Crazy Bear: Die Horrorkomödie landet bald auf HBO Max

Von Julie de Sortiraparis · Aktualisiert am 25. Februar 2026 um 16:42
Crazy Bear, Horrorfilm von Elizabeth Banks mit Keri Russell und Ray Liotta, basierend auf einem wahren Kriminalfall von 1985, erscheint am 1. März 2026 auf HBO Max.

Unter der Regie von Elizabeth Banks und geschrieben von Jimmy Warden ist Crazy Bear (Cocaine Bear) eine amerikanische Horror-Komödie, die im März 2023 in den Kinos startete. Mit dabei sind Keri Russell, O’Shea Jackson Jr., Alden Ehrenreich und Ray Liotta in einem seiner letzten Rollen. Der Film basiert auf einem wahren Begebenheit aus dem Jahr 1985 in den USA. Nach einer Aufführung im Kino wird der Streifen ab dem 1. März 2026 im Netflix-Katalog verfügbar sein.

Die Handlung basiert auf einem wahren Ereignis: dem Absturz einer Kokainladung, die vom Schmuggler Andrew Carter Thornton II aus einem Flugzeug abgeworfen wurde. Er wurde tot aufgefunden, nachdem sein Fallschirmsprung misslungen war. Einige Monate später wird in einem Wald in Georgia ein toter Bär entdeckt, dessen Obduktion ergibt, dass er eine enorme Menge an Drogen aufgenommen hatte. Ausgehend von dieser dokumentierten Basis stellt der Film die Frage, was in den Minuten vor dem Tod des Tieres passiert sein könnte.

In dieser fiktionalen Neuinterpretation sorgt ein außer Kontrolle geratener Schwarzbär für Chaos in einer Naturschutzgebiet, in dem Schmuggler, Polizisten, jugendliche Abenteurer und eine Mutter auf der Suche nach ihrer Tochter aufeinandertreffen. Der Wald verwandelt sich in einen offenen Schauplatz, auf dem sich die Wege der Charaktere im Rhythmus brutaler Angriffe kreuzen. Die Erzählmechanik wechselt zwischen Spannung und komischem Clownesspiel, erzeugt absurde Situationen und lässt das Schicksal der Figuren offenstehen.

Der Trailer zu Crazy Bear

Produziert unter anderem von Phil Lord und Chris Miller, entstand das Projekt aus der Entdeckung eines wahren Kriminalfalls durch Jimmy Warden, der mehr von dem Schicksal des Tieres fasziniert war als von dem des Schmugglern. Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Irland statt, das aufgrund seiner Landschaften ausgewählt wurde, die an das Georgia der 1980er Jahre erinnern, mit zusätzlichen Szenen rund um Atlanta. Das digitale Wesen wurde von den Teams von Weta FX entworfen, einem Unternehmen, das von Peter Jackson gegründet wurde. Sie entschieden sich für einen Bären, inspiriert vom malaiischen Bären, mit einzigartigen physischen Merkmalen, um eine klare Identität als Charakter zu schaffen.

Der Film nimmt bewusst das Erbe der B-Movies der 1970er und 1980er Jahre auf, verbindet grafische Gewaltdarstellung mit schwarzem Humor. Einige Actionsequenzen, insbesondere ein Ambulanzangriff, der wie eine Verfolgungsjagd inszeniert ist, spiegeln die Ästhetik des modernen Actionkinos wider. Der Tonfall ist hybrid — eine Mischung aus Satire und Survival-Gore — und verortet das Werk in der Tradition von Filmen wie Piranha 3D oder Crawl, wobei es dennoch eine eigene Note bewahrt, die fest im amerikanischen Real-Life-Drama verwurzelt ist.

Unsere Meinung zu Crazy Bear :

Schon in der Einstiegsszene zeigt sich, dass der Film ein Riesenspaß ist – so verrückt wie beängstigend, aber auch ziemlich albern. Trotz seines parodistischen Hangs wird Crazy Bear mit viel Ernst inszeniert. Wie auch Alexandre Aja (Piranha 3D, Crawl) ist Elizabeth Banks der Meinung, dass ein abgefahrener B-Movie nicht auf Sorgfalt bei der Regie verzichten darf – im Gegenteil, eine sorgfältige Umsetzung ist Pflicht, woran viele Genre-Filme oft scheitern. Als bekannte Schauspielerin zeigt sie hier ihr echtes Regietalent, was wir sehr schätzen. Interessanterweise spielt die Handlung zur selben Zeit wie die wahren Begebenheiten im Jahr 1985, und die computergenerierten Szenen des Bären sind angesichts des kleinen Budgets überraschend gelungen.

Nachdem das Tier durchdreht, geraten eine ganze Riege von Charakteren in die Fänge des Tieres: Schüler, die während des Schulbesuchs durch die Wälder streifen, die Mutter eines der Kinder, die nach ihnen sucht, Drogenschmuggler, die ihre Kokain-Lieferung verteidigen, ein Polizist, der hinter ihnen her ist, und viele mehr. Die ursprünglich als typische Schulkomödie gedachte Geschichte wandelt sich rasch zu einem echten Horrorfilm, der mit brutalen und ekelerregenden Todesfällen aufwartet – selbst Hämophobe könnten blass werden. Genau das macht den Reiz von Crazy Bear aus: Der Film balanciert gekonnt zwischen Komik und Schrecken, ohne dass eines das andere überwältigt. Ein Meisterstück des perfekten Dosierens entsteht – ein Long-Format mit thematisch homogenen Elementen.

Besonders hervorheben möchten wir Ray Liotta, der nur wenige Monate vor seinem Tod im Mai 2022 in einer großartigen Rolle als Syd, dem skrupellosen Drogenbaron, brilliert. Selbst in dieser absurden Rolle liefert er eine unglaubliche Performance ab. Wir werden ihn sehr vermissen.

Crazy Bear
Film | 2023
Kinostart: 15. März 2023
Verfügbar ab: 1. März 2026
Komödie mit Horroraspekte | Laufzeit: 1h35
Von Elizabeth Banks | Mit Keri Russell, O'Shea Jackson Jr., Alden Ehrenreich, Ray Liotta
Originaltitel: Cocaine Bear
USA

Verrückter Bär

Mit seiner selbstbewussten Mischung aus Gore, schwarzem Humor und 80er-Jahre-Ästhetik nimmt Crazy Bear einen einzigartigen Platz in der aktuellen Landschaft der US-Horror-Komödien ein. Der Streifen auf HBO Max macht es möglich, diese sonderbare Variante eines wahren Ereignisses neu zu entdecken, die im Laufe der Zeit zu einem populären, wiedererkennbaren Kultobjekt wurde.

Für noch mehr Inspiration entdecken Sie auch unsere Auswahl der Neuheiten bei HBO Max im März, unseren Guide zu neuen Streaming-Starts aller Plattformen sowie die heutige Empfehlung Was man heute im Stream schauen sollte.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 1. März 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Empfohlenes Alter
    Ab 12 Jahren

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