Ein neues Filmfestival in Cannes und ein neuer Film von Wes Anderson im offiziellen Wettbewerb, begleitet von seinem traditionellen Staraufgebot aus den USA und Frankreich! - Unser nationaler Mathieu Amalric. In The Pheonician Scheme spielt Benicio Del Toro Anatole 'Zsa-zsa' Korda, einen reichen Industriemagnaten (und noch mehr), einen berüchtigten Betrüger (er manipuliert gerne die Märkte und schaltet seine Konkurrenten aus), der mit seinem Privatflugzeug immer wieder Mordanschlägen entgeht (er ist bereits sechsmal abgestürzt).
Als er sich dazu entschließt, seiner Tochter Liesl(Kate Winslets TochterMia Threapleton) die Schlüssel zum Laden zu geben, ist die junge Frau kurz davor, in den Orden einzutreten. Sie willigt wohl oder übel ein, getrieben von dem Bedürfnis, die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter zu erfahren, die angeblich von ihrem Vater getötet wurde.
Es beginnt eine Reise durch das unabhängige Königreich Groß-Phönizien (suchen Sie es nicht auf einer Karte, es ist fiktiv), um die Finanzpartner des Vaters davon zu überzeugen, die finanzielle Lücke für ein bevorstehendes Großprojekt zu schließen, das letzte seines Lebens als Chef, dessen einzelne Etappen sich in Schuhkartons befinden.
Unterwegs müssen der Vater, seine Tochter und ihr Vormund Björn(Michael Sera, urkomisch) auch Mordanschläge vereiteln und Verträge vereiteln, die von einem Gipfeltreffen der Weltpolitiker auf ihre Köpfe gesetzt werden, um ihre Geschäftsinteressen zu sabotieren und ihr Eigentum zu plündern.
Haben Sie den Überblick behalten? Haben Sie es verstanden? Wenn Ihnen das alles bestenfalls nebulös und schlimmstenfalls unübersichtlich vorkommt, dann liegt das daran, dass The Phoenician Scheme ein unübersichtliches Drehbuch ist und sich in einer kompliziert zu verfolgenden Handlung verliert. Der Film, der in dreifachem Galopp daherkommt, beruht weniger auf der glückseligen Betrachtung der poppigen, schnurgeraden Aufnahmen, die das Genie des amerikanischen Filmemachers ausmachen, als vielmehr aufgaloppierender Action - bis ihm die Luft ausgeht.
Denn obwohl die Reise an den Rand von Groß-Phönizien Begegnungen mit den Lieblingsschauspielern der Anderson-Galaxie (Scarlett Johansson, Jeffrey Wright) und sehr lustige Szenen (das urkomische Basketballspiel mit Tom Hanks und Bryan Cranston) ermöglicht, wirken diese Momente manchmal wie ein Stapel von Schnappschüssen, die nicht miteinander kommunizieren.
Glücklicherweise gelingt es der Vater-Tochter-Beziehung zwischen Benicio Del Toro und Mia Threapleton, das Ganze zu kanalisieren und das Werk, das ansonsten ziemlich körperlos gewesen wäre, mit Gefühlen zu füllen.
The Phoenician Scheme wird ab dem 28. Mai 2025 auf der großen Leinwand zu sehen sein.
Synopsis: Die Geschichte einer Familie und ihres Unternehmens.
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