Seit seinem letzten Film Microbe et Gasoil aus dem Jahr 2015 hatte man nichts mehr von Michel Gondry gehört. Der Regisseur von Eternal Sunshine of the Spotless Mind feierte sein Comeback bei den Filmfestspielen von Cannes mit Le Livre des Solutions, einem Spielfilm, der im Wettbewerb der Quinzaine des Cinéastes und anschließend beim Champs-Elysées Film Festival gezeigt wurde, bevor er am 13. September in die Kinos kommt. In der Besetzung sind Pierre Niney, Blanche Gardin, Vincent Elbaz und Françoise Lebrun zu sehen.
Und was für ein Comeback! Das Buch der Lösungen ist zweifellos einer der besten Filme in der Karriere des Filmemachers, die von Höhen und Tiefen geprägt war. Bei der Vorführung im Rahmen der Quinzaine des Cinéastes gestand Michel Gondry, dass sein Film teilweise autobiografisch sei und dass Marc, die von Pierre Niney verkörperte Figur, von seinen eigenen Erfahrungen inspiriert sei.
Letzterer ist ein junger Filmemacher, der seinen neuen Film nicht fertigstellen kann. Er leidet unter starken Wutausbrüchen und seltsamen Reaktionen auf seine Umgebung, schließt sich ein, grenzt sich aus und bringt sein gesamtes Team gegen sich auf, indem er sein Werk immer radikaler gestaltet. Zusammen mit seinen Mitarbeitern reist er in das Haus seiner Tante in den Cevennen, um endlich den Spielfilm fertigzustellen, den alle hassen."Wenn es noch nie gemacht wurde, dann ist es wahrscheinlich eine schlechte Idee", antworten die Produzenten von Marcs Film. Derselbe Satz, den auch Michel Gondry zu Beginn seiner Karriere zu hören bekam und zu Recht widerlegte.
Wie seine Figur flüchtete auch er zu seiner Tante (im selben Haus wie im Film), um einem Film einen Schlusspunkt zu setzen, und traf viele irrationale Entscheidungen. Marc ist ein König des Durchwurstelns. Er macht seine Filme mit drei Stücken Schnur und wird ständig von Ideen überfallen, die nicht immer gut, aber immer einfallsreich sind.
Mit Das Buch der Lösungen kehrt Gondry zur offenen Komödie zurück, und das steht ihm gut! Der Film ist ständig zum Schreien komisch, aber dennoch berührend. In seinem Wahnsinn spürt man, dass die Figur unter großen Schmerzen leidet. Überfordert von seinem eigenen Projekt, ständig in einem unwahrscheinlichen technischen Chaos, ist er trotz allem rührend durch seine wahre Leidenschaft und seinen Wunsch, ein Werk zu schaffen, das ihm ähnelt. Und wenn man bedenkt, dass der Film weitgehend von Michel Gondrys eigenem Leben inspiriert ist, ist dies umso beunruhigender.
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