Das erste Langfilmdebüt von Louise Hémon, L’Engloutie, wurde auf der Quinzaine des Réalisateurs im Rahmen des Festival de Cannes 2025 gezeigt. Die diesjährige Ausgabe war geprägt von zahlreichen Debüts. Mit Galatea Bellugi, Matthieu Lucci und Samuel Kircher in den Hauptrollen startet der Film am 24. Dezember 2025 in den deutschen Kinos, nachdem er auf zahlreichen Festivals auf großes Interesse gestoßen ist.
Der Film gehörte zu den am sehnlichsten erwarteten Werken der 57. Ausgabe, die nach der offiziellen Auswahl, der Critics’ Week und der ACID-Auswahl vorgestellt wurde. L’Engloutie reiht sich nahtlos in diese Reihe von Entdeckungen ein, neben weiteren ausgezeichneten ersten Langfilmen.
1899, in einem abgelegenen Dorf in den Hautes-Alpes. Während einer stürmischen Nacht trifft Aimée ein, eine junge, säkulare und republikanische Lehrerin, um einige Kinder des Dorfes zu unterrichten. Ihr Eintreffen stößt auf Misstrauen und Unverständnis in einer Gemeinschaft, die von alten Glaubensvorstellungen geprägt ist und in einer harten, bergigen Umgebung lebt.
Während Aimée sich in die Gemeinschaft einlebt, entwickelt sich ein tiefes, sinnliches Konfliktpotenzial, das im Widerspruch zur strengen Moral und den sozialen Normen der damaligen Zeit steht. Dieses fragile Gleichgewicht zerbricht, als eine Lawine den ersten Bergsteiger verschlingt und die Geschichte in eine düstere, kollektive Richtung kippen lässt.
Louise Hémon schöpfte die Inspiration für ihr Projekt aus ihrer Familiengeschichte, die einer Reihe von Lehrerinnen und Lehrern entstammt, die in abgelegene Gegenden versetzt wurden. Dieses überlieferte Wissen durchdringt die Figur der Aimée und verleiht dem Film eine tiefgehende historische sowie persönliche Note. Die Inszenierung setzt auf eine sinnliche Herangehensweise, unterstützt durch einen natürlich beleuchteten Dreh, vor allem in der Nacht, wobei der Schnee als Reflektionsquelle für das Licht dient.
Das Ensemble setzt auf eine Mischung aus etablierten Darstellern und Laienschauspielern, um eine bewusste Authentizität zu schaffen. Galatea Bellugi verkörpert Aimée mit einer präsenten, stärkenden Ausstrahlung, während Matthieu Lucci und Samuel Kircher das Geschehen in Szenen tragen, in denen Vertrauen und Präzision im Spiel besonders gefragt waren — vor allem in intimen Momenten.
Die Versinkung
Film | 2025
Kinostart: 24. Dezember 2025
Drama | Laufzeit: 1h37
Von Louise Hémon | Mit Galatea Bellugi, Matthieu Lucci, Samuel Kircher
Herkunft: Frankreich
R多ssig bei mehreren Festivals gezeigt, wurde L’Engloutie mit dem Jean Vigo-Preis, dem Kritikerpreis beim CEFF und dem Jurypreis beim Biarritz Nouvelles Vagues Festival ausgezeichnet. Der Film erhielt zudem Unterstützung von der Fondation Gan pour le cinéma und brachte Louise Hémon Nominierungen für die Lumières der Ausländischen Presse ein.
Mit ihrem ersten Langfilm entwirft Louise Hémon ein historisches Drama, das sowohl sinnlich als auch introspektiv ist — ein Genre, das in diesem Kontext nur selten so tiefgründig erforscht wurde. L’Engloutie verspricht ein bedeutendes Werk des auteurentheaters für das Jahresende zu werden.
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