Eine neue türkische Serie steht bei Netflix ab dem 13. Februar 2026 in den Startlöchern. Das Museum der Unschuld ist die Adaption des gleichnamigen Romans von Orhan Pamuk, einem bedeutenden Werk der zeitgenössischen internationalen Literatur. Regie führt Zeynep Günay, geschrieben wurde die Serie von Ertan Kurtulan. Das romantische Drama umfasst 9 Folgen à etwa 60 Minuten und spielt im Istanbul der 1970er Jahre – einer Zeit voller gesellschaftlicher Umbrüche, sozialer Spaltungen und unerbittlicher Leidenschaften.
Kemal, Erbe einer der wohlhabendsten Familien Istanbuls, lebt ein Leben, das den Erwartungen seines Umfelds entspricht. Als er Füsun trifft, eine entfernte Verwandte aus einfachen Verhältnissen, gerät sein bisheriges Dasein ins Wanken. Ihre heimliche Affäre, geprägt von Verlangen und Verbotsstoffen, findet ihren Weg in eine Gesellschaft, in der soziale Konventionen die Entscheidungen der Einzelnen bestimmen. Der aufkeimende Liebe muss sich bald den strengen Regeln einer erstarrten Welt stellen.
Wenn ihre Geschichte zerbricht, verkriecht sich Kemal in einer schweigenden Obsession. Er beginnt, Gegenstände zu sammeln, die Füsun gehörten – Ohrringe, Haarspangen, Zigarettenschmauch – als fragile Erinnerungsstücke eines verlorenen Glücks. Die Serie zeigt diese emotionale Spirale, in der Erinnerung zum Zufluchtsort wird und Liebe sich in einer unendlichen Suche nach Bedeutung und Unschuld verliert.
Genauso wie das Original von Orhan Pamuk, fängt die Serie die Atmosphäre Istanbuls in den 70er Jahren perfekt ein – eine Stadt im Spannungsfeld zwischen aufkommender Moderne und tief verwurzelten Traditionen. Die Kameraführung von Ahmet Sesigurgil und die kunstvolle Rekonstruktion der Sets unter der Leitung von Murat Güney tragen dazu bei, dem Zuschauer eine authentische und eindringliche Reise in eine zentrale Epoche der türkischen Geschichte zu bieten.
Selahattin Paşalı verkörpert Kemal, eine komplexe und introspektive Figur, während Eylül Lize Kandemir die Rolle von Füsun übernimmt – einer Figur, die sowohl idealisiert als auch durch ihre soziale Lage eingeschränkt ist. Rund um sie herum entfaltet sich eine bunte Reihe von Nebenfiguren – unter anderem gespielt von Oya Unustası, Tilbe Saran und Ercan Kesal – die ein differenziertes Bild der stambulier Bourgeoisie sowie ihrer Widersprüche zeichnen.
Mit seinem ruhigen, kontemplativen Tempo und der Vertiefung in die Gefühle spricht Das Museum der Unschuld Liebhaber großer romantischer Dramen und anspruchsvoller Literaturadaptionen an. Die Serie hinterfragt die Natur der Liebe, schwankt zwischen Besessenheit, Schmerz und unerreichbarem Ideal, und lädt zudem zu einem Nachdenken über Erinnerung und die Vergänglichkeit der Zeit ein.
Das Museum der Unschuld
Serie | 2026
Staffel 1 ab 13. Februar 2026 auf Netflix
Drama, Liebe | 9 Folgen à 60 Minuten
Regie: Zeynep Günay | Mit Selahattin Paşalı, Eylül Kandemir, Oya Unustası
Originaltitel: Masumiyet Müzesi
Herkunft: Türkei
Mit dieser ambitionierten Adaption bietet Netflix eine tiefgründige, melancholische Reise in eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, bei der persönliche Gefühle auf die gesellschaftlichen Veränderungen einer Stadt und ihrer Zeit treffen.
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