Ma Frère, Dramödie von Lise Akoka und Romane Guéret, wird auf Canal+ am Mittwoch, dem 5. August 2026 um 21:06 ausgestrahlt. Angeführt von Fanta Kebe, Shirel Nataf und Amel Bent, wurde der Film in der Auswahl Cannes Première beim Festival de Cannes 2025 vorgestellt, bevor er am 7. Januar 2026 in französischen Kinos anlief.
Shaï und Djeneba sind 20 Jahre alt, seit der Kindheit befreundet und zwischen den Hochhäusern der Place des Fêtes in Paris aufgewachsen. Im Sommer arbeiten sie als Betreuerinnen in einem Ferienlager in der Drôme, wo sie eine Gruppe von Kindern aus demselben Viertel begleiten.
Weit weg von ihren gewohnten Abläufen müssen die beiden jungen Frauen neue Verantwortung übernehmen und sich sowohl bei den Kindern als auch im restlichen Team behaupten. Diese kollektive Erfahrung trifft sie in einer entscheidenden Lebensphase: Jede beginnt, über ihre Zukunft nachzudenken, mit dem Risiko, dass sich ihre Wege – und ihre Freundschaft – auseinanderentwickeln.
Ma Frère interessiert sich damit für den Übergang ins Erwachsenenalter, für Emanzipation und gesellschaftlichen Determinismus, aber auch für die Weitergabe von Erfahrungen zwischen jungen Betreuerinnen und den Kindern, die sie betreuen. Das Ferienlager wird zu einem temporären Raum, in dem die Figuren andere Rollen ausprobieren und darüber nachdenken können, was sie aus ihrem vergangenen Leben behalten oder hinter sich lassen möchten.
Der Film ist der zweite Langfilm von Lise Akoka und Romane Guéret nach Les Pires, der 2022 veröffentlicht wurde. Die beiden Regisseurinnen setzen ihre Arbeit über Jugend und Kollektiv fort und setzen auf eine Methode, die auf Immersion, Beobachtung und die Mitwirkung von Laien bzw. wenig bekannten Darstellerinnen basiert.
Dreharbeiten im Sommer 2024 zwischen Paris und dem Pays Diois in der Drôme. Ma Frère wurde im Kontakt mit außerschulischen Einrichtungen und einem echten Ferienlager vorbereitet. Fanta Kebe und Shirel Nataf wurden insbesondere in dieses Umfeld integriert, um sich mit der Arbeit als Animateurin vertraut zu machen und die Dynamik einer Kinderschar kennenzulernen.
Fast 1.500 Kinder wurden für die Besetzung auditioniert. Der Dreh beruhte anschließend auf der Nachstellung einer Kolonie am Ort der Handlung, was den Filmemachern mehr als 150 Stunden Bildmaterial einbrachte und eine Mischung aus geschriebenen Szenen, Beobachtungen und betreuter Improvisation ermöglichte.
Ma Frère markiert auch Amels ersten Auftritt vor der Kamera. Amel Bent Nachdem er in Cannes vorgestellt wurde, setzte der Film seinen Weg fort und trat bei mehreren internationalen Festivals an, darunter in Hamburg und beim American French Film Festival.
Diese Sommerkritik dürfte Zuschauer ansprechen, die Lern- und Entwicklungswege, Porträts der zeitgenössischen Jugend und Filme, die zwischenmenschliche Beziehungen behutsam in den Blick nehmen, schätzen. Ihre naturalistische Inszenierung und die Arbeit mit jungen Darstellerinnen und Darstellern richten sich eher an Fans sozialrealistischer Kinoprojekte und Ensemble-Erzählungen als an jene, die eine Komödie suchen, die sich ausschließlich über Situationen oder Reißerischkeiten trägt.
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