Shein, Temu, AliExpress: Bald eine 3-Euro-Gebühr für kleine Pakete – Datum und Infos

Von My de Sortiraparis · Fotos von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 15. Dezember 2025 um 10:10 · Veröffentlicht am 15. Dezember 2025 um 07:43
Die Pakete, die bei Shein, Temu oder AliExpress bestellt werden, sollen bald einer neuen Steuer von 3 Euro unterliegen. Die europäischen Staaten haben sich an diesem Freitag, den 13. Dezember 2025, auf diese Maßnahme geeinigt, um gegen den massiven Zustrom günstiger chinesischer Produkte in die Europäische Union vorzugehen. Wie genau wird die Regelung umgesetzt und ab wann tritt sie in Kraft? Wir erklären es Ihnen im Detail.

Bestellungen auf chinesischen Plattformen wie Shein, Temu oder AliExpress könnten bald teurer werden. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben am Freitag, 13. Dezember 2025 eine Flatrate-Gebühr von 3 Euro auf alle kleinen Sendungen aus Nicht-EU-Ländern mit einem Wert unter 150 Euro genehmigt. Diese Maßnahme tritt am 1. Juli 2026 in Kraft und markiert einen Wendepunkt im Kampf gegen die Flut günstiger asiatischer Produkte, die den europäischer Markt überschwemmen.

Genauer gesagt wird die 3-Euro-Gebühr nicht direkt bei den Verbrauchern kassiert, sondern den E-Commerce-Plattformen und Transportunternehmen in Rechnung gestellt. Es bleibt abzuwarten, ob diese die zusätzlichen Kosten auf die Produktpreise oder die Versandkosten weitergeben. Für den Moment ist nicht vorhersehbar, wie sich diese Maßnahme auf die Tarife für uns Kunden auswirken wird. Klar ist jedoch, dass diese Entscheidung ein Erfolg für den französischen Wirtschaftsminister Roland Lescure ist, der diesen Kampf in Brüssel aufgenommen hat.

Warum gibt es diese Steuer auf Shein- und Temu-Pakete?

Das Ziel ist klar: den Wettbewerb zwischen dem örtlichen Einzelhandel und den Giganten des asiatischen E-Commerce neu auszubalancieren. Zur Orientierung: Im Jahr 2024 sind rund 4,6 Milliarden Pakete mit einem Wert unter 150 Euro auf dem europäischen Markt eingetrudelt – das entspricht über 145 Sendungen pro Sekunde. Dabei kamen 91 % davon aus China, wie die Europäische Kommission angibt. „Diese Pakete stellen heute einen unlauteren Wettbewerb dar im Vergleich zu den Einzelhändlern in den Innenstädten, die Steuern zahlen. Daher ist es essenziell, schnell zu handeln“, betonte Roland Lescure.

Neben den wirtschaftlichen Fragen steht vor allem die Sicherheitsfrage im Fokus. Der riesige Zustrom an Kleinpaketen, die in europäischen Flughäfen und Häfen ankommen, erschwert die Kontrollen erheblich. Unter diesen Bedingungen ist es nahezu unmöglich, gefährliche, gefälschte oder nicht konforme Produkte rechtzeitig zu erkennen, bevor sie bei den Verbrauchern landen. In Frankreich wurden im vergangenen Jahr nur 0,125 % der Pakete überprüft – eine Zahl, die die Dringlichkeit und das Ausmaß des Problems deutlich macht.

Wie wird diese 3-Euro-Gebühr erhoben?

Die Gebühr von 3 Euro gilt für alle Pakete aus Ländern außerhalb der Europäischen Union, deren Wert unter 150 Euro liegt. Aber Achtung: Die Berechnung ist nicht ganz so einfach. Laut Angaben des EU-Rats wird die Gebühr nur einmal fällig, wenn im Paket mehrere Exemplare desselben Artikels enthalten sind – beispielsweise zwei identische T-Shirts. Sollte Ihr Paket jedoch verschiedene Produkte enthalten – etwa eine Jeans, ein T-Shirt und ein Paar Socken – müssen Sie pro Warengruppe 3 Euro bezahlen, also insgesamt 9 Euro.

Diese Regelung könnte die Rechnung schnell in die Höhe treiben. Ein typischer Warenkorb auf Shein mit fünf günstigen Artikeln könnte somit mit 15 Euro europäischer Steuer belastet werden – ganz zu schweigen von der Mehrwertsteuer. Den günstigen Preisvorteil chinesischer Plattformen droht bei solchen Einkäufen also der Abschwung. Während sich die Maßnahmen vor allem gegen asiatische Anbieter wie Shein, Temu oder AliExpress richten, betrifft sie auch Sendungen aus anderen Drittstaaten, seien es die USA oder andere Länder.

Welche weiteren Gebühren kommen auf chinesische Pakete zu?

Die Steuer auf Kleinpakete ist nur der erste Schritt einer umfassenderen europäischen Offensive. Es handelt sich um eine Übergangsregelung, die vom 1. Juli 2026 an gelten wird, bis die Reform der Zollunion, geplant für 2028, endgültig eingeführt wird. Diese Abgabe ergänzt die Abschaffung der Zollbefreiung, die bisher für solche Sendungen galt – eine Maßnahme, die bereits von den EU-Finanzministern gebilligt wurde und ab 2026 in Kraft treten soll.

Ab November 2026 sollen auf diese Sendungen zudem Bearbeitungsgebühren in Höhe von zwei Euro pro Paket erhoben werden, so die Pläne der EU-Kommission. Diese Gebühr soll die Entwicklung der Zollkontrollen fördern und dazu beitragen, die Wettbewerbsbedingungen zwischen europäischen Produkten und chinesischer Konkurrenz auszugleichen. Mehrere Mitgliedstaaten, darunter Frankreich und Italien, haben bereits die Einführung solcher Bearbeitungsgebühren auf nationaler Ebene angekündigt.

Frankreich setzte sich für eine Einführung im ersten Quartal 2026 ein, doch die Komplexität der Umsetzung eines Übergangssystems verschob den Termin auf Juli. Das langfristige Ziel: Entwicklung einer Plattform für zollbezogene Daten, die die Erhebung der Zölle deutlich vereinfachen und effektivere Kontrollen ermöglichen soll. Bis dahin wird die Pauschalgebühr von 3 Euro vorgeschlagen – eine deutlich wirksamere Abschreckung als eine proportionale Steuer – um den Zustrom günstiger chinesischer Produkte zu verlangsamen.

Kurz gesagt: Si Sie auf günstige Schnäppchen bei Shein, Temu oder AliExpress setzen, sollten Sie noch ein paar Monate zuschlagen. Ab Juli 2026 könnten die Preise deutlich anziehen. Um die Entwicklungen dieser Maßnahme zu verfolgen und alle Details zu dieser Steuerung zu erfahren, empfehlen wir den Besuch der Webseite der Europäischen Kommission oder die des französischen Wirtschaftsministeriums.

Praktische Informationen
Tags : news paris, Steuer
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