Kaffee mehr serviert. Bleibt nur die Frage, auf welcher Seite des Rings sie künftig stehen wird und was aus ihr in diesem sich wandelnden Fashion-Dschungel geworden ist.

Der Kampf des Jahrhunderts: Mode gegen Digital

Während der erste Film den Anspruch der Nullerjahre mit musikalischen Montagen, BlackBerry und Fendi-Taschen kristallisiert hat, verspricht diese Fortsetzung eine stärkere Verankerung in den gegenwärtigen Belangen. Die traditionelle Presse kämpft gegen den Algorithmus, die sozialen Netzwerke zeichnen die Machtregeln neu, und die Mode versucht, in einer Welt aus Scrollen und Likes zu überleben – der Teufel muss sich anpassen, um in Prada zu bleiben.
Ein sehr aktueller Nachhall, umso befremdlicher, als er mit dem Abgang von Anna Wintour zusammenfällt, nach 37 Jahren an der Spitze von Vogue. La Papesse der Mode, die die Figur Miranda Priestly inspirierte, zieht sich zurück, während ihr fiktionales Alter Ego wieder an Fahrt gewinnt.

Unsere Bewertung:

Beflügelt, aber doch etwas skeptisch angesichts der Vorstellung, Miranda Priestly zwanzig Jahre später wiederzusehen, haben wir unseren Spaß nicht verwehrt. Der Teufel trägt Prada 2 entfaltet zwar nicht mehr den Entdeckungseffekt des ersten Films, natürlich, doch er findet seine DNA wieder: Mode, scharfzüngige Spitzen, Notfallsituationen, Machtverhältnisse und kleine redaktionelle Konflikte – serviert auf High Heels.

Hin und wieder wirkt es, als würde man den ersten Teil erneut erleben – im Remix von 2026. Andrea, reifer, selbstbewusster, kehrt nach dem Weg ins „echte Journalismus“-Gefilde in Mirandas Orbit zurück. Ihr Abstecher zu Vanguard, die Kündigung, die sie einholt, und ihr Rückkehr zu Runway erzählen vor allem von einer geschwächten Presse, die vom Digitalen aus dem Gleichgewicht gebracht wird und versucht, sich zu retten, ohne ihre Covergeschichte zu gefährden. Soziale Netzwerke sind präsent, übernehmen aber nie die Erzählung: das Herz des Films bleibt die Entstehung, der Journalismus und die Überleben eines Magazins in einer Welt, die schneller scrollt, als sie liest.

Miranda, nach wie vor imposant – spitzem Mund, zum Himmel gerichtete Augen, legendärer Snobismus – wirkt dennoch viell weniger unnahbar, fast von den neuen Regeln ihrer Ära überfordert. Ihr Weg zu einer Position als globale Inhaltschefin spiegelt natürlich die Rolle von Anna Wintour in der Realität wider. Stuart, ihr Mann, den man im ersten Film noch vermisst hatte, erhält ebenfalls eine unerwartete Schubrichtung und wird zu einer beinahe zentralen Figur, als ob der Regie etwas mehr Intimität geben wollen würde – oder daran erinnern, dass selbst die Oberin von Runway nicht unfehlbar ist und mehr denn je Unterstützung braucht.

Was das Ganze wirklich trägt, ist die Freude, das Quartett Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci wiederzusehen – immer unwiderstehlich. Ein sorgfältig gemachter Nachfolger, sicher, doch er scheint eher darauf zu bauen, seine Legende zu nutzen, als sie neu zu erfinden. Man kann kaum die vielen Anspielungen auf den ersten Teil übersehen: das Zähneputzen in den ersten Sekunden, die Kleidungswechsel-/Makeover-Szene, die vertrauten Mechanismen und der Soundtrack von Theodore Shapiro mit seinen pepigen, tröstenden Melodien, die sicher ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Die Looks erledigen ihren Job. Die von Andrea, eher klassisch-schick als ikonisch, passen zu ihrer Entwicklung: Sie muss nicht mehr beweisen, dass sie zu dieser Welt gehört. Einziger Wermutstropfen: NIGELs glorreicher Auftritt, auf den lange gewartet wurde, geht viel zu schnell vorbei.

In der Besetzung gab es eine Gastauftritt von Lady Gaga, der Neugier weckte. Doch er bleibt nichts Nennenswertes im Film, die Sequenz wirkt fast schon nebensächlich.

Und schließlich diese Idee des hellblauen Cerulean-Pulls… schlicht und schlau, wie ein abschließender Wink, der zeigt, dass der Kreis sich schließt.

Wirsehen uns am 29. April 2026 für das schickste, säuerlichste und stilvollste Comeback des Jahres.

Das war's.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 29. April 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.
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