Ein neues Jahr bringt oft auch neue Regeln in den Transports in der Île-de-France. Für 2026 sind mehrere bedeutende Änderungen geplant, die sowohl die Nutzer der U-Bahn, des RER als auch die Autofahrer in Paris betreffen. Vom RATP über das Vélib' bis hin zur Zone für geringe Emissionen (ZFE) – wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen, die Ihre täglichen Fortbewegungsmöglichkeiten in der Hauptstadt und der Region Paris beeinflussen.
Keine große Überraschung: Der Pass Navigo wird von Île-de-France Mobilités angepasst. Das Monatsabo überschreitet nun die symbolische Marke von 90 Euro und liegt künftig bei 90,80 Euro. Wer das Jahresabo wählt, zahlt künftig 998,80 Euro. Für Studierende steigt das Imagine R-Ticket, das Schüler, Studierende und Auszubildende unter 26 Jahren in der Île-de-France region betrifft, ab dem 1. September 2026 auf 401 Euro — gültig für das Schuljahr 2026-2027.
Ein weiterer bedeutender Schritt in Richtung Digitalisierung: Der papierlose Ticketverkauf schreitet voran. Seit dem 5. November wird der Pappkartenticket in Bussen, Straßenbahnen, Métro-Stationen und RER-Zügen nicht mehr angeboten. Die nächste Etappe ist bereits in Planung: Ab dem 1. Mai 2026 wird das Papierticket in Bussen und Straßenbahnen komplett abgeschafft, gefolgt vom 1. Juni für den gesamten Schienenverkehr. Wir empfehlen daher, sich endgültig auf digitale Fahrscheine umzustellen.
Gute Nachrichten jedoch: Ab Frühling 2026 werden Sie mehr Tickets direkt auf Ihrem Smartphone kaufen und nutzen können. Nach dem Pass Liberté +, dem Tages- und Monatsnavigo, Einzeltickets, dem jährlichen Navigo-Pass und dem Imagine R-Abo sollen alle diese Optionen künftig auch mobil verfügbar sein.
Ein harter Schlag für Stammgäste: Der RoissyBus, die Traditionslinie, die Paris seit über drei Jahrzehnten direkt mit dem Flughafen Charles-de-Gaulle verbindet, wird zum 1. März 2026 eingestellt. IDFM rechtfertigt die Entscheidung mit den Herausforderungen durch den Stau auf der A1 und den schwer zugänglichen Innenstadtverkehr. Als Ersatz soll eine neue Buslinie (9517) eingeführt werden, die über Saint-Denis-Pleyel den Flughafen anbindet und eine Verbindung zu den Linien 13, 14 sowie dem RER D schafft. Langfristig wird diese Linie zudem an die zukünftigen Linien 15, 16 und 17 des Grand Paris Express angebunden sein.
Genau darum wollen wir über den Grand Paris Express sprechen. Nach mehreren Verzögerungen, die viele enttäuscht haben, hat die Gesellschaft für Großprojekte ihren neuen Zeitplan vorgestellt. Die Linie 15 Süd, die Pont de Sèvres im Hauts-de-Seine mit Noisy-Champs im Seine-Saint-Denis verbinden soll, wird voraussichtlich Anfang 2027 in Betrieb gehen. Die ersten Abschnitte der Linien 16 und 17 sollen Ende 2027 fertiggestellt sein, da ihr automatisches System eine gemeinsame Inbetriebnahme erfordert. Positiv ist jedoch die Nachricht für die Linie 18: Ein Abschnitt könnte bereits im Oktober 2026 fertig sein, was den ersten Teil des Grand Paris Express in diesem Jahr in Betrieb nehmen würde.
Eine weitere Veränderung auf Ihren täglichen Wegen: Ab Mitte Januar 2026 ändert die RATP ihren Jingle. Das bekannte "neugeschaffene Java", das die Fahrgäste seit 2005 begleitet, wird durch ein neues akustisches Logo ersetzt, im Zuge der einheitlichen Gestaltung des Netzwerks, die von IDFM angestrebt wird.
Die Öffnung des Verkehrssektors in Île-de-France schreitet voran. Ursprung dieser Liberalisierung ist eine EU-Richtlinie von 2007, nach der die RATP nach und nach ihren Monopolstatus abgeben muss zugunsten privater Unternehmen wie Transdev, ATM oder Keolis. Von den zwölf Bus-Bundles, die im Wettbewerb stehen, behielt die öffentliche Verkehrsgesellschaft nur acht. Dieses umfassende Vorhaben, das 2021 in der Großregion begann, soll bis 2040 andauern und alle Verkehrssysteme betreffen: U-Bahn, RER, Transilien, Busse und Straßenbahnen.
Ab März 2026 verbindet eine neue Schnellbuslinie Fontainebleau, Melun und Évry. Initiiert von Île-de-France Mobilités, sorgt diese schnelle Verbindung für den effizienten Verkehr zwischen den wichtigsten Städten in Seine-et-Marne und L’Essonne.
Eine Frage, die Nutzer beunruhigt: Nach der Tarifsteigerung im August 2025, bei der die Preise für Vélib'-Abonnements angehoben wurden—unter anderem mit einem Einführungspreis von 0,50 Euro ab der ersten elektrischen Fahrt am Tag—darf man mit einer weiteren Erhöhung im Jahr 2026 rechnen? Nichts ist bisher bestätigt, doch diese Tarifentwicklung ist Teil einer schrittweisen Anpassung angesichts der Energiekrise.
Auf Seiten von Véligo gibt es erfreuliche Nachrichten: Im Jahr 2026 sollen 20.000 neue Fahrradmodelle der nächsten Generation auf den Straßen in der Île-de-France unterwegs sein. Geplant sind Lastenräder für den gewerblichen Einsatz, spezielle Modelle für Menschen mit Behinderungen sowie fünfzehn neue Fahrradtypen, die die Produktpalette erweitern – und das alles zu unveränderten Preisen.
Wenn Sie in der französischen Hauptstadt mit dem Auto unterwegs sind, sollten Sie wissen, dass die Niedrigemissionszone (ZFE), die 77 Gemeinden umfasst (darunter Paris, die Hauts-de-Seine und die umliegenden Kommunen), weiterhin besteht. Doch die Metropole Grand Paris hat die Verlängerung um ein Jahr für eine bestehende Ausnahmegenehmigung angekündigt. Konkret bedeutet das, dass Kontrollen der am stärksten verschmutzenden Fahrzeuge noch eine weitere Zeit ausgesetzt werden.
Wenn Sie regelmäßig in Paris parken, sollten Sie sich auf deutlich längere Wege einstellen: Im Rahmen der neuen Mobilitätsgesetzgebung (LOM) werden bis Ende 2026 20.000 Parkplätze wegfallen. Das dürfte den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver machen. Ebenfalls zu beachten ist, dass ab dem 1. Januar 2027 das Parken in 5 Metern Entfernung zu Fußgängern verboten sein wird. Diese Maßnahme soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen und die Sichtbarkeit der Fußgänger erhöhen.
Seit Dezember 2025 sind die Kontrollpersonen der SNCF und RATP mit sogenannten Body-Cams ausgestattet. Diese Kameras können sie während ihrer Einsätze aktivieren, um Prävention sowie Abschreckung zu gewährleisten. Zudem sind sie befugt, Durchsuchungen durchzuführen. Diese Maßnahmen sollen die Sicherheit bei den Einsätzen der Mitarbeitenden im Gelände weiter erhöhen.
Eine weitere wichtige Neuerung: Die RATP hat ein neues Protokoll für vergessene Gepäckstücke in den Zügen eingeführt. Ziel ist es, die häufigen Betriebsunterbrechungen zu reduzieren, die auf verdächtige Gepäckstücke zurückzuführen sind. Künftig können die Mitarbeitenden diese Situationen effizienter handhaben, wodurch Verspätungen und Störungen für die Fahrgäste verringert werden sollen.
Kurz gesagt, das Jahr 2026 wird für die Verkehrsmittel in Île-de-France ein Jahr voller Umbrüche. Ob Preiserhöhungen, streichungsbedingte Änderungen oder die Einführung neuer Dienste – es ist Zeit, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Um stets über aktuelle Entwicklungen und Störungen im Verkehrsnetz informiert zu bleiben, empfehlen wir, regelmäßig die offiziellen Seiten zu besuchen: Île-de-France Mobilités, die offiziellen Konten der RATP, die Website der Société des Grands Projets für den Grand Paris Express, die Vélib'-Metropole-Seite sowie Véligo Standort.
Für weitere Informationen:
Eine neue Schnellbuslinie verbindet künftig die Seine-et-Marne mit dem Essonne
Eine neue Schnellbuslinie verbindet ab März 2026 Fontainebleau, Melun und Évry. Initiiert von Île-de-France Mobilités, bietet diese schnelle Verbindung direkte Fahrten zu den wichtigsten Knotenpunkten in Seine-et-Marne und im Essonne. [Mehr lesen]
Vergessene Gepäckstücke im Zug: RATP passt Protokoll an, um Störungen im Betriebsablauf zu minimieren
Die RATP ändert ihre Vorgehensweise im Umgang mit aufgegebenen Paketen in U-Bahn und Verkehrsnetz der Île-de-France. Diese neuen Richtlinien, die bei den Gewerkschaften auf Kritik stoßen, sollen im Jahr 2025 die Betriebsstörungen verringern. [Mehr lesen]
Verkehr in Île-de-France: endgültiges Aus für Papptickets an Bord der Busse ab Mai 2026
Ab Mai 2026 wird es für Fahrgäste auf allen Buslinien in Paris und ganz Île-de-France nicht mehr möglich sein, Papiertickets zu verwenden und zu entwerten. Um Gelegenheitsreisenden den Erwerb von Ersatzfahrscheinen zu erleichtern, kündigt Île-de-France Mobilités die Einführung von kontaktbasierten Verkaufsautomaten bis Ende 2026 an. Wir informieren Sie im Detail. [Mehr lesen]
Verkehr in Paris: Das neue MF19-U-Boot wird im Dezember 2026 auf zwei Linien eingesetzt
Nach Linie 10 bereiten sich zwei weitere Linien des Pariser Métro darauf vor, ab Dezember 2026 mit dem neuen Zugmodell MF19 in Betrieb genommen zu werden. Hier sind die Details. [Mehr lesen]
RER E: Das Aus für die MI2N-Züge soll im letzten Quartal 2026 erfolgen
Gute Nachrichten für RER E-Fahrgäste! Während der Ausbau der Linie bis Mantes-la-Jolie, der für 2027 geplant ist, noch auf sich warten lässt, kündigt Île-de-France Mobilités das endgültige Aus der MI2N-Züge für das letzte Quartal 2026 an. [Mehr lesen]
Verkehr in der Île-de-France: Vier neue Schnellbuslinien sollen 2026 in Betrieb gehen
Um den Bewohnern von Île-de-France bei ihren täglichen Fahrtwegen zu helfen, kündigt Île-de-France Mobilités die Einführung von vier neuen Expressbuslinien im Jahr 2026 an. Hier sind die Details! [Mehr lesen]
Linie 18: Die erste von den vier neuen Linien des Grand Paris Express, die im Jahr 2026 eröffnet wird
Gute Nachrichten für die künftigen Nutzer der Linie 18 im Grand Paris Express! Am 18. Dezember haben die ersten Testfahrten auf dem oberirdischen Abschnitt dieser Linie zwischen den Stationen Massy – Palaiseau und Christ de Saclay begonnen. Mit der geplanten Inbetriebnahme Ende 2026 wird Linie 18 die erste der vier neuen Linien des Grand Paris Express sein, die eröffnet wird – noch vor den Linien 15, 16 und 17. [Mehr lesen]
ZFE im Großraum Paris: Umweltverschmutzende Fahrzeuge dürfen bis Ende 2026 ohne Strafen fahren
Die Metropolregion GroßParis verlängert die Ausnahmeregelung für Fahrzeuge mit Crit’Air-Status 3 im Rahmen der Umweltzone um ein Jahr. Die betroffenen Autofahrer können bis Dezember 2026 den ZFE-Pass 24h sowie eine Frist ohne Strafen nutzen. [Mehr lesen]
Stationieren nur noch 5 Meter vor Zebrastreifen ab 1. Januar 2027 verboten
Ab dem 1. Januar 2027 wird in Frankreich das Parken innerhalb von fünf Metern vor einem Zebrastreifen verboten sein. Diese Regelung im Rahmen des Gesetzes LOM soll die Sicherheit der Fußgänger in allen französischen Gemeinden erhöhen. Verstöße werden mit einem Bußgeld von mindestens 90 Euro geahndet. [Mehr lesen]
RoissyBus stellt den Betrieb ein: Wie kommt man zum Flughafen Charles-de-Gaulle, welche Alternativen gibt es?
Der RoissyBus, der seit 30 Jahren die Opéra mit dem Flughafen Charles-de-Gaulle verbindet, wird im März 2026 eingestellt. Île-de-France Mobilités ersetzt ihn durch die Linie 9517 über Saint-Denis-Pleyel und verspricht dank der Anschlüsse an die Linien 13, 14 und die RER D schnellere Fahrten. [Mehr lesen]
Navigo-Pass und Metro-Zug-Tickets: die neuen Tarife, die für Januar 2026 erwartet werden
Die Tarife für den Nahverkehr in der Île-de-France sollen im Januar 2026 erhöht werden. Île-de-France Mobilités schlägt eine Erhöhung um 2,3 % vor, die sowohl den Monatspass Navigo, der auf 90,80 Euro angehoben wird, als auch die U-Bahn-Tickets für 2,55 Euro betrifft. Die Abstimmung findet am 10. Dezember 2025 statt. [Mehr lesen]
Empfohlenes Alter
Für alle



Eine neue Schnellbuslinie verbindet künftig die Seine-et-Marne mit dem Essonne


Vergessene Gepäckstücke im Zug: RATP passt Protokoll an, um Störungen im Betriebsablauf zu minimieren


Verkehr in Île-de-France: endgültiges Aus für Papptickets an Bord der Busse ab Mai 2026


Verkehr in Paris: Das neue MF19-U-Boot wird im Dezember 2026 auf zwei Linien eingesetzt


RER E: Das Aus für die MI2N-Züge soll im letzten Quartal 2026 erfolgen


Verkehr in der Île-de-France: Vier neue Schnellbuslinien sollen 2026 in Betrieb gehen


Linie 18: Die erste von den vier neuen Linien des Grand Paris Express, die im Jahr 2026 eröffnet wird


ZFE im Großraum Paris: Umweltverschmutzende Fahrzeuge dürfen bis Ende 2026 ohne Strafen fahren


Stationieren nur noch 5 Meter vor Zebrastreifen ab 1. Januar 2027 verboten


RoissyBus stellt den Betrieb ein: Wie kommt man zum Flughafen Charles-de-Gaulle, welche Alternativen gibt es?


Navigo-Pass und Metro-Zug-Tickets: die neuen Tarife, die für Januar 2026 erwartet werden














