Mode: Original Birkin Bag bei Sotheby's für 8,6 Millionen Euro versteigert

Von Laurent de Sortiraparis · Fotos von Laurent de Sortiraparis · Aktualisiert am 16. Juli 2025 um 11:23 · Veröffentlicht am 15. Juli 2025 um 11:23
Die allererste Birkin-Tasche von Hermès, die 1984 für Jane Birkin entworfen wurde, erzielte bei einer außergewöhnlichen Auktion von Sotheby's Paris am 10. Juli 2025 einen Preis von 8,6 Millionen Euro.

Eine Tasche, eine Legende, ein Rekord! Am Donnerstag, den 10. Juli 2025, versteigerte Sotheby's Paris für 8,6 Millionen Euro die allererste Birkin-Tasche, die 1984 speziell für Jane Birkin entworfen wurde. Dieser außergewöhnliche Verkauf fand im Rahmen der thematischen Auktion statt, die aus der Ausstellung Fashion Icons hervorgegangen ist, die symbolträchtigen Stücken aus der Modewelt gewidmet ist. Die Tasche, eine große Totemtasche aus schwarzem Leder, wurde damit zur teuersten Handtasche, die jemals auf einer Auktion weltweit verkauft wurde.

Dieses Ergebnis markiert auch einen Wendepunkt in der Geschichte der Luxusauktionen in Europa: Es handelt sich um das teuerste Luxusobjekt, das jemals bei Sotheby's Paris versteigert wurde, und um das zweitteuerste Modeobjekt, das weltweit versteigert wurde. Die vorherige Referenz, eine Hermès Kelly 28 Himalaya-Tasche aus Niloticus-Krokodil mit Diamanten, war 2021 bei 513.040 USD stehen geblieben.

Ein Verkauf, der mehrere Rekorde aufstellt

Die Münze wurde zum ersten Mal seit 25 Jahren auf dem Markt präsentiert und zog die Aufmerksamkeit von 270 Teilnehmern aus 38 Ländern auf sich. Nachdem ein Preis von 1 Million Euro geboten wurde, überschlug sich die Auktion in wenigen Augenblicken und führte zu einem zehnminütigen Bietergefecht, an dem neun Sammler online, am Telefon und im Saal beteiligt waren. Die Tasche wurde schließlich von einem japanischen Käufer erworben, der über Maiko Ichikawa, Direktorin von Sotheby's Japan, per Telefon mitgeboten hatte.

Dieser " historische, handgefertigte Prototyp " zeichnet sich durch einzigartige Details aus: Die Initialen J.B. sind eingraviert, sie verfügt über einen nicht abnehmbaren Schulterriemen, geschlossene Metallschnallen und einen integrierten Nagelknipser sowie über Abnutzungsspuren und Aufkleber. Ein Stück, das für den täglichen Gebrauch von Jane Birkin entworfen wurde, die sich eine funktionelle Tasche wünschte, die ihrer Rolle als junge Mutter auf einem Flug von Paris nach London im Jahr 1984 gerecht werden sollte. Die Geschichte dieser Tasche, die aus einem Treffen zwischen Jane Birkin und Jean-Louis Dumas, dem damaligen Leiter von Hermès, entstand, macht sie zu einem Gebrauchsgegenstand und einer Ikone zugleich.

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Sein Verkaufspreis zeugt von einer emotionalen Bindung und einem beträchtlichen kulturellen Prestige. Catherine B., die letzte Besitzerin der Tasche, erklärte:"Ich bin schon wehmütig, dass sie nicht mehr mir gehört, aber überglücklich, dass sie ein neues, liebevolles Zuhause gefunden hat. Ich wünsche dem neuen Besitzer genauso viel Glück, wie ich es mit ihm hatte".

Ein seltenes Objekt mit internationalem Hintergrund

Vor der Auktion war die Tasche in den Galerien von Sotheby's Paris, Hongkong und New York ausgestellt worden und zog bei jeder Station Tausende von Besuchern an. Diese internationale Reise trug dazu bei, das Interesse an dem Stück zu steigern, das laut Morgane Halimi, der internationalen Leiterin der Handtaschen- und Modeabteilung bei Sotheby's, als"Ausgangspunkt einer außergewöhnlichen Geschichte einer zeitgenössischen Ikone" präsentiert wurde.

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Diese originelle Birkin verkörpert somit einen Schlüsselmoment in der Geschichte vonHermès, einem im 19. Jahrhundert gegründeten Unternehmen, das heute ein weltweites Symbol für Luxus ist. Die moderne Birkin-Tasche wird nur in sehr geringen Mengen hergestellt und hat daher eine Aura der Exklusivität: Die einfachsten Modelle beginnen bei mehreren Tausend Euro, die luxuriösesten erreichen bereits Hunderttausende. Mit diesem Rekord werden nun die Schwellenwerte neu definiert.

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