Was würde passieren, wenn sich die magnetischen Pole der Erde umkehren würden? Die Antwort finden Sie in Survivre, dem neuen Film von Frédéric Jardin, der am 19. Juni 2024 in die Kinos kommt. Die in Verschwörungs- und Klimaskeptiker-Kreisen verbreitete Theorie derPolumkehr ist in Wirklichkeit ein recht häufiges Phänomen in der geologischen Geschichte der Erde, auch wenn der Film daran erinnert: Das letzte Auftreten liegt mehr als 700.000 Jahre zurück.
Katastrophenfilme sind in der französischen Kinolandschaft zwar eher selten, doch Survivre startet ziemlich gut. Emilie Dequenne, Andreas Pietschmann und ihre beiden Teenager befinden sich auf einem Sportboot, als die Katastrophe eintritt. Plötzlich werden die Strömungen stärker, der Wind frischt auf und Satelliten beginnen wie Fliegen ins Wasser zu fallen. Das Ereignis ist keineswegs nur ein Sturm, sondern führt dazu, dass sich der Ozean zurückzieht.
Cut in the Black, das Segelboot findet sich mitten in einer Wüste wieder, die bis dahin mit Salzwasser gefüllt war. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit für die kleine Familie, die einen Ort finden muss, an dem sie sich in Sicherheit bringen kann, bevor die Pole sich wieder umkehren und das Wasser in seinen natürlichen Lebensraum zurückkehrt.
Ohne Zweifel hatte Frédéric Jardin alle Karten in der Hand, um aus Survivre ein atemloses Werk zu machen. Leider (und wie in der großen Mehrheit der französischen Genrefilme) zieht der Regisseur seine Idee nicht bis zum Ende durch und gibt dendystopischen Aspekt - also das Interessanteste - schnell und für die Hälfte des Films zugunsten von Actionszenen ohne wirkliches Interesse oder Gründe auf.
Schon am Tag nach der Katastrophe wird die Familie von einer Person verfolgt (wer ist er? Warum ist er hinter ihnen her? Es wird keine Erklärung gegeben, er spricht kein einziges Wort im Film) und es ist einfach Pech für sie, dass sie auf den misanthropischen Zinken stoßen, der sich in die Erdnüsse stürzt, sobald die Welt vor die Hunde geht (wortwörtlich). Es folgt eine Menschenjagd, die überall und in jedem anderen Film hätte stattfinden können; die Science-Fiction wird in den Hintergrund gedrängt.
Der letzte Teil des Films macht das Ganze etwas wett, mit recht gelungenen Aufnahmen von gestrandeten Frachtern, bis dahin unterseeischen Müllbergen und Arthropodenangriffen, aber die höchst riskante Schauspielerführung, alles Rotz, Tränen und Schreie, hilft dem Film nicht, aus den Abgründen aufzusteigen.
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